Die neue Oh! | Titelthema
NEUE AUSSTELLUNG „MYTHOS WALD”
Ein urzeitlicher Riesenhirsch, ein echter Ausstellungshöhepunkt: „Mythos Wald“ erweckt im Gasometer die Superlative unserer Wälder zum Leben.
In unterschiedlichen Kapiteln werden bis zum 30. Dezember 2026 anhand von Original-Exponaten, Bildern und Filmsequenzen bewaldete Landschaften vom europäischen Urwald bis zum tropischen Regenwald gezeigt. „Mythos Wald“ entführt in eine Wunderwelt aus unbekannten Geschöpfen und präsentiert dabei neben einem Fossil des zweieinhalb Meter langen Gliederfüßers aus dem Karbonzeitalter auch das einzigartige Originalskelett des vor rund 7.000 Jahren ausgestorbenen Riesenhirschs.
Auf eine sinnliche Reise durch die morgens erwachenden Wälder auf fünf Kontinenten geht es mit der audiovisuellen Inszenierung „Global Sunrise“.
Schützenswerter Baumbestand
Mit großformatigen, teilweise erstmals zu sehenden Bildern und Filmsequenzen ermöglicht die Ausstellung einen intensiven Blick in die Wälder unserer Erde und auf ihren schützenswerten Baumbestand. Zu sehen sind unter anderem Aufnahmen der fliegenden Flüsse über dem Kronendach des Regenwalds, der Urwälder im rumänischen Făgăraș-Gebirge oder Kilian Schönbergers Fotografie der berühmten „Kamineiche“.
Die von innen hohle, mächtige Stieleiche steht seit beinahe einem halben Jahrtausend im Reinhardswald und stellt eine lebendige Verbindung zur deutschen Geschichte dar.
Faszinierendes Ökosystem
Der Wald ist ein faszinierendes Ökosystem mit einer unfassbaren Fülle an Geschöpfen, wie Fotos von Eichelbohrern, Faultieren oder sogar einem Wolf in der Kirchheller Heide zeigen. Noch vor wenigen Jahren gab es im Ruhrgebiet Wölfe nur im Tierpark, war die Region doch mehr als 150 Jahre lang vom Bergbau geprägt.
Herrlich rot leuchten hingegen die Hüte der Fliegenpilze mit ihren weißen Tupfen in unseren Wäldern. Das einzigartige Gewächs ist weder Tier noch Pflanze, sondern bildet in der Biologie eine eigene Rangstufe.
Monumentale Lichtinstallation
Den spektakulären Höhepunkt der neuen Ausstellung bildet die monumentale Lichtinstallation „Der Baum“, für die die Pioniere der Medienkunst Ars Electronica Solutions aus Österreich verantwortlich zeichnen.
Auf der oberen Etage bietet sich den Gästen ein einmaliger Blick aus dem optisch gestalteten Wurzelwerk in die hoch in den Himmel des Gasometers aufsteigende abstrakte Baumkrone. Diese bisher noch nie realisierte Kunstinszenierung übersetzt als monumentale Skulptur die enge Beziehung des Menschen zum Wald in ein sinnlich erfahrbares Geschehen.
Im Einklang mit einer eigens dafür geschaffenen musikalischen Komposition von Rupert Huber entsteht ein poetisches Gesamtwerk – so einzigartig, wie es nur im Gasometer möglich ist.