Stadtgespräch

Zwei Jahre Integreat-App: Mehrsprachige Informationsplattform mit neuen Funktionen

Seit Februar 2023 steht mit der digitalen Informationsplattform Integreat in Oberhausen ein niedrigschwelliges Angebot bereit, das geflüchteten und neu zugewanderten Menschen, ebenso wie allen, die Orientierung im Behördendschungel suchen, mehrsprachig verlässliche Informationen bietet. Herzstück der App sind praxisnahe lokale Inhalte zu Behördenwegen, Deutschkursen, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Bildung und Freizeit, die inzwischen in insgesamt 21 Sprachen abrufbar sind.

19.01.2026

Auch inhaltlich und technisch wurde die Integreat-App im vergangenen Jahr weiterentwickelt. Neue Funktionen wie die Vorleseoption für sehbeeinträchtigte Menschen, ein modernisiertes Design sowie eine Filterfunktion für Veranstaltungen erleichtern es den Nutzerinnen und Nutzern, relevante Informationen schnell zu finden.

Chat-Assistent „Frag Integreat“

Oberhausen ist eine von zehn Pilotkommunen, in der schon jetzt auch der Chat-Assistent „Frag Integreat“ zu diesen Erleichterungen gehört. Der Assistent ermöglicht den einfachen, individuellen Zugriff auf lokale Integreat-Inhalte per Chat. Damit wird die Suchfunktion durch ein praktisches Tool ergänzt: Nutzende können auf diesem Weg Fragen stellen und erhalten binnen Sekunden bis zu einer Minute eine Antwort. „Frag Integreat“ kann alle in Oberhausen zur Verfügung stehenden Sprachen der Integreat-App sprechen und antwortet in der Ausgangssprache der Frage. Einfach die gewünschte Sprache auswählen, Frage stellen und der Assistent durchsucht alle lokalen Integreat Inhalte und gibt den Bürgerinnen und Bürgern die relevantesten Antworten sowie Links zur passenden Seite. Die Funktion findet sich immer unten rechts auf den Seiten, erkennbar an dem Chat-Symbol.

„Frag Integreat“ ist derzeit noch über eine Web-App verfügbar:  https://integreat.app/oberhausen/de. In Kürze wird sie aber auch als mobile App in Google Play oder dem Apple App Store erhältlich sein.

Stadtgespräch

Ausbildungscamps Oberhausen 2026 – Jetzt schon anmelden und dabei sein!

„Dein Upgrade für die Zukunft!“ – unter diesem Motto geht im Februar das mittlerweile siebte Ausbildungscamp Oberhausen an den Start. 2026 sind nun insgesamt fünf Camps geplant mit dem Ziel, die teilnehmenden Jugendlichen über intensives Coaching und den richtigen Praktikumsplatz in eine Ausbildung zu vermitteln und somit die Weichen für eine stabile berufliche Zukunft zu stellen. Das erste Camp findet vom 23. Februar bis 6. März statt.

 

15.01.2026

„Insgesamt werden wir in diesem Jahr fünf Ausbildungscamps durchführen und haben dazu unterschiedliche Kooperationspartner an unserer Seite, die dann neben inhaltlichen Aspekten auch die Finanzierung übernehmen. Das ist wirklich klasse und freut mich sehr, da ich von der Wirksamkeit der Camps mehr als überzeugt bin. Die Teilnehmenden werden eng von den Berufsberaterinnen und Berufsberatern begleitet und die Kolleginnen und Kollegen des gemeinsamen Arbeitgeber-Services suchen für die jungen Menschen den passenden Praktikumsplatz im Unternehmen“, betont Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen.

 

Finanziert wird das erste Ausbildungscamp von der Stadt Oberhausen. Frank Motschull, Beigeordneter für Soziales der Stadt Oberhausen erklärt warum: „Die Camps sind eine tolle Möglichkeit für junge Menschen, über ein intensives Coaching und das passende Praktikum ihren Berufswunsch zu verfestigen und einen sicheren Ausbildungsplatz zu bekommen. Das ist eine großartige Chance und in der Intensität einzigartig. In keiner anderen Stadt gibt es dieses umfangreiche Angebot. Ich hoffe, dass die jungen Oberhausenerinnen und Oberhausener diese Chancen erkennen und für sich nutzen – am besten direkt anmelden und dabei sein!“

 

Ablauf der Ausbildungscamps

In der ersten Campwoche finden sich die Jugendlichen in der Agentur für Arbeit Oberhausen ein. In einzelnen Modulen können sie unter anderem ihre Bewerbungs-Skills verbessern, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken und sich auf spannende Workshops sowie kreative Events freuen. Darauf folgt die Praktikumswoche, in der jeder Jugendliche einen vorab ausgewählten Betrieb besucht. Im Rahmen des viertägigen Praktikums besteht die Möglichkeit, den jeweiligen Arbeitgeber und die dortigen Tätigkeiten genauer kennenzulernen. Mit der Chance auf mehr – zum Beispiel einen Ausbildungsplatz oder eine Einstiegsqualifizierung.

 

Um Jugendliche und Arbeitgeber passgenau zusammenzubringen, arbeiten die Berufsberatung und der gemeinsame Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Oberhausen und des Jobcenters Oberhausen eng zusammen. Auch in der Praktikumswoche werden die Teilnehmenden engmaschig vom Projektteam des Ausbildungscamps betreut – für ein gelungenes Praktikum und eine erfolgreiche Zukunft!

 

Interesse geweckt? Hier gibt es alle Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden: https://eveeno.com/908787838

 

Weitere Termine 2026 der Ausbildungscamps:

30.03.2026 bis 10.04.2026 (Finanzierung: Sparkassen-Bürgerstiftung Oberhausen)

15.06.2026 bis 26.06.2026 (Finanzierung: zwei Oberhausener Unternehmer)

20.07.2026 bis 31.07.2026 (Finanzierung: Arbeitsagentur und Oberhausen hilft e.V.)

19.10.2026 bis 31.10.2026 (Finanzierung: Jobcenter Oberhausen)

Stadtgespräch

Der Kanzler der Herzen ist zurück – mit noch mehr Terminen: Atze Schröder mit „LOVEMACHINE“

Ein Programm über Nähe, Ehrlichkeit – und die Rückkehr zum Menschlichen

Atze Schröder, die liebende Legende, will seinen Fans diesmal etwas zurückzugeben: das Echte, das Vertraute, das schönste Gefühl der Welt.

Denn wir tippen, wischen, liken – aber wissen kaum noch, wie eine echte Berührung geht.

15.01.2026

Wir haben alle Tools, um verbunden zu sein – aber niemand hebt mehr ab, wenn’s klingelt. Wir sind alle dauer-online – aber innerlich auf Flugmodus. Wir leben zwischen Selbstoptimierung

und digitalen Dauerbrennern, in Beziehungen mit gemeinsamem WLAN-Passwort, aber ohne stabile Verbindung. Die Welt dreht durch, aber Hauptsache, die Zahnbürste des Partners steht

im richtigen Becher.

Willkommen im Liebesleben 2026!

In LOVEMACHINE nimmt Atze Schröder das auseinander, was wir heute Liebe nennen. „Ich hab‘ so viel über Kommunikation in Beziehungen gelesen“, so Atze, „mittlerweile entschuldige ich mich sogar beim Kühlschrank, wenn ich ihn enttäuscht habe.“

LOVEMACHINE ist eine Absage an den digitalen Beziehungsschwindel und eine warmherzige Liebeserklärung ans Analoge. An das langsame Verlieben, an peinliches Schweigen, an Zettelchen mit „Ich liebe Dich!“ Kein Kitsch. Keine Kalendersprüche – einfach nur ehrliches Feeling. Denn Atze sagt uns, wie es ist: Nähe braucht keine App. Nur Mut. Und manchmal ’ne gute Pizza.

LOVEMACHINE – das neue Live-Programm von Atze Schröder. Ehrlich. Direkt. Berührend.

Weil Liebe wieder real sein darf.

Tickets unter www.eventim.de und an allen bekannten VVK-Stellen.


Stadtgespräch

„Grenzenlos“ ins Konzertjahr 2026: Internationale Sinfoniekonzerte der Stadt Oberhausen mit hochkarätigem Auftakt

Mit einem glanzvollen Konzert starten die Internationalen Sinfoniekonzerte der Stadt Oberhausen ins neue Jahr 2026. Am Donnerstag, 5. Februar 2026, 19:30 Uhr, gastiert die Württembergische Philharmonie Reutlingen in der Luise-Albertz-Halle, Düppelstraße 1. Unter der Leitung ihrer Chefdirigentin Ariane Matiakh und mit dem gefeierten Pianisten Saleem Ashkar steht der Abend unter dem Motto „Grenzenlos“.

15.01.2026

Renommierte Künstlerinnen und Künstler auf der Oberhausener Bühne

Die Württembergische Philharmonie Reutlingen zählt zu den profilierten deutschen Sinfonieorchestern mit internationaler Ausstrahlung. Gemeinsam mit ihrer Chefdirigentin Ariane Matiakh, die seit der Spielzeit 2022/23 an der Spitze des Orchesters steht, präsentiert sie ein Programm voller Kontraste und musikalischer Weite. Als Solist des Abends ist der international renommierte Pianist Saleem Ashkar zu erleben, der auf den bedeutendsten Bühnen der Welt zu Hause ist.

 

Ein Programm zwischen Energie, Romantik und sinfonischer Größe

Eröffnet wird das Konzert mit der Ouvertüre für Sinfonieorchester von Grażyna Bacewicz, einer der bedeutendsten polnischen Komponistinnen des 20. Jahrhunderts. Das Werk besticht durch rhythmische Energie und farbenreiche Orchestrierung. Es folgt das berühmte Klavierkonzert a-Moll op. 16 von Edvard Grieg, mit dem der damals erst 25-jährige Komponist seinen internationalen Durchbruch erzielte. Das Werk gehört bis heute zu den beliebtesten Klavierkonzerten der Romantik. Den Abschluss bildet die Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 von Johannes Brahms, ein Werk von heiterer Grundstimmung, klanglicher Wärme und sinfonischer Meisterschaft.

 

Die Württembergische Philharmonie Reutlingen – weltoffen und innovativ

Mit Musikerinnen und Musikern aus rund fünfzehn Nationen versteht sich die Württembergische Philharmonie Reutlingen als weltoffenes Landesorchester und musikalische Botschafterin ihrer Region. Innovative Konzertformate, genreübergreifende Projekte und die Ansprache unterschiedlichster Zielgruppen prägen ihr Profil. Für ihre zukunftsweisende Arbeit wurde sie 2022 in das Förderprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ aufgenommen.

 

Ariane Matiakh – internationale Dirigentin mit Leidenschaft

Die französische Dirigentin Ariane Matiakh steht für musikalische Vielseitigkeit, Präzision und Ausdrucksstärke. Sie studierte Orchesterdirigieren in Wien, wo sie auch im renommierten Arnold-Schönberg-Chor unter Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt und Adam Fischer sang. Besonders prägende Erfahrungen während ihrer Ausbildung waren die Studienzeiten bei Leopold Hager, Yuji Yuasa und Seiji Ozawa. Neben ihrer Tätigkeit als Chefdirigentin der Württembergischen Philharmonie arbeitet sie als Gastdirigentin regelmäßig mit führenden Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Wiener Symphonikern, den Rotterdamer Philharmonikern, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und dem Orchestre Métropolitain zusammen. 2022 wurde sie für ihre Verdienste um das französische Musikleben und als Repräsentantin der französischen Kultur im Ausland zum „Officier de l’Ordre des Arts des Lettres“ ernannt.

 

Saleem Ashkar – Pianist von Weltformat

Seit seinem Debüt in der Carnegie Hall zählt Saleem Ashkar zu den herausragenden Pianisten seiner Generation. Er tritt weltweit mit führenden Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Royal Concertgebouw auf. Darüber hinaus verbindet ihn eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Riccardo Chailly, Zubin Mehta und Riccardo Muti. Sein Spiel besticht gleichermaßen durch interpretatorische Tiefe und technische Souveränität.

 

Kartenverkauf und Preise

Eintrittskarten sind in den Preisgruppen 13 / 20 / 25 / 30 Euro erhältlich.

Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Inhaberinnen und Inhaber des Oberhausen-Passes erhalten 50 % Ermäßigung.

 

Vorverkauf

– Theaterkasse des Theater Oberhausen, Will-Quadflieg-Platz 1, Tel. 0208 8578-184

– Tourist-Info am Hauptbahnhof, Willy-Brandt-Platz 2, sowie im Westfield Centro, Tel. 0208 82457-0

– Online unter www.theater-oberhausen.de

Kunst & Kultur | Stadtgespräch

VON HIER 2026 Der Arbeitskreis Oberhausener Künstler stellt aus

Mit über 70 Bewerbungen war das Interesse an einer Teilnahme 2026 ausgesprochen groß. Die Jury hat 48 Künstler*innen ausgewählt, die nunmehr ab Februar ihre Arbeiten präsentieren.

Gezeigt wird ein breites Spektrum kreativen Schaffens: Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulpturen, Objektarbeiten, Assemblagen. Die 29 Künstlerinnen und 19 Künstler stammen überwiegend aus Oberhausen, aber auch die angrenzenden Städte sind vertreten.

15.01.2026

Der Titel VON HIER 2026 zeigt bereits den künstlerischen Bezug zur Region. Aber tatsächlich thematisieren zahlreiche Arbeiten das „Revier“. Alle Werke sind in den beiden letzten Jahren entstanden, dies war Voraussetzung für die Bewerbung. Die Künstler*innen bieten während des Ausstellungszeitraums ein umfassendes – auch inklusiv – ausgerichtetes Programm mit Führungen, Workshops etc. an.

Beteiligte Künstler*innen:

Jan Arlt // Robert Bosshard // Joachim Broichhagen // Helga Brune // Helga Budde-Engelke// Alexander Cornelius // Gabriele Fengels // Doris Gerhard // Rebecca Gottschick // Kerstin Hahnemann-Gottwald // Dirk Heimes // Peter Helmke // Michael Houx // Helga Hütten // Hildegard Hugo // Martin Huhn // Ulrike Int-Veen // Karl Joliet // Helmut Junge // Wolfgang Kleinöder // Helmut Kottkamp // Marayle Küpper // Beate Lama // Petra Leipold //Rüdiger Marquitan // Georg Overkamp // Judith Pasquale // Rosemarie Pott // Sabine Reimann // Klaus Reimer // Astrid Remmer // Jörg Rosendal //Angela Schäfer // Daniel Schätzmüller // Angelika Schilling // Nicole Schillings // Günter-M. Schirmer // Viola Schledorn // Iris

Schnaitmann // Lara Schumann // Cornelia Schweinoch-Kröning // Agnieszka Smuda //

Waltraud Szyperski // Barbara Verhoeven // Ulla Vondung // Bärbel Weniger// Klaus Wiesel // Erika Wobser

Im Großen Schloss zeigt die LUDWIGGALERIE bis zum 3. Mai 2026 die Ausstellung

GERMAN POP ART – Zwischen Provokation und Mainstream. Die Sammlung Heinz

Beck zu Gast in der LUDWIGGALERIE.

Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen ist eins der einundzwanzig

RuhrKunstMuseen.


Kunst & Kultur | Stadtgespräch

PRINZESSIN MONONOKE – kehrt nun zurück auf die große Leinwand: ab 12. Februar 2026 RESTAURIERT IN 4K und für IMAX – und erstmalig auch in der OmU

Vor langer, langer Zeit, als in Japan noch die Götter regieren, lebt in einem riesigen Wald die wilde Prinzessin Mononoke bei den Wölfen. Doch das friedliche Miteinander von Mensch und Tier ist bedroht: Immer weiter frisst sich die Zivilisation in die Natur hinein. Erstmals werden Waffen aus Eisen geschmiedet, Gewehre, deren Kugeln bereits den Panzer einer Samurai-Rüstung durchschlagen können.

12.01.2026

Nun wollen die Menschen die alte Ordnung endgültig umstürzen und machen Jagd auf den mächtigen Waldgott. Die Tiere aber wollen sich nicht kampflos ergeben und sammeln sich zu einer letzten großen Schlacht. Mittenhinein in diesen tödlichen Konflikt gerät der junge Krieger Ashitaka. Er und Mononoke finden sich zwischen den Fronten wieder – und nur in ihren Händen liegt die Macht, die drohende Katastrophe abzuwenden…

Gutes Leben | Kunst & Kultur | Stadtgespräch

Infoabend zur MULTI 2026

Die MULTI, die internationale Jugendbegegnung der Stadt Oberhausen, hat in diesem Jahr wieder ein Heimspiel. Vom 15. bis 30. August 2026 werden wieder Jugendgruppen aus mindestens zwölf Partnerländern der MULTI in Oberhausen erwartet. Alle Gäste werden in Gastfamilien in Oberhausen und Umgebung untergebracht und erleben in den letzten beiden Ferienwochen gemeinsam mit ihren Gastgeschwistern ein abwechslungsreiches Programm. Dabei sein kann jeder Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos. Wünschenswert wäre die Bereitschaft zur Aufnahme eines Gastes, wobei für diesen kein eigenes Zimmer zur Verfügung stehen muss.

12.01.2026

Interessierte Familien können sich über die MULTI 2026 unverbindlich beim Infoabend am Montag, 19. Januar 2026, 18:30 Uhr, in der Aula des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums, Bismarckstraße 53, informieren. Vorab können auch gerne an Marc Grunenberg vom städtischen Büro für Interkultur Fragen per E-Mail (marc.grunenberg@oberhausen.de) gestellt werden. Unter www.multi-online.org gibt es weitere Informationen zur internationalen Jugendbegegnung der Stadt Oberhausen.

Stadtgespräch | Umwelt

Vorsorgen für den Krisenfall

Die jüngsten Geschehnisse in Berlin haben gezeigt, dass unsere gewohnten alltäglichen Abläufe durch Krisenereignisse gestört werden können. Unfälle, Extremwetter oder eben auch Sabotage können die Leitungen für Strom, Wasser, Gas oder Mobilfunk beschädigen. Dann kann es dauern, bis alle Betroffenen Hilfe erhalten. In diesen Situationen entlastet Vorsorge, die jeder Haushalt und jede Person treffen sollte. Denn wenn etwas passiert, ist es besser, vorbereitet zu sein.

12.01.2026
v.l. Fachbereichsleiter Martin Götzke, Beigeordneter Michael Jehn, Feuerwehrchef Jörg Brandenburg und der stellvertretende Feuerwehrchef Dominik Steger mit einer kleinen Auswahl der Dinge, die jeder Haushalt vorrätig halten sollte. (Foto:Stadt Oberhausen/Tom Thöne)  

Der zuständige Beigeordneter Michael Jehn erklärt: „Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt. Dennoch können Krisen unsere gewohnten alltäglichen Abläufe sehr erschüttern. Sich darauf vorzubereiten, zahlt sich immer aus!“

Feuerwehrchef Jörg Brandenburg: „Der Katastrophenschutz in Oberhausen ist für Krisenfälle gut vorbereitet. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Vorsorge zu verbessern, um stets einen Schritt voraus zu sein. Im Einsatzfall unterstützen uns die Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Hilfsorganisationen sowie des Technischen Hilfswerks. Allerdings muss auch klar sein, dass bei komplexen Einsatzlagen, wie einem großflächigen Stromausfall, nicht jedem Bürger eine Einsatzkraft von Feuerwehr oder der Hilfsorganisationen zur Seite gestellt werden kann. Daher ist es um so wichtiger, dass sich die Bevölkerung für den Notfall entsprechend gut vorbereitet.“

Fachbereichsleiter Zivil- und Katastrophenschutz/Freiwillige Feuerwehr, Martin Götzke: „Ereignisse wie die Corona-Pandemie, Starkregen mit Hochwasser, zunehmende Hitzewellen oder auch große Stromausfälle wie zuletzt in Berlin zeigen: Krisen lassen sich nicht verhindern, ihre Folgen aber begrenzen. Dafür braucht es eine gut aufgeklärte und vorbereitete Bevölkerung, genauso wie gut aufgestellte und sichere kritische Infrastrukturen.“

Warnung und Information der Bevölkerung

Warnungen und Informationen erfolgen auf mehreren Wegen: durch die im Stadtgebiet verteilten Sirenen, über die Warn-App Nina, die sich jede Person aufs Mobiltelefon laden kann, per Durchsagen von Fahrzeugen der Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen oder per Cell Broadcast. Dies ist ein staatliches Warnsystem, das über das Mobilfunknetz standortbezogene Warnmeldungen (z.B. bei Unwetter, Bränden, Bombenfunden) direkt auf Handys sendet, ohne dass eine App installiert werden muss. Im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls werden über die UKW-Frequenz von Radio Oberhausen 106.2 MHz Notfallinformationen gesendet. Sie können zum Beispiel über Kurbel-, Batterie-, solarbetriebene oder Autoradios analog empfangen werden.

Die Stadt Oberhausen richtet Notruf- und Informationspunkte ein

Die Stadt Oberhausen richtet für Krisensituationen sogenannte Notruf- und Informationspunkte (NIP) ein. Dort können Notrufe abgesetzt werden, wenn Telefon- oder Mobilnetz gestört sind. Auch aktuelle und amtliche Informationen zur Lage sind an den NIP-Standorten erhältlich. Zusätzlich werden bei einem länger anhaltenden, flächendeckenden Ereignis vier der Notruf- und Informationspunkte zu sogenannten Leuchttürmen erweitert. Diese Leuchttürme sind feste Gebäude und dienen – je nach Lage – als Notruf-, Anlauf- und Vermisstenmeldestelle.

Die Notruf- und Informationspunkte:

1. Holten: Holtener Marktplatz, (Burgstraße/Bahnstraße/Siegesstraße)

2. Schmachtendorf, Schmachtendorfer Straße, Heinrich-Böll-Gesamtschule

3. Schmachtendorf, Neukölner Straße/Lickumstraße

4. Königshardt, Kreisverkehr Königshardter Straße/Hartmannstraße/Höhenweg (auf dem Gehweg der Abbiegespur)

5. Klosterhardt, Elpenbachstraße, vor der Sporthalle

6. Sterkrade, Tirpitzstraße 41, Sophie-Scholl-Gymnasium

7. Buschhausen, Kreuzung Friesenstraße/Thüringer Straße (auf einer der größeren Fußgängerinseln)

8. Osterfeld, Teutoburger Straße (Brücke auf der Sperrfläche)

9. Osterfeld, Heinestraße 22, Gesamtschule Osterfeld

10. Buschhausen, Kreuzung Hagelkreuzstraße/Westmarkstraße

11. Borbeck, Quellstraße (vor dem Ev. Gemeindezentrum)

12. Dümpten, Kreuzung Mellinghofer Straße/Nathlandstraße/Falkensteinstraße (vor der Litfaßsäule gegenüber von H.-Nr. 132 Mellinghofer Straße)

13. Oberhausen-Mitte, Otto-Dibelius-Straße 9, Hans-Böckler-Berufskolleg

14. Alstaden, Kreuzung Bebelstraße/Flockenfeld (vor Flockenfeld H-Nr. 2)

Die Punkte 2, 6, 9 und 13 werden zu Leuchttürmen, die ab Stunde 4 zusätzlich als Anlauf-, und Vermisstenmeldestellen dienen.

Legen Sie sich einen Vorrat an Wasser und Essen an

Mit einem im Vorfeld angelegten Notvorrat kann man für mehrere Tage die Zeit überbrücken, wenn im Katastrophenfall Supermärkte geschlossen bleiben.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät, dabei Folgendes zu beachten:

  1. Haltbar. Essen, das nicht gekühlt werden muss, verdirbt während eines Stromausfalls nicht.
  2. Fertig. Essen, das nicht gekocht werden muss, ist essbar, auch wenn der Herd nicht mehr funktioniert.
  3. Kurze Kochzeit. Bei Essen, dass mit wenig Energie gekocht werden kann, hält die wertvolle Energie aus dem Camping-Kocher oder Grill länger.
  4. Für wen ist der Vorrat? Gibt es Allergien oder Essgewohnheiten, zu denen der Vorrat passen muss? Gibt es (Klein-)Kinder und Haustiere, die in einem Notfall zu versorgen sind.

Der Katastrophenschutz des Landes NRW empfiehlt folgenden Notvorrat für eine Person für zehn Tage:

  1. 3,3 kg Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln
  2. 4,0 kg Gemüse, Pilze (Konserven)
  3. 2,5 kg Obst (Konserven)
  4. 2,5 kg Milch und Milcherzeugnisse
  5. 1,3 kg Eier, Fleisch und Fisch oder Ersatzprodukte
  6. 330 g Fette, Öle
  7. 20 l Wasser

Wer ein Tier besitzt, sollte auch dafür Nahrung und Wasser bereithalten

Wenn plötzlich der Strom weg ist

Fast alles, was wir täglich nutzen, benötigt Strom: Heizung, Kühlschrank, Herd, Beleuchtung, Festnetz- und Mobiltelefon.

Folgendes sollte man zu Hause bevorraten und beachten:

  1. Kerzen, Streichhölzer/Feuerzeuge, Taschenlampen, Batterien
  2. Kurbeltaschenlampe und ein Kurbelradio
  3. Mit Sonnenlicht aufladbare Akkus, Powerbanks oder Batterie-Ladegeräte.
  4. Ausreichend Wasser bevorraten
  5. Hygiene ist besonders wichtig. Sorgen Sie für ausreichend Desinfektionsmittel im Haus.
  6. Lebensmittel am kühlsten Ort lagern. Aufgetaute Tiefkühlkost zuerst verbrauchen
  7. Mit einem Campingkocher kann man kleine Mahlzeiten auch ohne Strom zubereiten

Vorsorge für Menschen mit Beeinträchtigungen

  1. Hilfsmittel wie Brille oder Hörgerät
  2. Ersatz-Batterien, -Akkus und -Ladegeräte für technische Hilfsmittel
  3. Mobilitätshilfen, wenn Sie schnell das Haus verlassen müssen
  4. Medikamentenplan und ein Vorrat an notwendigen Medikamenten (Haltbarkeit und Lagerung beachten)
  5. Ausreichend Tiernahrung und Wasser, falls man ein Assistenztier hat
  6. Liste mit Notfallkontakten
  7. Notfallausweis
  8. Informieren Sie sich über Fluchtwege.

Broschüren und Ratgeber

Folgende Ratgeber und Broschüren liegen für die Bürgerinnen und Bürger zur kostenlosen Abholung an der Feuer- und Rettungswache 1, Brücktorstraße 30, aus. Im Internet sind sie unter den folgenden Links abrufbar:

  1. Stadt Oberhausen: Krisenratgeber (deutsch, englisch, ukrainisch, französisch,  arabisch, türkisch)
  2. Land NRW: Selbstschutztipps für den Katastrophenfall
  3. Bund: Vorsorgen für Krisen und Katastrophen

Gutes Leben | Stadtgespräch | Tourismus & Wirtschaft

Investitionszuschuss Barriere-Reduzierung: Fördermittel der KfW-Bank ab Frühjahr 2026

Die städtische Wohnberatung des Fachbereichs Ältere Menschen, Pflegebedürftige und behinderte Menschen informiert darüber, dass die beliebten Fördermittel der KfW-Bank im Programm „Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ (455-B) ab Frühjahr 2026 wieder zur Verfügung stehen sollen. Aufgrund der hohen Nachfrage empfiehlt es sich, schnell zu reagieren, sobald die Fördertöpfe freigegeben werden. Der entsprechende Antrag muss unbedingt vor Umbaubeginn gestellt werden. Das Förder-Volumen beträgt voraussichtlich 50 Millionen Euro, 25 Millionen Euro weniger als in den Jahren zuvor.

12.01.2026
Foto: KfW

Zu den förderfähigen Maßnahmen zählt der Abbau von Barrieren im Wohnumfeld. Dazu gehören unter anderem der Einbau einer bodengleichen Dusche, das Beseitigen von Schwellen sowie Maßnahmen zur Überwindung von Stufen und Treppen, beispielsweise durch Rampen oder Liftsysteme. Die städtische Wohnberatungsstelle informiert Interessierte individuell (Telefon: 0208 825-4120; E-Mail wohnberatung@oberhausen.de) zu Fragen der Wohnungsanpassung sowie über Fördermöglichkeiten und den jeweiligen Voraussetzungen.

Gutes Leben | Stadtgespräch

Veranstaltungsreihe zur ehrenamtlichen Vormundschaft

Es gibt Fälle, in denen benötigen Kinder eine Person, die ihre gesetzliche Vertretung übernimmt und Entscheidungen für sie und mit ihnen trifft. Diese besondere Aufgabe kann unter bestimmten Voraussetzungen auch ehrenamtlich übernommen werden.

12.01.2026

Um interessierte Personen auf ein solches Amt vorzubereiten, bietet die Koordinierungsstelle Vormundschaft der Stadt Oberhausen von Februar bis April eine Veranstaltungsreihe an. Diese besteht aus mehreren Terminen mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunktthemen. Interessierte können sich sowohl für die gesamte Reihe als auch für einzelne Veranstaltungen anmelden. Auch bereits tätige Vormünderinnen und Vormünder sind eingeladen, ihr Wissen zu vertiefen oder aufzufrischen. Die Teilnahme ist kostenlos.Veranstaltungsort: Löwenzahn Erziehungshilfe e.V., Falkensteinstraße 84, 46047 Oberhausen. Beginn ist jeweils um 18 Uhr, Ende um 21 Uhr.

Anmeldung ab sofort unter

https://beteiligung.nrw.de/portal/oberhausen/beteiligung/themen/1019872

 

Themen und Termine

19. Februar 2026:  Rahmenbedingungen einer Vormundschaft

3. März 2026: Psychosoziale Situation von Kindern und Jugendlichen unter Vormundschaft

19. März 2026: Möglichkeiten und Grenzen der Erzieherischen Hilfen

14. April 2026: Ausländer- und sozialrechtliche Aspekte

16. April 2026: Zusammenarbeit mit dem Familiengericht

29. April 2026: Die eigene Rolle als Vormund

Weitere Infos: Koordinierungsstelle Vormundschaft, Virchowstraße 83, 46047 Oberhausen, Telefon: 0208 825-9459, E-Mail: kvo@oberhausen.de, Internet: www.oberhausen.de/kvo.