Stadtgespräch

Postkartenaktion zur Demokratiewoche: Wünsche der Bürgerinnen und Bürger an Oberbürgermeister Berg übergeben

Unter dem Motto „Demokratisch ist man nicht allein!“ wurden bei der  dritten Oberhausener Demokratiewoche im vergangenen September, die Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, ihre Wünsche und Erwartungen an die Oberhausener Kommunalpolitik zu formulieren. Am heutigen Donnerstag, 22. Januar 2026, übergaben Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerks Interkulturelles Leben (NIL) die gesammelten Postkarten offiziell Oberbürgermeister Thorsten Berg.

23.01.2026
Foto: Stadt Oberhausen

„Die Wünsche und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger sind ein wichtiger Kompass für die kommunalpolitische Arbeit in den kommenden Jahren. Auch wenn die Aktion nicht repräsentativ ist, macht sie dennoch deutlich, welche Themen die Menschen in Oberhausen bewegen. Diese Impulse nehme ich sehr ernst“, betont Oberbürgermeister Thorsten Berg.

Auf verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen – darunter das Dorffest im Friedensdorf und das Caritasfest – sprach das NIL-Netzwerk mit  Bürgerinnen und Bürger. Die Gespräche führten häufig zu intensiven Diskussionen über gesellschaftliche, soziale und politische Themen. Insgesamt gingen 189 ausgefüllte Postkarten ein, die ein vielfältiges Stimmungsbild der Oberhausener Stadtgesellschaft kurz vor der Kommunalwahl im September 2025  widerspiegeln.

Diese Themen bewegen die Menschen in Oberhausen

Ein besonderer Schwerpunkt lag im Bereich Demokratie und Politik (31 Nennungen). Viele Teilnehmende betonten den Wunsch nach einer bunten, vielfältigen Stadt sowie nach mehr Aktionen gegen Rechtsextremismus. Zudem wurden mehr Ehrlichkeit und ein stärkerer Einsatz der Politik für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger gefordert. Auch soziale Themen spielten eine große Rolle: Im Bereich Familie, Gesundheit und Soziales (34 Nennungen) äußerten viele Menschen die Sorge vor Sparpolitik auf Kosten von Minderheiten und sprachen sich für eine stärkere Unterstützung sozialer Angebote aus. Weitere häufig genannte Themen waren Stadtentwicklung (23 Nennungen) – mit dem Wunsch nach einer attraktiveren Innenstadt und besserer Baustellenplanung – sowie Verkehr (21 Nennungen). Hier fordern die Menschen in Oberhausen unter anderem einen besseren öffentlichen Personennahverkehr, Vorrang für Busse und sichere Radwege.

Planungen für 2026 laufen bereits

Das NIL-Netzwerk möchte das demokratische Leben in Oberhausen gemeinsam und dialogorientiert weiterentwickeln. „Wir haben die Postkarten an den Oberbürgermeister mit dem Wunsch überreicht, dass die geäußerten Anliegen in die kommunalpolitische Arbeit einfließen“, sagt Barbara Kröger, Geschäftsführerin Arbeit und Leben und NIL-Vertreterin. „Denn die Kartenaktion hat zeigt, wie wichtig es ist, Menschen direkt anzusprechen, ihnen Raum für ihre Perspektiven zu geben und Vertrauen aufzubauen, um demokratische Beteiligung zu stärken.“ Oberbürgermeister Berg skizziert das weitere Vorgehen: „Wir haben die eingegangenen Rückmeldungen bereits thematisch sortiert und gebündelt. Nun schauen wir, wie und welche Ergebnisse in die Verwaltungsarbeit und in die weiteren Beratungen des Rates und der Ausschüsse einfließen können.“

Die Planungen für die Demokratiewoche 2026 sind bereits gestartet. Diese wird vom 13. bis 24. September 2026 an verschiedenen Orten in Oberhausen stattfinden. Weitere Informationen dazu folgen.