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FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch in den Osterferien

Das vom Kommunalen Integrationszentrum Oberhausen umgesetzte Landesprogramm „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ stößt auf immer mehr Interesse: Nach 25 Schülerinnen und Schülern in den Sommerferien 2023 und 97 in den Herbstferien 2023 nahmen in den diesjährigen Osterferien 146 Kinder und Jugendliche aus 28 Herkunftsländern teil. Das Förderprojekt bietet neuzugewanderten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, außerhalb der Unterrichtszeit ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen und diese in Alltagssituationen anzuwenden.

11.04.2024
Die Kinder machten unter anderem auch einen Ausflug zum Kaisergarten, wo sie viel über Tiere lernten. (Foto: Stadt Oberhausen)

Die Schülerinnen und Schüler stammten aus Afghanistan, Albanien, Algerien, Äthiopien, Benin, Bosnien und Herzegowina, Elfenbeinküste, Eritrea, Frankreich, Ghana, Griechenland, Guinea, Indonesien, Irak, Italien, Kasachstan, Libanon, Mali, Nordmazedonien, Polen, Rumänien, Russland, Somalia, Sri Lanka, Syrien, Tunesien, Türkei, Ukraine und Vietnam. Sie alle verbesserten ihre Deutschkenntnisse und erweiterten ihre sprachlichen Alltagskompetenzen. Intensiv gefördert und angeleitet wurden sie von 14 Sprachlernbegleiterinnen und -begleitern, die zuvor entsprechend qualifiziert worden waren und je zu zweit eine Gruppe leiteten. Gemeinsames Frühstücken und Mittagessen ergänzten den abwechslungsreichen und methodisch vielfältigen Tagesablauf, bei dem auch Spiel und Spaß nicht zu kurz kamen. Das Projekt fand vom 25. März bis zum 5. April 2024 täglich von 8 bis 15 Uhr in Räumen der Astrid-Lindgren-Schule und der Fasia-Jansen-Gesamtschule statt.

Anastassia Mitkin, eine der Sprachlernbegleiterinnen betont: „Ich finde das Projekt sehr sinnvoll für die Kinder und Jugendlichen, da es Möglichkeiten bietet, die deutsche Sprache in einem anderen als im üblichen Schulkontext zu vertiefen.“ Und Ece Cetin ergänzt: „Neben dem sprachlichen Aspekt lege ich auch großen Wert auf soziale Kompetenzen, die vor allem durch Teamwork in erlebnispädagogischen Spielen gefestigt werden. Dabei benutzen die Schülerinnen und Schüler die Zielsprache Deutsch, um Absprachen zu treffen und Probleme zu lösen. Ich habe nach der ersten Woche schon festgestellt, dass die Jugendlichen dadurch immer mehr Deutsch sprechen möchten, während sie sich zu Beginn eher seltener getraut haben. In der Reflexion, die wir jeden Tag machen, hat ein Schüler gesagt, dass ihm das Programm – gerade wegen der Zusammenarbeit als Gruppe – besonders Spaß mache.“

Das „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ wurde vom NRW-Landesministerium für Schule und Bildung entwickelt. 80 Prozent der Projektkosten trägt das Land Nordrhein-Westfalen. Die verbleibenden 20 Prozent trägt die Stadt Oberhausen als Eigenanteil.