Stadtgespräch

Neue Auszeichnung: Stadt Oberhausen würdigt Baukultur

Die Stadt Oberhausen hat zum ersten Mal die Auszeichnung Baukultur Oberhausen vergeben. Mit der Ehrung sollen künftig jährlich Beispiele herausragender Baukultur gewürdigt werden. Die Preisträger 2023: Das Jobcenter mit dem Altmarkt-Garten, das Pumpwerk der Emschergenossenschaft in Holten und das 93 Jahre alte Rathaus an der Schwartzstraße.

20.10.2023
Quelle: Stadt Oberhausen / Tom Thöne

Oberhausens Schatz an Baukultur sichtbar machen

Der Rat der Stadt hatte auf die Initiative des Gestaltungsbeirates und der Stadtverwaltung beschlossen, die Auszeichnung ins Leben zu rufen. Sie verfolge vor allem zwei Ziele, erklärte Oberbürgermeister Daniel Schranz: „Erstens wollen wir uns, allen Oberhausenerinnen und Oberhausenern, aber auch allen Besucherinnen und Besuchern vergegenwärtigen, welchen Schatz an Baukunst wir in unserer Stadt haben. Und zweitens wollen wir mit dieser Auszeichnung dazu beitragen, dass bei Neu- und Umgestaltung des Stadtbildes in Oberhausen bei allen Beteiligten der Gedanke von gestalterischer Qualität immer stärker im Fokus steht.“

Ein qualitätsvolles Stadtbild müsse eines der wichtigen Ziele sein, betonte Schranz, weil die Umgebung, in der Menschen lebten, eine Grundlage für ihr Wohlbefinden, für ein friedliches und fruchtbares Zusammenleben sei. Darüber waren sich auch die Fachleute einig, die sich bei der Podiumsdiskussion über das Thema Baukultur austauschten; sie betonten, dass Baukultur kein Luxus sei, und dass Bauherren sich ihrer Verantwortung bewusst sein müssten – denn was sie bauen lassen, präge die Umwelt über Jahrzehnte.

 

Pumpwerk Oberhausen: „modern gedachtes Industriegebäude“

Das gilt auch für Infrastrukturbauten: Die „hervorragende Verbindung von Landschaft und Architektur“, für die das Pumpwerk Oberhausen stehe, sei ein Symbol für ein Umdenken, sagte Laudator Peter Köddermann, Geschäftsführer der Landesinitiative „Baukultur NRW“ über den grünen Bau in Holten, der 2021 in Betrieb genommen worden war; er sei „ein Industriegebäude, modern gedacht“. Professor Niklaus Fritschi vom Düsseldorfer Atelier Fritschi + Stahl nahm die Auszeichnung voller Rührung entgegen: „Das war mein erstes Industrieprojekt – und gleichzeitig mein letzter großer Wettbewerbsentwurf“, sagte der 78-jährige Architekt.

 

Jobcenter mit Altmarktgarten zeigt, „was in Zukunft möglich ist“

Beim Jobcenter sei etwas völlig Neues ausprobiert worden, sagte Köddermann über den Backsteinbau am Altmarkt, nämlich die Verbindung von Behörde, Gewächshaus und Forschungseinrichtung: Der vom Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi entworfene Bau zeige mit seinem Programm und seiner Nutzung, „was heute und in Zukunft möglich ist“. Professor Johannes Kuehn sagte mit Blick auf die anderen Auszeichnungen für das Gebäude: „Wir haben international sehr viel Feedback für das Projekt bekommen: Ihr Haus ist wirklich bekannt.“

Rathaus Oberhausen: „besondere Perspektive auf Stadtentwicklung“

Geplant und gebaut in den 1920er-Jahren, ist das Rathaus Oberhausen 1930 auf dem Galgenberg eröffnet worden. Laudator Köddermann hob „die ganz besondere Perspektive auf Stadtentwicklung“ hervor, die Stadtbaumeister Ludwig Freitag und der Beigeordnete Eduard Jüngerich gemeinsam im als Parkstadt angelegten Behördenviertel in Oberhausen umsetzten. Ludwig Freitags Enkelin Dr. Ute Albers dankte im Namen der Familie für die Auszeichnung, 50 Jahre nach dem Tod ihres Großvaters, und sagte mit Blick auf den frisch sanierten Ratssaal mit der restaurierten Stuckdecke: „Das hätte ihn sicher sehr stolz gemacht.“

Die Auszeichnung Baukultur ist nicht mit einem Preisgeld versehen. An den ausgezeichneten Gebäuden werden Hinweise zur Auszeichnung mit Nennung der Architekten und Architektinnen und des Bauherrn oder der Bauherrin angebracht.

Sport | Stadtgespräch

Rosemarie Haczkiewicz erhält höchste Auszeichnung für Engagement im Sport

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat in Vertretung von Ministerpräsident Hendrik Wüst am Mittwoch, 18. Otober 2023, der Oberhausenerin Rosemarie Haczkiewicz die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Die Auszeichnung fand im Rahmen einer Festveranstaltung in Solingen statt, bei der 15 weitere Bürgerinnen und Bürgern des Landes gewürdigt wurden, die sich nachhaltig im Sport engagieren. In Vertretung des Oberhausener Oberbürgermeisters nahm Bürgermeister Manfred Flore an der Veranstaltung teil. Den Oberhausener Stadtsportbund vertrat dessen Präsident Manfred Gregorius.

19.10.2023
Foto: Stadt Oberhausen

Sie repräsentieren das Sportland Nordrhein-Westfalen in seiner gesamten Vielfalt“, sagte Staatssekretärin Andrea Milz. „Sie ermöglichen Breitensportangebote für alle, organisieren den Wettkampfsport oder erbringen Spitzenleistungen als Aktive. Damit sind Sie Vorbilder für andere. Es ist mir eine große Freude, den Engagierten mit dieser Auszeichnung meinen herzlichsten Dank auszusprechen und sie auch in ihrer Vorbildfunktion zu stärken.“

Rosemarie Haczkiewicz setzt sich seit mehr als fünf Jahrzehnten in vielfältiger Weise für die Belange des Sportes und die Gleichberechtigung ein. Seit 1971 ist sie ehrenamtliche Übungsleiterin. Beim SC Buschhausen in Oberhausen begleitete sie seit 1973 Tausende Teilnehmende im Bereich breitensportlich orientierter Gruppen. Durch ihr besonderes Engagement wurde sie eine wichtige Ansprechpartnerin für die Anliegen und Fragen der unterschiedlichsten Aktiven, auch über den Sport hinaus. Sie engagierte sich von 1975 bis 2002 als Frauenwartin im FrauenNetzwerk des Stadtsportbundes Oberhausen bei Planung und Organisation der Oberhausener Ladys Sports Days. Von 2003 bis 2022 wirkte sie als Seniorenbeauftragte beim Stadtsportbund Oberhausen, seit 2017 als Übungsleiterin des Programmes Sport im Park und bis 2021 bei der Durchführung des Aktionstages Seniorensport.

Für ihre besonderen Verdienste erhielt Rosemarie Haczkiewicz bereits im Jahr 2000 den NRW-Preis Mädchen und Frauen im Sport. 2002 verlieh ihr der Stadtsportbund Oberhausen seine Sportehrenplakette. Im Jahr 2009 bekam sie für ihr herausragendes Engagement die Goldene Ehrennadel der Stadt Oberhausen.

Die Sportplakette ist die höchste Auszeichnung, die das Land NRW für herausragendes Engagement im Sport vergibt. Seit der erstmaligen Vergabe im Jahr 1959 durch die damalige Landesregierung wurden 941 ehrenamtlich Engagierte, Sportlerinnen und Sportler sowie drei Mannschaften mit der Sportplakette des Landes ausgezeichnet.

Stadtgespräch

Dienstjubiläum bei der Feuerwehr

Eine besondere Ehrung haben am Montag, 16. Oktober 2023, mehrere Brandschützer auf der Feuer- und Rettungswache 1 erfahren.

17.10.2023
Foto: Feuerwehr Oberhausen

Der Leiter der Feuerwehr Oberhausen, Jürgen Jendrian, überreichte gemeinsam mit seinen Vertretern Dominik Steger und Jörg Brandenburg mehrere Urkunden für die langjährige Tätigkeit im Brandschutz, Rettungsdienst und der technischen Hilfeleistung. Im Namen von Oberbürgermeister Daniel Schranz und dem zuständigen Beigeordneten Michael Jehn erhielt André Scharf das Ehrenzeichen in Silber für die 25-jährige Tätigkeit bei der Feuerwehr. Thorsten Hipler, Dirk Frigge, Thorsten Wiemes und Stephan Peters wurden im Namen der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für 35 Jahre im öffentlichen Dienst mit einer Urkunde geehrt.

Jürgen Jendrian und seine Vertreter Dominik Steger und Jörg Brandenburg bedankten sich bei den Jubilaren für ihr Engagement im Sinne der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oberhausen. Zudem wünschten sie den Kollegen alles Gute für ihren weiteren beruflichen Werdegang.