Stadtgespräch | Umwelt

Erfolgreicher Auftakt – Frühjahrsputzwoche 2026 steht in den Startlöchern

Mit einer eindrucksvollen Kippensammelaktion am großen Markt in Sterkrade hat Oberbürgermeister Thorsten Berg gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des BUND, Mitgliedern des Naturschutzbeirates sowie Schülerinnen und Schüler des Sophie-Scholl-Gymnasiums am Donnerstag, 5. März 2026, den 21. Oberhausener Frühjahrsputz eröffnet. Die Aktionswoche startet offiziell am Samstag, 7. März 2026, und dauert bis Samstag, 14. März 2026, an. Von der der städtischen Abfallberatung gemeinsam mit den Wirtschaftsbetrieben Oberhausen GmbH (WBO) organisiert, leistet sie einen wichtigen Beitrag für den Umwelt- und Ressourcenschutz. Denn weniger Müll in Grünanlagen, auf Spielplätzen und an Gewässern bedeutet konkret: weniger Schadstoffe im Boden, weniger Mikroplastik und weniger Gefahren für Tiere.

09.03.2026
Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne

Umweltbewusstsein im Alltag macht den Unterschied

Oberbürgermeister Berg betonte bei der Eröffnung die Bedeutung alltäglicher Entscheidungen für den Umweltschutz. „Umweltschutz braucht nicht immer die ganz großen Entscheidungen. Es ist das gelebte Umweltbewusstsein im Alltag der Menschen, das den Unterschied macht,“ erklärt er. Denn der Frühjahrsputz bietet weit mehr als nur eine Reinigungsaktion: Er ist ein starkes Gemeinschaftsprojekt für Umweltbewusstsein, Zusammenhalt und Lebensqualität in Oberhausen, bei dem Nachbarschaften, Schulen, Vereine und Unternehmen gemeinsam aktiv werden. Die Zahlen aus 2025 zeigen, welches Potenzial in der gemeinsamen Aktion steckt: 178 angemeldete Einzelaktionen, 8.701 Teilnehmende (Rekord), 37,2 Tonnen gesammelter Müll. Auch in diesem Jahr sind bereits 7.772 Teilnehmende gemeldet.

 

Bewusstsein schaffen: Kippensammelaktion zum Auftakt

Im Rahmen der Eröffnungsaktion sammelten die Anwesenden zahlreiche Zigarettenstummel im Stadtgebiet. Mit umweltverträglicher Kreide wurden an den Fundorten Smileys und Botschaften wie „Kippe weg, Smiley da!“ oder „Jede Kippe ein Smiley!“ hinterlassen – ein kreativer Impuls für mehr Aufmerksamkeit im Alltag. Markus Werntgen-Orman, Leiter des Bereiches Umwelt der Stadt Oberhausen, brachte die Kernbotschaft auf den Punkt: „Manchmal sind es die kleinsten Dinge, die die größte Wirkung haben. Eine Zigarettenkippe ist nur wenige Zentimeter groß – doch ihre Auswirkungen auf Umwelt, Tiere, Böden und Gewässer sind enorm.“ Die aufgestellte Plexiglassäule mit den gesammelten Kippen machte sichtbar, wie viele Stummel bereits in kurzer Zeit zusammenkommen. Genau diese Sichtbarkeit soll zum Umdenken anregen.

Der Walking Act „Stefan Stummel“ informierte während der Sammelaktion auf humorvolle, aber eindringliche Weise über die Folgen achtlos entsorgter Zigarettenreste. Die städtische Abfallberatung bot mit Taschenaschenbechern und Informationsmaterial zugleich praktische Lösungen an.

 

Das Programm in diesem Jahr: Umweltbildung und Stadtführungen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch 2026 auf der frühzeitigen Umweltbildung. Grundschulen und Kitas können während des Aktionszeitraums den Theaterpädagogen Patrick Strohm als „Herr Stinknich“ kostenlos buchen. Spielerisch vermittelt er Themen wie Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit – ein Angebot, das auch in diesem Jahr stark nachgefragt wird.

Zwei kostenlose Stadtführungen, angeboten von der städtischen Abfallberatung, verbinden Sammelaktion und Stadtgeschichte, und zwar am Samstag, 7. März 2026, um 14 Uhr in Sterkrade und am Samstag, 14. März 2026, um 14 Uhr in Alt-Oberhausen. Damit wird der Frühjahrsputz zugleich zu einer Entdeckungsreise durch Oberhausen.

Zum zehnten Mal ist der Oberhausener Frühjahrsputz zudem bei der europaweiten Kampagne Let’s Clean Up Europe angemeldet. Damit ist die Aktionswoche Teil eines internationalen Signals gegen Vermüllung.

 

Weitere Informationen unter: www.sauberes-oberhausen.de