Stadtgespräch

Stadt Oberhausen: Beginn mit fahrradfreundlichem Umbau von Knotenpunkten

Die Stadt Oberhausen startet mit dem Umbau der ersten Querungsstelle im Rahmen des Förderprojektes zur Aufwertung der Knotenpunkte (Querungsstellen) von Rad- und Fußwegetrassen mit Stadtstraßen. Begonnen wurden die Bauarbeiten an der Querungsstelle Jacobi-Trasse/Michelstraße.

17.01.2024
Skizze Radquerung

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich im Rahmen von drei Informationsveranstaltungen über das Vorhaben informieren. Die erste Informationsveranstaltung findet am 6. Februar 2024, 16 bis 18:30 Uhr, zu den Knotenpunkten an der Richard-Wagner-Allee und Jacobi-Trasse statt. An einem Informationsstand an der Kreuzung Richard-Wagner-Allee/ Jacobitrasse/ Fahnhorststraße sind Fachleute der Verwaltung vor Ort und beantworten Fragen interessierter Bürger. Die Termine der Informationsveranstaltungen zur HOAG-Trasse/Grüner Pfad und zur Styrumer Allee werden im Laufe dieses Jahres über die städtischen Kanäle (Homepage und Social Media) sowie über die örtliche Presse angekündigt.

Auf Oberhausener Stadtgebiet verlaufen mehrere Rad- und Fußwegetrassen, die zum größten Teil auf stillgelegten ehemaligen Bahntrassen entstanden sind und eine wesentliche Achse für den Rad- und Fußverkehr darstellen. Diese befinden sich abseits von Straßen. Die Trassen werden bereits heute intensiv vom Alltags- und Freizeitradverkehr genutzt. Problemstellen sind jedoch die Knotenpunkte (Querungsstellen) mit Stadtstraßen (zum Beispiel Anlieger- bzw. Sammelstraßen) im Verlauf dieser Radwegetrassen. Ein Teil der Querungsstellen konnte bereits beim Bau der Radwegetrassen zum komfortablen, d. h. schnellen und sicheren Überqueren, planfrei durch Brücken oder durch Unterführungen hergestellt werden.

Aufgrund der baulichen Situationen war dies nicht an allen Knotenpunkten möglich. In der Regel sind diese Stellen nicht als hochwertige Fuß- und Radverkehrsquerungsstellen ausgebaut und bieten keine komfortable und verkehrssichere Querungsmöglichkeit. Zudem ist der motorisierte Individualverkehr gegenüber dem Radverkehr an allen Knotenpunkten mit den Rad- und Fußwegetrassen bevorrechtigt. Zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs ist daher geplant, an 13 Querungsstellen der HOAG- Trasse, des Grünen Pfades, der Jacobi-Trasse, der Styrumer Allee und der Richard-Wagner-Allee eine bauliche Aufwertung vorzunehmen. Zudem wird an vielen Stellen eine Bevorrechtigung des Rad- und Fußverkehrs umgesetzt. Der Umbau der Querungsstellen ist Teil des beschlossenen Straßen- und Wegekonzeptes der Stadt Oberhausen.

Das Ziel der baulichen Maßnahmen ist eine Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie eine deutliche Aufwertung der Trassen und die Verringerung der Benachteiligung für den Rad- und Fußverkehr. Hierzu werden, neben einer Verringerung der Reisezeiten, der Komfort und die Sicherheit beim Queren der Straßen deutlich gesteigert. An allen Stellen wird die Barrierefreiheit verbessert, indem taktile Leitelemente für Seheingeschränkte und Absenkungen geschaffen werden. Dabei soll die Nutzbarkeit der Straßen für den mootorisierten Individualverkehr nicht eingeschränkt werden. Des Weiteren orientiert sich die Gestaltung der Querungsstellen an den Hinweisen für den Rad- und Fußverkehr „Querungsstellen für die Nahmobilität“ der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS).

Die Planung und der Bau wird durch das Förderprogramm „Innovative Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland“ des Bundesministeriums Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert.