Stadtgespräch

Sirenen heulen am landesweiten Warntag

In Nordrhein-Westfalen findet am kommenden Donnerstag, 12. März 2026, wieder ein landesweiter Warntag statt. Dabei werden die vorhandenen Warnsysteme getestet und die Bevölkerung über die verschiedenen Warnmöglichkeiten informiert.

Ziel des Warntages ist es, die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnmitteln vertraut zu machen und zugleich die Funktionstüchtigkeit der Systeme zu überprüfen.

10.03.2026

Im Ernstfall – etwa bei Naturkatastrophen, Großbränden, Gefahrstoffaustritten oder anderen Großschadenslagen – ist eine schnelle Information der Bevölkerung besonders wichtig. Nur wer Warnsignale erkennt und diese richtig deutet, kann sich und andere rechtzeitig in Sicherheit bringen und entsprechend handeln.

Was passiert am landesweiten Warntag?

Warn-Apps wie NINA oder Katwarn, Cell Broadcast, Radiosender, digitale Werbeanzeigen, Stadtinformationstafeln und Sirenen werden pünktlich um 11:00 Uhr eine Warnung senden. In Oberhausen werden 43 Sirenen gleichzeitig den langgezogenen, einminütigen Entwarnton auslösen. Um 11:06 Uhr wird der eigentliche Warnton zu hören sein. Um 11:12 Uhr endet die Probealarmierung erneut mit dem Entwarnton.

Der Warntag bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu prüfen,

–       ob installierte Warn-Apps funktionieren

–       ob die Sirenensignale bekannt sind

–       ob Informationsquellen im Ereignisfall erreichbar sind

Informationen zur Bedeutung der Sirenensignale und Verhaltensempfehlungen finden sich auf der Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): www.bbk.bund.de.

Im Anschluss testet OXEA im Oberhausener Norden die eigene Sirene auf dem Werksgelände.

Aktuelles Thema Selbstschutz

In diesem Jahr steht das Thema Selbstschutz besonders im Fokus. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass außergewöhnliche Ereignisse – etwa Unwetter, länger andauernde Stromausfälle oder andere Schadenslagen – auftreten können. Daher ist es sinnvoll, dass sich jede und jeder auf solche Situationen vorbereitet.

Einsatzkräfte leisten im Ernstfall schnelle und professionelle Hilfe. Gleichzeitig ist es sinnvoll, dass Haushalte auf mögliche Ausnahmesituationen vorbereitet sind. Gerade in den ersten Stunden nach einem Ereignis ist es entscheidend, dass Haushalte eigenständig handlungsfähig bleiben. Wer für sich und seine Familie vorsorgt, schützt Leben, begrenzt Schäden und trägt dazu bei, die Einsatzkräfte spürbar zu entlasten.

Krisenbevorratung bedeutet dabei keine Panikmache, sondern verantwortungsvolle Vorsorge. Dazu gehören beispielsweise ein ausreichender Vorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser, eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien, ein batteriebetriebenes Radio sowie grundlegende Kenntnisse über das richtige Verhalten in unterschiedlichen Gefahrenlagen. Auch eine funktionierende Nachbarschaftshilfe kann im Ernstfall von großer Bedeutung sein.

Das Innenministerium hat hierzu die Broschüre „Selbstschutztipps für den Katastrophenfall“ veröffentlicht. Sie bietet praxisnahe Hinweise und konkrete Checklisten für den eigenen Haushalt. Ziel ist es, die Bevölkerung für mögliche Krisensituationen zu sensibilisieren und die Eigenvorsorge zu stärken. Nähere Infos: www.im.nrw/themen/gefahrenabwehr/versionen_selbstschutzguide.