Stadtgespräch
Stadt will Baustellenkoordination personell stärken
Zwei zusätzliche Stellen sollen Baumaßnahmen besser aufeinander abstimmen und Verkehrsbelastungen reduzieren
Baustellen sind notwendig, um Straßen, Kanäle, Versorgungsleitungen und weitere Teile der städtischen Infrastruktur zu erhalten und zu modernisieren. Gleichzeitig führen parallellaufende Baumaßnahmen immer wieder zu Staus, Umleitungen und Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen. Die Stadt Oberhausen will deshalb ihre Baustellenkoordination personell und organisatorisch stärken.
Die Verwaltung hat hierzu einen Vorschlag vorbereitet, der zwei zusätzliche Stellen vorsieht. Vorgesehen sind eine Stelle für die übergeordnete Baustellenkoordination sowie eine weitere Stelle für das operative Baustellenmanagement. Über die Einrichtung der Stellen entscheidet der Rat der Stadt.
„Wir müssen unsere Infrastruktur erhalten und weiterentwickeln. Deshalb werden sich Baustellen auch künftig nicht vermeiden lassen. Unser Anspruch muss aber sein, die damit verbundenen Belastungen so gering wie möglich zu halten“, erklärt Oberbürgermeister Thorsten Berg. „Dafür brauchen wir eine frühzeitige Abstimmung, klare Zuständigkeiten und einen besseren Gesamtüberblick über die geplanten Maßnahmen im Stadtgebiet.“
Ziel der geplanten personellen Verstärkung ist es, Baumaßnahmen im Stadtgebiet noch besser aufeinander abzustimmen, mögliche Konflikte frühzeitiger zu erkennen und Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst zu reduzieren. Dabei geht es vorrangig um die Baumaßnahmen übergeordneter Vorhabenträger wie die Autobahn GmbH, Deutsche Bahn, Wasser- und Schifffahrtsamt, bei denen ein erheblicher Investitionsbedarf besteht. Darüber hinaus belasten der Fernwärmeausbau und die Digitalisierung der Versorgungsträger den städtischen Straßenraum mit nahezu 3.000 Baustellen pro Jahr erheblich. Daraus resultiert ein Koordinationsbedarf, der über die reine Erteilung verkehrsrechtlicher Anordnungen hinausgeht. Die städtischen Baumaßnahmen, wie z.B. Kanal- und Straßenerneuerungen, müssen mit diesen Maßnahmen synchronisiert werden.
„Nicht jede Baustelle liegt in der unmittelbaren Verantwortung der Stadt. Aber dort, wo wir koordinieren, abstimmen und informieren können, müssen wir unsere Möglichkeiten konsequent nutzen. Eine bessere Abstimmung hilft am Ende allen: den Menschen, die täglich unterwegs sind, den Betrieben, die erreichbar bleiben müssen, und denjenigen, die wichtige Infrastrukturmaßnahmen umsetzen“, so Berg weiter.
Auch Rückmeldungen aus Bürgerschaft, Wirtschaft und Politik zeigen, dass Verkehrsbelastungen im Zusammenhang mit Baustellen eine hohe Bedeutung haben. Gerade für Unternehmen sind Erreichbarkeit, Planbarkeit und verlässliche Informationen wichtige Standortfaktoren.
Die zusätzlichen Beschäftigten sollen deshalb die Abstimmung zwischen den beteiligten Fachbereichen, Unternehmen und weiteren Vorhabenträgern intensivieren. Größere und verkehrlich besonders relevante Maßnahmen sollen dadurch noch frühzeitiger begleitet und ihre Auswirkungen auf das umliegende Verkehrsnetz stärker in den Blick genommen werden.
Bereits heute informiert die Stadt Oberhausen über größere Baustellen im Stadtgebiet, unter anderem über das Baustellenportal. Dort können Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen zu aktuellen Maßnahmen abrufen. Mit der geplanten personellen Verstärkung soll die Arbeit rund um die Koordination von Baustellen nun auch organisatorisch weiterentwickelt werden. Zugleich sollen die Qualität, Aktualität und Verlässlichkeit der bereitgestellten Informationen weiter verbessert werden.
Nach einer Zustimmung des Rates werden die weiteren organisatorischen Schritte zur Einrichtung und Besetzung der Stellen vorbereitet.