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Wertvolles Wasser im Fokus: 14. Tage der Gärten und Parks in Westfalen- Lippe
Plätschernde Brunnen, spiegelnde Teiche, historische Wasserkünste und innovative Regenwasserkonzepte – am 13. und 14. Juni 2026 dreht sich in Westfalen-Lippe alles um das Element Wasser.
Bei den 14. „Tagen der Gärten und Parks“ öffnen etwa 250 private Gartenparadiese und öffentliche Parkanlagen ihre Tore und laden dazu ein, die vielfältige Gartenkultur der Region zu entdecken. Viele der Privatgärten können nur an diesem Wochenende besucht werden, während öffentliche Parkanlagen mit abwechslungsreichen Veranstaltungen einladen.
„2026 stehen die Tage der Gärten und Parks im Zeichen von ‚Wertvollem Wasser‘“, sagt Dr. Dorothee Boesler von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen. „Wasser spielt(e) in Gärten immer eine herausragende Rolle. Es stellt gestalterische Höhepunkte dar, schafft Lebensräume, beeinflusst das Mikroklima und macht Gärten mit allen Sinnen erlebbar. Gleichzeitig wird ein bewusster Umgang damit durch zunehmende Trockenperioden und den Klimawandel immer wichtiger.“
Viele der teilnehmenden Gärten zeigen praktische Ideen, wie sich Wasser im eigenen Garten sammeln, speichern und gestalterisch nutzen lässt – etwa durch naturnahe Teiche, Regenwassernutzung oder kleine Wasserelemente, die Lebensräume für Tiere schaffen und das Mikroklima verbessern.
Ein Blick in das Programm zeigt, wie vielfältig sich das Thema widerspiegelt:
Im Arboretum Hense in Lippetal wird beispielsweise spielerisch erkundet, warum Regen wichtig ist und was in Regentonnen lebt. Während Kinder das Thema entdecken, können Erwachsene die Anlage bei Führungen näher kennenlernen.
Auch im Klimagarten Schwerte steht das Wochenende im Zeichen von Gemeinschaft und Austausch. Beim „Tag des Strickens in der Öffentlichkeit“ wird gemeinsam gestrickt, begleitet von einem Café mit Kaffee, Kuchen und Erfrischungen. Ergänzt wird das Programm durch Informationen rund um Wasser, Biodiversität und Klimaschutz.
Ein besonderer Bestandteil der Veranstaltung sind die sogenannten „Fachführungen“. Diese finden in ausgewählten Gartendenkmälern statt und werden von der LWL-Denkmalpflege organisiert. Sie bieten spannende Einblicke in historische Anlagen, ihre Entwicklung und ihren Erhalt.
Im Haus Rüschhaus in Münster führen etwa der Landschaftsarchitekt Ehm Eike Ehrig und Kirsten Plathof durch den Garten. Dabei werden verschiedene historische Epochen sowie aktuelle Umgestaltungen vorgestellt.
Neben den Programmpunkten liegt ein besonderer Reiz im persönlichen Austausch: Viele private Gartenbesitzer:innen öffnen ihre individuell gestalteten Gärten und gewähren Einblicke in ganz unterschiedliche Gartenstile – vom romantischen Landgarten bis zum Sammlergarten.
„Ob Botanischer Garten, Klostergarten, Schlosspark oder privates Gartenparadies: Die teilnehmenden Orte zeigen die Vielfalt unserer Gartenlandschaft. Führungen, Mitmachaktionen, Konzerte und Lesungen machen Gartenkultur erlebbar“, sagt Eva Carrie, Koordinatorin der Initiative.
In diesem Jahr stehen die „Tage der Gärten und Parks“ zudem in Verbindung zur IGA Metropole Ruhr 2027. Besucher:innen haben bereits jetzt die Möglichkeit, die offenen Gärten der Region kennenzulernen und einen Vorgeschmack auf kommende Entwicklungen zu erhalten.
Viele Angebote sind kostenfrei, einige Gastgeber:innen freuen sich über eine kleine Spende.
Weitere Informationen, teilnehmende Gärten und Programmpunkte finden sich unter:
www.gaerten-in-westfalen.lwl.org