Stadtgespräch

Willkommen auf dem Hof Köster!

“Wir machen aus dem, was wir haben, das Beste. Das ist ein urbäuerliches Prinzip, nach dem viele Landwirte wie auch wir immer noch wirtschaften. Würden unsere Kinder eines Tages in unsere Fußstapfen treten, dann wären sie die sechste Generation“, sagt Christoph Köster und blickt auf den Hof, auf dem er aufgewachsen ist. Von April bis Juni ist die Spargelernte in vollem Gange, ab Ende Mai/Anfang Juni sind die Erdbeeren reif.

14.07.2022
Mann mit Kuh

MORGENS AM STRAUCH, ABENDS IM BAUCH

Bei Kösters gibt es die hofeigenen Erdbeeren nur für eine relativ kurze Zeit von bis zu fünf Wochen. „Der Grund dafür ist einfach: Wir haben uns für eine sehr wohlschmeckende Erdbeersorte entschieden, die man nicht im Supermarkt bekommt, sondern die wir auf dem Feld gegenüber anbauen. Wir nennen sie ‚die Tageserdbeeren‘. Sie sind so geschmackvoll, dass man sie unter anderem deswegen noch am selben Tag verzehren muss“, lacht Barbara Köster und fährt fort: „Als Nachtisch zu unseren Kartoffeln und zum Spargel, ebenfalls vom Hof, dazu ein gekühlter Erdbeer-Secco, alles aus unserem Hofladen – da hat man ein tolles Menü für die Feiertage zusammen!“

IM HOFLADEN: DAS BESTE IN GREIFBARER NÄHE

Neben den eigenen Spezialitäten sind im Hofladen auch eine große Auswahl an Produkten von Bauernhöfen aus NRW zu finden. Die Zusammenarbeit mit den Berufskollegen hat beim Köstershof lange Tradition. So lassen sich Fragen der Kunden schnell und persönlich mit dem Erzeuger klären. Das schafft Vertrauen und Sicherheit. Neben Kuhmilch gibt es auch viele aus Ziegenmilch hergestellte Köstlichkeiten. Bei der Kundschaft beliebt sind die Vollkornprodukte der Biobäckerei Kabouter aus Duisburg oder die große Auswahl an Kuchen aus dem Isseltal. „Wer einmal von den Kuchen gekostet hat, kommt jeden Tag wieder und will mehr davon“, verrät einer der Stammkunden, der sich ein Stück Erdbeerkuchen einpacken lässt.

„DIE NATUR VERSCHWENDET NICHTS.“

Wie ein landwirtschaftliches Prinzip besagt, versucht man, alles zu nutzen und nichts zu verschwenden. Und was der Mensch nicht essen kann, kann die Natur verwerten. „Aus diesem Grund halten wir es auch für sinnvoll, Rinder zu halten, damit unser Grünland genutzt wird“, erklärt Barbara Köster. Auf dem Köstershof leben die Tiere in Gruppen und auf Stroh. Ihnen wird mehr Zeit gegeben, in Ruhe langsam zu wachsen. Vor rund sieben Jahren haben die Kösters auch mit der Haltung von Hühnern begonnen. „Wir haben uns für einen mobilen Hühnerstall entschieden, den wir über unsere gesamte Wiese bewegen können, sodass unsere Tiere regelmäßig eine neue Grünfläche erhalten. Das Ergebnis: Den Hühnern geht es super, die Eier sind richtig lecker und unsere Kunden sehr zufrieden“, zeigt sich Christoph Köster glücklich. Aus den Eiern selbstgemachte Produkte wie Eierlikör in einer großen Auswahl von klassisch bis zu exotischen Geschmacksrichtungen gibt es auch im Hofladen zu kaufen.
Dass sich das gemäßigte Klima verändert und es weniger regelmäßig regnet, merken die Kösters bei ihrer täglichen Arbeit. Bei gewissen Kulturen müssen sie mit künstlicher Beregnung nachhelfen. Seit mehreren Jahren arbeiten sie daran, sich immer mehr von fossilen Brennstoffen zu lösen: Mit einem eigenen Blockheizkraftwerk, das mit Hackschnitzeln aus der Heckenpflege befeuert wird, beheizen sie den Hofladen und das gesamte Wohnhaus. Auf den Dächern befindet sich eine Photovoltaikanlage – ein Messgerät zeigt an, wieviel CO2 durch die selbstgewonnene Energie eingespart wird. „Der Kreislauf der Natur findet sich überall wieder – wir sollten nicht aus den Augen verlieren, dass das Beste immer in Sichtweite ist!“ 

Das Beste – so wissen Barbara und Christoph Köster genau – sind auch die Menschen, mit denen sie zusammenarbeiten: „Hinter einer erfolgreichen Landwirtschaft steht auch immer ein tolles Team. Und unser Team ist unsere Qualitätskontrolle, unser Gesicht im Dorf, unser Kontakt zur Kundschaft. Wir sind überaus glücklich, dass unser Team voll und ganz hinter unserem Köstershof steht.“ Zu einem gemeinsamen Essen kommen mittags alle zusammen – die Kösters, die dauerhaften Mitarbeitenden und die saisonalen Unterstützer – und tauschen sich aus: über bisher Erreichtes und neue Vorhaben.