Stadtgespräch

Demokratisch ist man nicht allein! Stadt Oberhausen lädt zum dritten Mal zur Woche der Demokratie

Demokratie ist weit mehr als ein Kreuz auf dem Wahlzettel. Sie zeigt sich dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Verantwortung übernehmen, unterschiedliche Meinungen aushalten und gemeinsam ihre Stadt gestalten. Genau das macht die Woche der Demokratie vom 13. bis 24. September 2026 in Oberhausen sichtbar. Bereits zum dritten Mal verwandelt sich die Stadt in einen Ort der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Engagements. Mit mehr als 60 Veranstaltungen laden Vereine, Schulen, Initiativen, Kultur- und Bildungseinrichtungen dazu ein, Demokratie auf ganz unterschiedliche Weise zu erleben.

03.09.2026
Freuen sich auf die bevorstehende Woche der Demokratie (v.l.n.r.): André Wilger, Demokratiebüro, Patrizia Eikelberg, Stadt Oberhausen, Ehrenamtlicher Dirk Paasch, Oberbürgermeister Thorsten Berg, Tim Tzscheppan, Demokratiebüro, Kulturdezernent Apostolos Tsalastras, Antje Krüger, Arbeit und Leben Oberhausen, und Matthias Ruschke, VHS Oberhausen. Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne

„Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Debatten zunehmend polarisiert geführt werden, ist es wichtig, Räume für Begegnung und Austausch zu schaffen. Denn wer sich beteiligt, Fragen stellt, zuhört oder seine eigene Perspektive einbringt, stärkt unsere demokratische Stadtgesellschaft“, sagt Oberbürgermeister Thorsten Berg. „Die Woche der Demokratie zeigt, wie viel demokratisches Engagement in unserer Stadt steckt. Ich freue mich besonders darüber, dass sich so viele Menschen und Einrichtungen beteiligen.“

Für Menschen jeden Alters was dabei

Unter dem Motto „Demokratisch ist man nicht allein“ richtet sich das Programm an Menschen jeden Alters. Es verbindet Kultur, Bildung, Geschichte und gesellschaftspolitische Themen mit kreativen Mitmachangeboten und zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig demokratisches Leben sein kann.

„Demokratie findet nicht nur in Parlamenten und Wahllokalen statt, sondern mitten in unserem Alltag – in Schulen, Vereinen, Kulturhäusern und Nachbarschaften“, betont Kulturdezernent Apostolos Tsalastras. „Kultur kann dabei Brücken bauen: Sie eröffnet neue Perspektiven, bringt Menschen miteinander ins Gespräch und schafft Möglichkeiten, sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen. Genau diese Vielfalt wollen wir mit der Woche der Demokratie sichtbar und erlebbar machen.“

Vom Westbalkan Youth Orchestra bis zu Graphic-Recording-Plakate

Den Auftakt der Demokratie-Woche bildet am Sonntag, 13. September, von 17 bis 19.30 Uhr ein besonderes Konzerterlebnis mit dem Westbalkan Youth Orchestra und der Städtischen Musikschule Oberhausen in der Luise-Albertz-Halle. Darüber hinaus lädt die Aktion „Das mag ich an meiner Stadt!“ dazu ein, persönliche Erinnerungen, Lieblingsorte und Gedanken über Oberhausen aufzuschreiben. Aus den Beiträgen entstehen Graphic-Recording-Plakate, die später öffentlich präsentiert werden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung junger Menschen. Rund um den Internationalen Tag der Demokratie am Dienstag, 15. September, gestalten Oberhausener Schulen gemeinsam Projekte, Ausstellungen und eine Kundgebung im Rathaus. Schülerinnen und Schüler aller Schulformen setzen sich kreativ mit demokratischen Werten auseinander und bringen ihre Perspektiven in die Stadtgesellschaft ein.

Diskussionen, Vorträge und gemeinsame Aktionen

Das umfangreiche Programm greift viele gesellschaftliche Fragen auf: Wie begegnet man Populismus im Alltag? Welche Rolle spielen Bildung, Gleichberechtigung oder soziale Medien für unsere Demokratie? Wie kann Erinnerungskultur helfen, demokratische Werte zu schützen? Vorträge, Workshops, Stadtrundgänge und Diskussionsveranstaltungen eröffnen vielfältige Zugänge und laden zum Mitdenken ein. Gleichzeitig schaffen kreative Angebote, Ausstellungen und gemeinsame Aktionen Räume für Begegnung und Austausch.

Den Abschluss bildet am 24. September das große Fest „Oberhausen hält zusammen“. Musik, Kabarett, Mitmachaktionen, internationale Spezialitäten und ein „Markt der Möglichkeiten“ bringen Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen und feiern das, was Demokratie ausmacht: Offenheit, Respekt und Zusammenhalt.

Das komplette Programm finden Sie hier: demokratieprog2026.pdf