Stadtgespräch

20 Jahre Lese- und Rechtschreibförderung an Oberhausener Grundschulen

Mit einer bundesweit einzigartigen Maßnahme, die auf einen Beschluss des Jugendhilfeausschusses hin erfolgte, fördert das Jugendamt seit 20 Jahren Grundschülerinnen und -schüler mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS). Hintergrund war, dass jedes fünfte Kind Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten hatte. Drei Schwerpunkte zeichnen die Maßnahme bis heute aus: Lese- und Rechtschreibförderung für Klasse 2 und 3 mit vorheriger Rechtschreibtestung, Qualifizierung von Lehrkräften und Elternberatung. Ziel war und ist es, eine Benachteiligung der Kinder zu vermeiden und ihre Bildungschancen zu erhöhen.

27.04.2026

Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens dieser besonderen Förderung lud der Fachbereich Jugendförderung am Dienstag, 21. April 2026, zu einer Jubiläumsveranstaltung in die Räumlichkeiten der Apostelkirchengemeinde auf der Dorstener Straße ein. 70 geladene Gäste aus Verwaltung und Schule nahmen teil.

Dort zogen die Organisatoren eine stolze Bilanz: Alle 29 Grundschulen mit 29 LRS-Beauftragten nehmen an der Maßnahme teil. Dies bedeutet, dass pro Jahr 60 zusätzliche LRS-Fachkräfte bis zu 1.000 Schülerinnen und Schüler in Klasse 2 und 3 mit 7.600 LRS-Stunden in 160 Gruppen fördern. Die Elternberatung der von LRS-betroffenen Kinder nimmt einen besonderen Stellenwert ein: Pro Jahr gibt es 1.400 Elterngespräche an zwei Elternsprechterminen. 2019 war das Projekt sogar als herausragendes kommunales Engagement für den Deutschen Lesepreis nominiert worden.

Ein besonderer Dank galt denn auch auf der Jubiläumsveranstaltung den Oberhausener Mitwirkenden aus Schule, Verwaltung und Politik, die diese Maßnahme über zwei Jahrzehnte gestützt und durch ihr vielfältiges Engagement getragen haben.