Stadtgespräch
Oberbürgermeister Thorsten Berg verabschiedet Mitglieder des siebten Jugendparlaments
Mit gebührendem Dank für ihr ehrenamtliches Engagement in der Oberhausener Kommunalpolitik hat Oberbürgermeister Thorsten Berg die 18 Mitglieder des siebten Jugendparlamentes Oberhausen verabschiedet. Die Nachwuchsparlamentarierinnen und -parlamentarier waren am Mittwoch, 8. Juli 2026, im Ratssaal zur 19. und letzten Sitzung der Wahlperiode zusammengekommen.
„Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein sich die Mitglieder des Jugendparlaments für die Belange junger Menschen eingesetzt haben. Sie haben gezeigt, dass junge Menschen Politik aktiv mitgestalten wollen und können. Dafür gebührt ihnen großer Dank und Anerkennung“, betonte Oberbürgermeister Thorsten Berg.
Jugendparlament zieht nach zwei Jahren Amtszeit Bilanz
In ihrer Bilanz, die die Mitglieder zogen, wurde deutlich, wie vielfältig die Arbeit des Jugendparlaments in den vergangenen zwei Jahren war. So beteiligten sich die Jugendlichen unter anderem am Demokratietag sowie an der Internationalen Woche gegen Rassismus und setzten damit ein deutliches Zeichen für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Darüber hinaus standen politische Bildungsangebote auf dem Programm: Das Jugendparlament besuchte sowohl den Deutschen Bundestag als auch den Landtag Nordrhein-Westfalen und erhielt dabei spannende Einblicke in die parlamentarische Arbeit auf Bundes- und Landesebene. Auch den Austausch zwischen jungen Menschen und der Stadtpolitik förderte das Jugendparlament aktiv. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister organisierte es einen Jugenddialog, bei dem Jugendliche ihre Anliegen, Ideen und Wünsche direkt mit dem Oberbürgermeister diskutieren konnten. Mit einem Speed-Debating schufen die Mitglieder zudem ein weiteres Format, das den direkten Austausch zwischen Jugendlichen und politischen Vertreterinnen und Vertretern ermöglichte.
„Wir konnten viele Einblicke in politische Prozesse gewinnen, Verantwortung übernehmen und uns aktiv für unsere Interessen einsetzen“, sagt Sila Özer, die Vorsitzende des siebten Jugendparlaments Oberhausen: „So konnten wir viele neue Kontakte knüpfen und mit vielen engagierten Jugendlichen an einem Strang ziehen.“ Das kann der stellvertretende Vorsitzende Daris Bajric nur bestätigen: „Man hat uns zugehört, wenn wir Denkanstöße gaben. Wir haben nicht nur viel über Kommunalpolitik gelernt, sondern auch wichtige Erfahrungen im Bereich der Kommunikation und Teamarbeit gesammelt.“
Die Wahlen zum achten Jugendparlament Oberhausen sind bereits abgeschlossen. Insgesamt werden 27 Schülerinnen und Schüler von 14 weiterführenden Schulen ins Jugendparlament einziehen. Am 23. September 2026 wird es sich konstituieren; seine Amtszeit reicht bis in das Jahr 2028.
Hintergrund
Beim Jugendparlament handelt es sich um die direkt gewählte Interessenvertretung der Oberhausener Kinder und Jugendlichen. Das erste Oberhausener Jugendparlament konstituierte sich am 21. Juni 2012. Die Wahlperiode umfasst zwei Jahre. Gemeinsam setzen sich die Parlamentarierinnen und Parlamentarier für die Belange der Kinder und Jugendlichen in Oberhausen ein, werden an Vorhaben der Verwaltung beteiligt und initiieren eigene Aktionen. Jede weiterführende Schule in Oberhausen kann bei den Wahlen maximal drei Delegierte ins Jugendparlament entsenden.
Ein Mitglied des Jugendparlaments sitzt auch im Jugendhilfeausschuss, um dort die Interessen des Jugendparlaments und der jungen Bürgerschaft zu vertreten. Zudem haben die Jungparlamentarierinnen und -parlamentarier Rederecht in jedem Ratsausschuss. Zwei Mitglieder sind Delegierte im Kinder- und Jugendrat NRW, der landesweiten Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen.