Stadtgespräch
4. OBERHAUSENER WIRTSCHAFTSEMPFANG DES OBERBÜRGERMEISTERS
Die Temperaturen beim diesjährigen Oberhausener Wirtschaftsempfang am 24. Juni waren rekordverdächtig – die Teilnehmerzahl ebenfalls. Mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Verbänden und Gewerkschaften sind der Einladung der Stadt Oberhausen und der Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung in die Sponsorenkantine von RWO gefolgt und nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen und Perspektiven des Wirtschaftsstandorts Oberhausen auszutauschen.
Schon die „Stadionführung mit Ecki“ im Vorfeld der Veranstaltung brachte selbst eingefleischten Fußballfans viele neue Einblicke und Erkenntnisse.
In seiner Rede machte Oberbürgermeister Thorsten Berg deutlich, dass Unternehmen und Kommunen gleichermaßen vor großen Herausforderungen stehen. Zugleich würdigte er die Innovationskraft und das vielfältige Engagement der Unternehmen, ob in Sport, Kultur oder sozialen Bereichen. Umso wichtiger sei es, die Services für die Wirtschaft dort konsequent zu verbessern, wo Oberhausen selbst Einfluss nehmen könne: durch schnellere Verfahren, verlässliche Ansprechpartner und eine noch stärkere Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wirtschaft. „Wir werden nicht jede Standortentscheidung über Steuern oder Grundstückspreise gewinnen. Aber wir können die Stadt sein, die mit Tempo, Verlässlichkeit und guten Lösungen überzeugt“, so Berg. Dabei kündigte er an, die OWT künftig noch sichtbarer als zentrale Ansprechpartnerin für Unternehmen zu positionieren.
Dr. Andreas Henseler, Geschäftsführer der OWT und der Entwicklungsgesellschaft Neu-Oberhausen (ENO), stellte die Wandlungsfähigkeit Oberhausens in den Mittelpunkt seiner Rede. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seien starke Netzwerke und eine praxisnahe Wirtschaftsförderung entscheidend. Die OWT begleite Unternehmen mit Beratung, Investorenservice, Fachkräfteentwicklung, Gründungsunterstützung und Zentrenmanagement durch Transformationsprozesse und schaffe gemeinsam mit der ENO die Plattform, auf der Wirtschaft, Politik und Verwaltung Lösungen für den Standort entwickeln. „Unser Anspruch ist klar: Unternehmen sollen sich auf ihr Geschäft konzentrieren können – wir kümmern uns darum, Wege zu ebnen, Netzwerke zu schaffen und Chancen sichtbar zu machen.“
Marcus Uhlig, Vorstand des SC Rot-Weiß Oberhausen, war sichtlich stolz darauf, so viele Unternehmen in den Räumen von RWO begrüßen zu können. Seit einem Jahrhundert ist das Stadion Niederrhein mehr als nur ein Fußballplatz. Es ist Wohnzimmer, Treffpunkt und für viele Menschen auch Heimat. Deshalb warb er auch dafür, den Verein zu unterstützen.
Der große Zuspruch zum Wirtschaftsempfang machte deutlich, wie wichtig der persönliche Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung für den Standort Oberhausen ist. Die hohe Beteiligung zeigte zugleich, dass sich die Oberhausener Unternehmen aktiv in die Weiterentwicklung ihres Standorts einbringen wollen. Genau dafür schafft der Wirtschaftsempfang seit seiner Einführung im Rahmen des Masterplans Wirtschaft den passenden Rahmen. Der Abend machte deutlich: Ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort entsteht nicht allein durch Infrastruktur oder Förderprogramme, sondern vor allem durch Vertrauen, Dialog und das gemeinsame Gestalten von Zukunft.
Der nächste große Branchentreff steht bereits an: Das 14. Oberhausener Wirtschaftsforum am 5. November 2026 wird unter dem Motto „Wir können(s) auch anders““ erneut Raum für Diskussion und Dialog bieten. www.wirtschaftsforum-oberhausen.de