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KINDERGESUNDHEIT Das Projekt wird durch viele Unterstützerinnen und Unterstützer ermöglicht. UND MEDIENKOMPETENZ

Mit dem Projekt „KiMeKo – Kindergesund Medienkompetenz Oberhausen“ startet in Oberhausen eine Initiative zur Förderung eines gesunden und reflektierten Medienumgangs bei Grundschulkindern.

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen und begleitet gezielt den Übergang in die weiterführende Schule – eine Phase, in der digitale Kommunikation, Tablets und Smartphones zunehmend an Bedeutung gewinnen.

KiMeKo setzt frühzeitig an und sensibilisiert Kinder für einen sicheren, gesunden und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Vermittelt werden unter anderem Kompetenzen zu Social Media, Cybersicherheit, dem Umgang mit Fehlinformationen, sozialem Verhalten im digitalen Raum sowie zur Balance zwischen Bildschirmzeit und analogem Alltag.

30.01.2026
Foto: Tom Thöne

Wissen vermitteln

Oliver Mebus, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Oberhausen und Vorstand der Stiftung Oberhausener Bürger, erklärt:

„Die Herausforderungen, mit denen Kinder und Jugendliche heute im Umgang mit digitalen Medien konfrontiert sind, sind real – und sie nehmen rasant zu. Viele Eltern stehen daneben und fühlen sich hilflos, weil ihnen das Wissen oder die richtigen Werkzeuge fehlen. Genau hier möchten wir ansetzen.“

Die Universität Duisburg-Essen übernimmt die konzeptionelle Leitung, pädagogische Ausarbeitung und wissenschaftliche Evaluation. Das Institut für Sachunterricht entwickelt die Workshops unter Leitung von Prof. Dr. Inga Gryl evidenzbasiert, partizipativ und im Design-Based-Research-Ansatz.

Die Materialien werden fortlaufend weiterentwickelt und anschließend als Open Educational Resources frei zugänglich gemacht. Eine Begleitstudie untersucht die Wirkungen und Kompetenzen bei Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie optional auch bei Eltern.

„Kinder bewegen sich heute selbstverständlich in digitalen Räumen – aber oft ohne Orientierung, ohne Begleitung und ohne Verständnis für Risiken“, ergänzt Prof. Dr. Inga Gryl. Sie möchte mit Lehrkräften, Eltern und Kindern gemeinsam arbeiten: „Denn nur gemeinsam können wir Materialien entwickeln, die wirklich in den Alltag passen und etwas bewirken.“

Beteiligte Schulen und Partner

Zum Projektstart beteiligen sich vier Grundschulen: die Schule an der Oranienstraße, die Jacobischule, die Hartmannschule und die Schule am Froschenteich. Ergänzend werden Lehrerfortbildungen und Elternabende angeboten, die sich an den jeweiligen Bedarfen vor Ort orientieren.

Initiiert wurde KiMeKo von der Allianz Kindergesundheit e. V. und der Universität Duisburg-Essen. Finanziell und organisatorisch getragen wird das Projekt von der Stiftung Oberhausener Bürger, der Stadtsparkasse Oberhausen, der Universität sowie weiteren Förderpartnern wie der Dirk-Grünewald-Stiftung und der Energieversorgung Oberhausen AG (evo).