Stadtgespräch

Glasfasernetz: Stadt Oberhausen schließt Baumaßnahmen an Schulen ab – weitere Förderzusage über 1,75 Millionen Euro aus Düsseldorf eingetroffen

Ein Meilenstein für Oberhausen: Die Stadt schließt die Baumaßnahmen des Glasfasernetzes an über 40 Schulen des ersten Förderpaketes ab. Die Leitungswege sind nach nur eineinhalbjähriger Bauzeit bereit für die schrittweise Inbetriebnahme.

03.08.2022

Rund 4,1 Millionen Euro Fördermittel fließen in das Großprojekt. Sechs Grundschulen mit acht Standorten (siehe unten), die im ersten Förderantrag an Bund und Land noch nicht berücksichtigt werden konnten, sollen nun ebenfalls an das Netz angebunden werden: Das Land hat gerade für diese acht Standorte eine Förderung von weiteren 1,75 Millionen Euro zugesagt. Der Förderbescheid ist im Rathaus eingetroffen. Die Stadt wird nun eine Tiefbaufirma, die über eine Ausschreibung bereits ermittelt wurde, beauftragen, dann können die Arbeiten umgehend starten. Der Glasfaseranschluss stellt eine leistungsstarke Breitbandversorgung aller Schulstandorte sicher und bietet eine zukunftsfähige und stadtinterne Anbindung an das Internet.

„Wir sind froh und dankbar, dass wir mit den Fördermitteln von Bund und Land unsere Oberhausener Schulen auf höchstem Technikstandard und damit zukunftssicher an das Glasfasernetz anschließen können. Damit unterstützen wir Lehrerinnen und Lehrer, den Unterricht zeitgemäß zu gestalten, und eröffnen unseren Kindern und Jugendlichen höhere Bildungschancen und eine bessere Vorbereitung auf die Zukunft“, bewertet Oberbürgermeister Daniel Schranz den Meilenstein.

„Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes können Schülerinnen und Schüler ihre Endgeräte mit Übertragungsraten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde nutzen und werden den Anforderungen der Mediengesellschaft gerecht ausgebildet“, erklärt der für den Bereich IT zuständige Beigeordnete Michael Jehn und ergänzt: „Parallel zur Versorgung der Schulen binden wird aktuell weitere Standorte der Stadtverwaltung an das anbieterunabhängige Glasfasernetz an.”

Insgesamt investiert die Stadt Oberhausen über 26 Millionen Euro Fördermittel für die digitale Ausstattung der Schullandschaft bis 2023. Hinzu kommen jährliche Mittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt.

Neben dem Glasfaserausbau wird durch das Förderprogramm „Digitalpakt“ der W-LAN Ausbau bis in jedes Oberhausener Klassenzimmer finanziert. Der Digitalpakt Schule NRW ermöglicht dies mit einem Gesamtvolumen von rund 13,1 Millionen Euro Fördergeld inklusive eines zehnprozentigen Anteils aus dem Programm Gute Schule 2020. An 20 Schulstandorten laufen parallel die ersten Arbeiten, während einige Standorte bereits fertig gestellt sind.

Dies ist das Resultat einer frühzeitigen Konzeption und Einreichung der Förderanträge. Bereits im Juni 2021 verkündete Oberhausen als eine der ersten Kommunen in NRW, dass alle Mittel des Digitalpaktes erfolgreich beantragt und bewilligt wurden. Für alle weiteren Schulen stehen bis Jahresende die Vergaben der Ausbaumaßnahmen und der anschließende Beginn der Arbeiten an. „Wir sind froh, dass wir nach dem schnellen Start der Vergabeverfahren jetzt bereits erste Ergebnisse sehen und auch in der angespannten Lage Fachkräfte und Fachfirmen für die Umsetzung der ambitionierten Projekte finden,“ beschreibt Michael Jehn die Situation im Hinblick auf die laufenden Arbeiten.

Mit den Erweiterungen zum Digitalpakt Schule in Höhe von etwa 6,5 Millionen Euro, den sogenannten Sofortausstattungsprogrammen und der Ausstattungsoffensive, erhalten große Teile der Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer digitale Endgeräte wie Laptops und iPads. Seit 2020 hat die Stadtverwaltung mit Hilfe von Förderprogrammen rund 10.000 digitale Endgeräte für die Schulen bereitgestellt. „Die Förderungen von Bund und Land sind für uns ein weiterer Schritt in Richtung Bildungsgerechtigkeit. So können wir unsere Nachwuchskräfte von morgen fit für die Zukunft machen“, führt Schuldezernent Jürgen Schmidt aus. Die Stadt arbeitet aktuell mit europaweiten Ausschreibungen an der nächsten Lieferung von weiteren ca. 4.500 Endgeräten.

Für alle Oberhausener Schulen ist bereits seit 2020 die IT-Plattform „IServ“ in aktiver Nutzung. Diese bietet den Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung eines digitalen Lernumfeldes. Auch private Endgeräte können nach dem Prinzip „Bring your own device“ (BYOD, etwa: „Nutze dein eigenes Gerät“) problemlos eingesetzt werden.

Zahlen und Fakten zum Glasfaserausbau an den Oberhausener Schulen

  • 115 Objekte im Ausbau inklusive aller Nebengebäude
  • Auf rund 30 Kilometern wurden 200 neue Kabelschächte und Leerrohre verlegt
  • Die Kabelverlegung erfolgt auf einer Strecke von 75 Kilometern
  • 2000 Kilometer einzelne Glasfasern wurden auf den Strecken verlegt
  • 45 Kilometer bestehende Infrastruktur wird wiederverwendet

Die sechs Grundschulen

  • Bismarckschule
  • Grundschule Buschhausen, beide Standorte
  • Hirschkampschule, beide Standorte
  • Kastellschule
  • Königschule
  • Schule am Froschenteich, Dependance Küppershof