Stadtgespräch

Verleihung des Oberhausener Inklusionspreises 2025

Der Caritasverband Oberhausen e.V. erhält den Inklusionspreis der Stadt Oberhausen und der Arbeitsagentur Oberhausen 

 

Am 9. Oktober verliehen die Stadt Oberhausen und die Arbeitsagentur Oberhausen den achten Inklusionspreis. Mit diesem würdigen sie besonders gelungene Beispiele für die Inklusion von Menschen mit Behinderung. Die nominierten Unternehmen zeigen beispielhaft, wie Inklusion in unterschiedlichen Branchen der Arbeitswelt bereits gelebt wird. In diesem Jahr haben sich insgesamt sieben Betriebe um den Preis beworben. Sie alle zeichnet eines bereits aus: Sie beschäftigen sich mit dem Thema Inklusion, leben es im Unternehmen vor und nehmen dadurch eine Vorbildfunktion ein.

10.10.2025

Die Preisverleihung fand auch in diesem Jahr in den Räumlichkeiten des ehemaligen Preisträgers Charlie’s Event Catering statt.

 

Oberbürgermeister Daniel Schranz lobte bei der Verleihung des Inklusionspreises alle teilnehmenden Betriebe: „Der Inklusionspreis und die Preisverleihung sind mehr als eine Auszeichnung – sie sind ein öffentlich ausgesprochener Dank an alle nominierten Unternehmen. Sie sind ein Dank für deren Mut, deren Vision und für deren konkrete, tägliche Arbeit, immer mehr Barrieren abzubauen: im Denken, in Strukturen, in Abläufen. Darüber hinaus sind dieser Preis und seine Verleihung ein Signal. Ein Signal an alle, dass sich Engagement für Inklusion lohnt. Menschlich. Sozial. Aber eben auch wirtschaftlich. Das zeigen besonders die Bewerbungen von Kleinstbetrieben, die große Anstrengungen unternehmen, um Menschen mit Behinderung einen geeigneten Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.“

 

Im Anschluss würdigte Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen, in seiner Laudatio alle nominierten Betriebe mit persönlichen Worten und überreichte dann den Inklusionspreis an das Gewinner-Unternehmen: den Caritasverband Oberhausen e.V.: „Ich bin bei der Durchsicht der Bewerbungsunterlagen der Unternehmen immer wieder beeindruckt, wie sehr sich die nominierten Unternehmen für das Thema Inklusion in ihrem Betrieb einsetzen. Oftmals geht das Engagement über das übliche Maß hinaus und auch wenn ich gedacht habe, ich habe schon alles gelesen und erlebt, so werde ich doch immer wieder überrascht. Aktuell sind in Oberhausen rund 1.070 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Rund 30 Prozent von ihnen haben einen Berufsabschluss und bieten wertvolles Potential für die Betriebe, die auf der Suche nach Fachkräften sind. Der diesjährige Preisträger hat das Potential erkannt und nutzt diese Chance!“

 

„Unternehmen, die Inklusion leben, leisten weit mehr als wirtschaftliche Arbeit: Sie zeigen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, stärken den sozialen Zusammenhalt und geben ein starkes Signal für Chancengleichheit. Gerade in Oberhausen können Betriebe, die Vielfalt in ihren Teams fördern, zu Vorbildern werden – denn sie beweisen, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen“, betonte Julia Pietrasch, Leiterin des Bereiches Chancengleichheit der Stadt Oberhausen.

Die Jury für den Inklusionspreis setzt sich aus den unterschiedlichsten Akteuren in diesem Themenfeld zusammen – der Preis von 1.000 Euro wird durch die Stadt Oberhausen und die Agentur für Arbeit finanziert.

 

Weitere nominierte Betriebe in diesem Jahr:

Amevida SE Niederlassung Oberhausen

Abendfrieden Service GmbH

EDEKA Kessel

Everllence SE

Peter Schlimm Holzbearbeitung Innenausbau

Vincenzhaus Oberhausen

 

Informationen zu dem Preisträger:

Der Caritasverband Oberhausen e. V hat aktuell 550 Beschäftigte und 13 Auszubildende. Von den Beschäftigten haben rund 7 Prozent eine Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung. Die Mitarbeitenden mit gesundheitlichen Einschränkungen werden ganz individuell unterstützt. Ein zentrales Element ist die barrierefreie Ausgestaltung des Arbeitsplatzes. Dazu gehören individuell angepasste Arbeitszeitmodelle zum Beispiel vermehrter Einsatz im Tagdienst und die Bereitstellung von technischen Hilfsmitteln. Zudem erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst und der Bundesagentur für Arbeit, um barrierefreie Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen. Durch die Zusammenarbeit mit einem Jobcoach werden Mitarbeitende mit Behinderung um Arbeitsalltag individuell begleitet. Neue Räume werden ausschließlich barrierefrei geplant, vorhandene Räume entsprechend umgebaut.

 

„Als Anbieter der Eingliederungshilfe haben wir stets das Ziel, mehr Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, als es gesetzliche Vorgabe ist. Dies ist in den vergangenen 10 Jahren fast durchgängig gelungen. In unserem Jubiläumsjahr haben wir ein internes Team gegründet, das den Auftrag hat, uns als inklusiven Arbeitgeber zu stärken. Vorangegangen war die Teilnahme von Mitarbeitervertretung, Schwerbehindertenvertretung sowie Leitungskräften an der IfD-Veranstaltung „Inklusion am Arbeitsplatz“. Im Verwaltungsbereich bieten wir Menschen mit Behinderung gezielt Praktika, mit der Intention, diese dauerhaft in ein Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Unsere Webseite haben wir mit dem Tool „Eye-Able“ ausgerüstet und weitere Barrieren abgebaut, damit sich mehr Menschen mit Behinderung bewerben“, betontCaritasdirektor Michael Kreuzfelder. 

 

Weitere Informationen gibt es online: https://www.caritas-oberhausen.de/

Stadtgespräch

Verleihung des Oberhausener Inklusionspreises 2023

Die CCO Eventgastronomie GmbH erhält den Inklusionspreis der Stadt Oberhausen und der Arbeitsagentur Oberhausen

Am vergangenen Donnerstag (30. November 2023) verliehen die Stadt Oberhausen und die Arbeitsagentur Oberhausen den sechsten Inklusionspreis.

05.12.2023
Quelle: Stadt Oberhausen / Tom Thöne

Mit diesem würdigen sie besonders gelungene Beispiele für die Inklusion von Menschen mit einer Behinderung. Die nominierten Unternehmen zeigen beispielhaft, wie Inklusion in unterschiedlichen Branchen der Arbeitswelt bereits gelebt wird. In diesem Jahr haben sich insgesamt acht Betriebe um den Preis beworben. Sie alle zeichnet eines bereits aus: Sie beschäftigen sich mit dem Thema Inklusion, leben es im Unternehmen vor und nehmen dadurch eine Vorbildfunktion ein.

Die Preisverleihung, die in diesem Jahr in den Räumlichkeiten des Zentrums für Ausbildung und Qualifizierung (ZAQ) in Oberhausen stattfand, eröffnete Oberbürgermeister Daniel Schranz. In seiner Begrüßung dankte der Verwaltungschef den nominierten Unternehmen für Ihr Engagement bei diesem wichtigen Thema.

„Das Recht auf Arbeit ist in der Deklaration der Menschenrechte der Vereinten Nationen festgeschrieben. Ich danke den nominierten und allen anderen Unternehmen, die Oberhausenerinnen und Oberhausenern mit Behinderungen ermöglichen, dieses Recht für sich zu reklamieren. Auch wenn wir uns alle wünschten, dass die Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen am Arbeitsmarkt selbstverständlich wäre, ist sie es leider noch nicht überall“, sagte Schranz: „Ich danke Ihnen für Ihr Engagement, mit dem Sie die Oberhausener Wirtschaft inklusiver gestalten.“

Im Anschluss würdigte Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen, in seiner Laudatio alle nominierten Betriebe mit persönlichen Worten und überreichte dann den Inklusionspreis an das Gewinner-Unternehmen: Die CCO Eventgastronomie GmbH:

„Wir bleiben an dem Thema dran und die Verleihung des Inklusionspreises ist in jedem Jahr ein ganz besonderer Termin für mich. So zeigt er doch, dass es bereits Unternehmen gibt, die die richtigen Wege gehen und sich in dem Bereich engagieren. Inklusion geht uns alle an! Was viele nicht wissen, der geringste Anteil der Behinderungen sind von Geburt an vorhanden. Sie ereilen Menschen im Laufe des Lebens, sei es durch Unfälle, organische oder psychische Probleme. Aktuell sind in Oberhausen mehr als 840 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Eines haben sie alle gemein: sie möchten ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft sein und am Arbeits- und Sozialleben teilhaben! Ein nachvollziehbarer Wunsch! Um diesem gerecht zu werden, stehen wir alle gemeinsam in der Verantwortung.“

„Wünschenswert wäre, wenn wir in Zukunft, die Inklusionspreisverleihung nicht mehr brauchen, weil es selbstverständlich geworden ist, dass Menschen mit Behinderung in den Unternehmen integriert sind.

Die Auswertung der Fragebögen hat verdeutlicht, wie viel Engagement die 9 nominierten Unternehmen gezeigt haben, um Menschen mit Behinderung einen entsprechenden Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Dafür bedanken wir uns mit dem Inklusionspreis.

Gleichzeitig sollen durch die Preisverleihung weitere Unternehmen motiviert werden, Menschen mit Behinderung einzustellen, betont Britta Costecki, Leiterin des Bereichs Chancengleichheit der Stadt Oberhausen.

 

Die Jury für den Inklusionspreis setzt sich aus den unterschiedlichsten Akteuren in diesem Themenfeld zusammen – der Preis von 1.000 Euro wird durch die Stadt Oberhausen und die Agentur für Arbeit finanziert.

Weitere nominierte Betriebe in diesem Jahr:

Amevida SE

Hotel Schmachtendorf

Pro-Viva GmbH

TIMM Fleisch- und Wurstmanufaktur GmbH

WMB Gastro GmbH

Senioren-Wohnpark Oberhausen

Sanitätshaus Straube GmbH

Ziesak Gmbh

Informationen zu dem Preisträger:

Die CCO Eventgastronomie GmbH ist der Betreiber der Stadthallen-Gastronomie in Oberhausen. Sie bietet den Gästen ein individuelles Catering, ob auf Kongressen, Messen oder Tagungen oder auch privaten Veranstaltungen wie Hochzeiten. Aktuell gibt es in dem Betrieb 7 Beschäftigte und drei Auszubildende. Es wird ein junger Mann mit einer Behinderung beschäftigt, um den sich alle Teammitglieder liebevoll kümmern und ihn so akzeptieren, wie er ist.

„Wir selber haben auch sehr viel gelernt durch unseren Neuen an Bord. Wir wissen nun, dass es eben nicht selbstverständlich ist, gesund zu sein und alle Handgriffe sofort erlernen zu können. Das Team und ich unterstützen ihn, wo wir können und wir erkennen wirklich große Fortschritte. Besagter Mitarbeiter ist taubstumm und hat weitere gesundheitliche Einschränkungen. Aber mit viel Einsatz und Geduld ist es gelungen, aus einem sehr ängstlichen Menschen einen Mitarbeiter zu formen, der nun mit all seinen Handicaps in der Lage ist, feste Aufgaben zu verrichten, wie das Besteck einrollen, Servietten zu falten oder das Dessert anzurichten. Das hört sich vielleicht für viele nicht spektakulär an, aber wir wissen nun, dass es das ist“, betonen die Geschäftsführer Sam Terbeck und Sandy Gorny, und fügen hinzu: „Wir können nur jeder Firma empfehlen, sich dieser Aufgabe zu stellen, Es kommt so viel dadurch zurück!

Weitere Informationen zu dem Unternehmen gibt es online: https://cco-eventgastronomie.de/