Stadtgespräch

Lesestadt Oberhausen 2025: Geschichten, die verbinden

Ganz Oberhausen war wieder im Lesefieber: Unter dem Motto „Lesen. Checken. Oberhausen entdecken.“ fand die diesjährige Lesestadt Oberhausen mit zahlreichen Aktionen und Lesungen im gesamten Stadtgebiet statt. Schulen, Kitas, Bibliotheken und viele weitere Einrichtungen öffneten ihre Türen für kleine und große Zuhörerinnen und Zuhörer. Dabei wurde das Motto vielfältig interpretiert – durch Bücher, Themen und Orte, die einen besonderen Bezug zu Oberhausen und seinen Menschen haben.

02.12.2025

Bekannte Gesichter beim Vorlesen

Auch in diesem Jahr beteiligten sich viele Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung aktiv an der Lesestadt. Alt-Oberbürgermeister Klaus Wehling begeisterte die Kinder der Rolandschule mit dem Pop-up-Bilderbuch „Das Farbenmonster“ von Anna Llenas, das auf einfühlsame Weise das Thema Gefühle vermittelt. Ebenfalls an der Rolandschule las Bürgermeister Werner Nakot aus „Abenteuer im Ruhrgebiet – Lilly, Nikolas und das Bergmanns-Tagebuch“ von Ulf Blanck und Boris Pfeiffer und nahm die Kinder mit auf eine spannende Entdeckungstour durch die Geschichte und Kultur des Reviers.

Dezernent Michael Jehn empfing eine erste Klasse der Marienschule in der Feuerwache 1, wo er aus „Du spinnst wohl!“ von Kai Pannen las. Im Anschluss durften die Kinder die Wache erkunden und erlebten Feuerwehrfahrzeuge und Rettungswagen aus nächster Nähe. Auch Bundespolizist Max hatte das passende Buch im Gepäck: An der Falkensteinschule las er aus „Bundespolizei im Einsatz – Max und Fabi jagen den Piraten“ und brachte den Schülerinnen und Schülern den Alltag der Polizei näher.

In der Kinderbibliothek las Tanja Bergmann, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oberhausen, aus „Der Waldbuchclub“ für die Kinder der KITA City-West. Ebenfalls in der Kinderbibliothek war Britta Costecki, Leiterin des Bereichs Personal und Organisation der Stadt Oberhausen, zu Gast. Sie stellte den Kindern des Offenen Ganztags der Brüder-Grimm-Schule das Buch „Die Stadtgärtnerin“ von Gina Mayer vor. Passend zum Thema hatte sie Samenpäckchen dabei, um gemeinsam mit den Kindern die Idee einer grüneren Stadt praktisch umzusetzen.

Einen besonders eindrucksvollen Moment bot die Lesung von Dr. Magnus Dellwig, Leiter des Stadtarchivs, an der Fasia-Jansen-Gesamtschule. Mit großer Präsenz und erzählerischem Geschick gelang es ihm, die Schülerinnen und Schüler für die Inhalte von „Mutter und Vater Courage – Luise und Hermann Albertz in Oberhausen“ zu gewinnen.

Neben den Vorlesenden aus der Stadtverwaltung beteiligten sich viele weitere Autorinnen und Autoren an geschlossenen Lesungen in Schulen und Bibliotheken. Damit trugen sie dazu bei, dass der Vorlesetag in Oberhausen wieder zu einem besonderen Erlebnis für Kinder und Jugendliche wurde.

Begeisterung auch bei den offenen Veranstaltungen 

Großen Zuspruch fanden auch die Lesungen in den Bibliotheken. Die Lesung von Melanie Brozeit in der Stadtteilbibliothek Sterkrade sowie das Vorlese- und Bastelangebot mit Laura Konrad und Alt-Bezirksbürgermeister Thomas Krey in der Stadtteilbibliothek Osterfeld stießen auf großes Interesse und trugen zur Vielfalt des Programms am Nachmittag bei.

Das absolute Highlight des Abends war die Veranstaltung mit Bestsellerautor Andreas Gruber in der Zentralbibliothek. Vor ausgebuchtem Haus fesselte er das Publikum mit Passagen aus seinem neuen Thriller „Herzfluch“. Mit persönlichen Anekdoten, einer offenen Fragerunde und einer anschließenden Signierstunde sorgte er für einen äußerst gelungenen Abschluss des diesjährigen Aktionstages.

Ein Tag für die Leseförderung

Die Lesestadt Oberhausen 2025 war erneut ein voller Erfolg und hat gezeigt, wie vielfältig Leseförderung in der Stadt Oberhausen gelebt wird. Mit großem Engagement sorgten zahlreiche Einrichtungen, Schulen, Kitas und Ehrenamtliche dafür, dass Lesen zu einem gemeinsamen Erlebnis wurde. Auch im kommenden Jahr wird Oberhausen wieder am bundesweiten Vorlesetag als Lesestadt teilnehmen und mit vielen kreativen Ideen Lust aufs Lesen machen.


Kunst & Kultur | Stadtgespräch

Lesestadt Oberhausen: „Lesen. Checken. Oberhausen entdecken.“

Seit 2007 findet jedes Jahr die Aktion „Lesestadt Oberhausen“ statt, zu der die Stadt Oberhausen und die Literarische Gesellschaft Oberhausen e. V. gemeinsam aufrufen. Das regelmäßig stattfindende Kulturevent bündelt zahlreiche Aktivitäten und setzt ein starkes Zeichen zur Förderung des Vorlesens. In diesem Jahr wird Oberhausen am Freitag, 21. November 2025, wieder zur „Lesestadt Oberhausen“, zeitgleich mit dem bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen. Unter dem Motto „Lesen. Checken. Oberhausen entdecken.“ verwandelt sich die Stadt in einen Ort voller Geschichten, Abenteuer und Inspiration.

11.11.2025

Kulturdezernent Apostolos Tsalastras freut sich über den Zuspruch bei den Anmeldungen zur Lesestadt: „Viele offene Lesungen, aber auch die weit über 100 geschlossenen Veranstaltungen in Schulen und KTEs zeigen: Lesen ist angesagt und begeistert Jung und Alt gleichermaßen. Ich bin mir sicher, dass der 21. November unter dem diesjährigen Motto wieder ein voller Erfolg wird.“

„Leseförderung ist eine Investition in die Zukunft“, so Diana Bengel, Leiterin der Stadtbibliothek Oberhausen. „Mit dem diesjährigen Motto ‚Lesen. Checken. Oberhausen entdecken.‘ möchten wir Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen motivieren, ihre Stadt durch Geschichten zu erleben und damit die Lust am Lesen neu zu wecken.“

Wilhelm R. Kurze, Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft Oberhausen e. V., ergänzt: „Die Lesestadt Oberhausen ist ein tolles Signal, das in alle Bereiche der Gesellschaft strahlt. Ob in Schulen, in Bibliotheken oder an ungewöhnlichen Orten wie der Feuerwache: Lesen verbindet und knüpft ein Band der Gemeinsamkeit. Ein Tag, der ganz im Zeichen der Bücher und Geschichten steht ist ein guter Tag.“

Zahlreiche Lesungen im gesamten Stadtgebiet

Im Rahmen der Lesestadt Oberhausen finden in diesem Jahr mehr weit mehr als 100 geschlossene Lesungen in Kitas, Schulen und weiteren Einrichtungen über das gesamte Stadtgebiet verteilt statt. Diese Veranstaltungen richten sich ausschließlich an die teilnehmenden Gruppen und Klassen und bilden das Herzstück der stadtweiten Aktion. Viele bekannte Gesichter aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft beteiligen sich auch in diesem Jahr als Vorlesende.

So wird Alt-Oberbürgermeister Klaus Wehling bei der Energieversorgung Oberhausen (EVO) zu Gast sein und mit seiner Lesung die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer für Geschichten rund um Energie und Umwelt begeistern. Dezernent Michael Jehn liest in der Feuerwache 1, wo das Thema Sicherheit und Einsatzfreude im Mittelpunkt stehen wird. Ein Bundespolizist lädt in der Falkensteinschule zu einer spannenden Lesung rund um den Alltag und die Aufgaben der Polizei ein.

In der Kinderbibliothek liest Tanja Bergmann, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oberhausen, den Kindern der KITA City-West eine unterhaltsame Geschichte vor. Ebenfalls in der Kinderbibliothek liest Britta Costecki, Leiterin des Bereichs Personal und Organisation der Stadt Oberhausen, für die Kinder der Offenen Ganztagsschule der Brüder-Grimm-Schule aus dem Buch „Lieber Gurken auf dem Dach als Tomaten auf den Augen“ von Gina Mayer, einer humorvollen Geschichte über Stadtgärten und den Spaß am Selbermachen.

Auch Dr. Magnus Dellwig, Leiter des Stadtarchivs, beteiligt sich an der Lesestadt und liest an der Gesamtschule Weierheide aus dem Buch „Mutter und Vater Courage – Luise und Hermann Albertz in Oberhausen“ von Hartmut Ganzke und Thomas Horschler, das an zwei prägende Persönlichkeiten der Oberhausener Stadtgeschichte erinnert.

Neben den zahlreichen Vorlesenden aus der Stadtverwaltung konnten auch mehrere bekannte Autorinnen und Autoren für die Lesestadt Oberhausen gewonnen werden. Joachim Friedrich liest in der Stadtteilbibliothek Osterfeld aus „Die furchtlosen Zwei von Bahnsteig 3“. Angelika Hesse ist mit einer Lesung zum Thema Freundschaft an der Gesamtschule Weierheide zu Gast. Anja Kiel liest in der Schulbibliothek des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums aus „Die Hüter des schwarzen Goldes“, einer Geschichte, die Fantasie mit der Kulturgeschichte des Ruhrgebiets verbindet. In der Schulbibliothek der Fasia-Jansen-Gesamtschule stellt Aygen-Sibel Celik ihre Bücher vor. Das Literaturhaus Oberhausen hat außerdem Lesungen mit Karen Köhler organisiert, die ihr Kinder- und Jugendbuch „Himmelwärts“ in der Gesamtschule Weierheide und am Elsa-Brändström-Gymnasium präsentiert. Eine Übersicht aller beteiligten Einrichtungen und Veranstaltenden der geschlossenen Lesungen wird vor dem 21. November 2025 auf der Internetseite der Stadt Oberhausen (www.oberhausen.de/lesestadt) veröffentlicht. Die große Beteiligung zeigt, wie vielfältig das Engagement in Oberhausen ist und welch wichtigen Beitrag Schulen, Kitas und kulturelle Einrichtungen zur Förderung der Lesekultur leisten.

Offene Veranstaltungen am 21. November

Wer nicht selbst vorliest oder sich in einer Schule oder Kita vorlesen lassen kann, hat die Möglichkeit, an einer der folgenden öffentlichen Lesungen teilzunehmen.

16 Uhr – Evangelische Auferstehungskirche

„Wenn Fenster Geschichten erzählen“ – Lesung und Entdeckungsreise für Kinder und Familien. Die Fenster der Kirche werden gemeinsam erforscht, ihre Geschichte erzählt und eine biblische Geschichte vorgelesen.

Vestische Straße 86, 46117 Oberhausen

Weitere Informationen unter www.kirche-osterfeld.de

16 Uhr – Büchercafé der Sophien-Kirchengemeinde

„Tatort Oberhausen – Krimis in Oberhausen“

Büchercafé Komma rein, Bismarckstraße 75, 46047 Oberhausen

Weitere Informationen unter www.sophiengemeinde-oberhausen.de

16 Uhr – Stadtteilbibliothek Osterfeld

Laura Konrad liest gemeinsam mit Thomas Krey aus „Das kleine Wir“. Im Anschluss können Kinder ab drei Jahren beim Basteln kreativ werden.

Kirchstraße 10, 46117 Oberhausen

Weitere Informationen unter www.oberhausen.de/stadtbibliothek

Anmeldung: bibliothek.osterfeld@oberhausen.de oder 0208 825-3091

19 Uhr – Stadtteilbibliothek Sterkrade

Melanie Brozeit liest aus „Glückorte in Oberhausen“. Eine Hommage an ihre Heimat, humorvoll, lebendig und echt Ruhrgebiet.

Wilhelmstraße 9, 46145 Oberhausen

Weitere Informationen unter www.oberhausen.de/stadtbibliothek

Anmeldung: bibliothek.sterkrade@oberhausen.de oder 0208 94059850

19 Uhr – Stadtbibliothek Oberhausen (Zentralbibliothek)

Andreas Gruber liest aus seinem neuen Thriller „Herzfluch“.

Der Eintritt ist kostenlos. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Eine Warteliste ist eingerichtet, auf der Interessierte sich eintragen lassen können.

Langemarkstraße 19–21, 46045 Oberhausen

Weitere Informationen unter www.oberhausen.de/stadtbibliothek

Anmeldung: stadtbibliothek@oberhausen.de oder 0208 825-2058

Stadtgespräch

Lesen. Checken. Oberhausen entdecken! Anmeldephase zur Aktion „Lesestadt Oberhausen“ startet ab sofort

Am Freitag, den 21. November 2025, wird Oberhausen erneut zur „Lesestadt Oberhausen“. Zeitgleich mit dem bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen lädt die Stadt gemeinsam mit der Literarischen Gesellschaft Oberhausen e. V. alle Bürgerinnen und Bürger ein, das Lesen und Vorlesen zu feiern.

18.06.2025
Foto: Stadt Oberhausen, Tom Thöne

Schon seit 2007 ist der Vorlesetag der Aktion „Lesestadt Oberhausen“ ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Oberhausen. Mit der generationenverbindenden Veranstaltung, bei der im gesamten Stadtgebiet verteilt Aktionen stattfinden, sollen möglichst viele Menschen für Geschichten, Bücher und das gemeinsame Zuhören begeistert werden.

Das diesjährige Motto lautet: „Lesen. Checken. Oberhausen entdecken!“ – ein Aufruf, mit Geschichten und Erzählungen auf eine Entdeckungsreise durch unsere Stadt zu gehen. Ob in Schulen, Kultur-, Kindertages- und Senioreneinrichtungen, bei Initiativen und Vereinen oder bei mehrsprachigen Lesungen: Jede Geschichte zählt, und jeder Ort kann zum Lese-Ort werden.

„Je mehr Oberhausenerinnen und Oberhausener sich beteiligen, je mehr Institutionen Veranstaltungen anbieten, desto besser können wir die Freude am Lesen und Vorlesen weitergeben“, ruft Oberbürgermeister Schranz zum Mitplanen und Mitmachen auf: „Denn bei jedem Vorlesen werden nicht nur alle Beteiligten Freude an Geschichten in und über unsere Stadt haben, sie werden hoffentlich die Freude am Lesen entdecken oder wiederentdecken.“ Der Oberbürgermeister will einmal mehr auch selbst beim Aktionstag vorlesen und sagt: „Ich danke allen, die sich in unserer Stadt für das wichtige Vermitteln von Lesekompetenz engagieren und natürlich auch jetzt schon denjenigen, die am 21. November  Oberhausen als  Ort voller Geschichten, Abenteuer und Inspiration feiern.“

Veranstaltungen können angemeldet werden

Alle angemeldeten Lesungen werden auf der Website der Stadt Oberhausen veröffentlicht, sodass bis zum Aktionstag im November ein buntes Programm für alle Stadtteile entstehen kann. Die Anmeldung ist ab sofort möglich unter www.oberhausen.de/lesestadt.

Hintergrund:

Der jährliche Vorlesetag der Stiftung Lesen e. V. möchte die Bedeutung des Vorlesens für unsere Gesellschaft hervorheben. Vorlesen fördert Sprachkompetenz, stärkt soziale Bindungen und unterstützt Bildung von klein auf. Es schafft Nähe, fördert Empathie und hilft, Chancengleichheit zu erhöhen. Die Stadt Oberhausen engagiert sich bereits seit 2007 gemeinsam mit der Literarischen Gesellschaft Oberhausen e. V. für diesen Tag. Im vergangenen Jahr haben die Oberhausenerinnen und Oberhausener fast 40 Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet angemeldet. Das bunte Programm reichte von Lesungen in KiTas und Schulen über öffentliche Veranstaltungen mit Bestsellerautoren bis hin zu Kulturstätten und Einrichtungen, in denen vorgelesen und zugehört wurde.

Gutes Leben | Kunst & Kultur

Oberhausen Lesestadt: „Ein Ozean voller Geschichten“

In Geschichten einzutauchen, ist eine der ältesten Beschäftigungen des Menschen. Geschichten miteinander zu teilen verbindet. Lesen lässt Wissen und Wortschatz wachsen, Lesekompetenz ist einer der wichtigsten Faktoren für Bildungserfolg. Auf all das macht der Aktionstag Oberhausen Lesestadt mit vielen Veranstaltungen am Freitag, 15. November 2024, aufmerksam. Mit der Verkündung des diesjährigen Mottos „Ein Ozean voller Geschichten“, rufen Schirmherr Oberbürgermeister Daniel Schranz, Kulturdezernent Apostolos Tsalastras und Wilhelm Kurze, Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft Oberhausen, Schulen, Kindertagesstätten, Kulturinstitute, Senioreneinrichtungen und alle anderen Interessierten dazu auf, sich am Aktionstag zu beteiligen. Angemeldet werden können alle Aktionen unter www.oberhausen.de/lesestadt.

28.05.2024
Oberbürgermeister Daniel Schranz (vorne links) wirbt gemeinsam mit Kulturdezernent Apostolos Tsalastras, Stadtbibliotheksleiterin Diana Bengel, Wilhelm Kurze (Literarische Gesellschaft), Kulturagent Jens Niemeier, Kirsten Linden-Gaflig (Schulbibliothekarische Arbeitsstelle), Petra Salewsky (Kommunales Integrationszentrum), Anna Derichs (Bert-Brecht-Bildungszentrum) und Daniel Simon Böhmer (Stadtarchiv) für die Aktion Oberhausen Lesestadt 2024.

„Je mehr Aktionen es gibt, je mehr Menschen und Institutionen sich beteiligen, desto besser können wir die Freude am Lesen weitergeben“, sagt Oberbürgermeister Schranz: „Das macht nicht nur allen Beteiligten Spaß, sondern es macht sicher für viele Zuhörerinnen und Zuhörer einen Unterschied. Bei Kindern wird hoffentlich die Lust auf mehr geweckt. Bei Seniorinnen und Senioren werden schöne Erinnerungen hervorgerufen.“ Der Oberbürgermeister, nicht nur von Berufs wegen Vielleser, wird einmal mehr auch selbst beim Aktionstag vorlesen und sagt: „Ich danke allen, die sich in unserer Stadt für das wichtige Vermitteln von Lesekompetenz engagieren und natürlich auch denjenigen, die am 15. November mit uns den ,Ozean voller Geschichten‘ befahren.“

Den Appell unterstützt auch Kulturdezernent Apostolos Tsalastras: „Die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler in Deutschland befindet sich laut aktueller Studien weiterhin in einem Abwärtstrend. Dem müssen wir entgegensteuern.“

So zeigt die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) von 2021, deren Ergebnisse 2023 veröffentlicht wurden, dass ein Viertel der getesteten Kinder in Deutschland nicht den international festgelegten Mindeststandard beim Lesen erreicht, der für das erfolgreiche Lernen nötig wäre. Es gibt zwar viele gute Leserinnen und Leser, jedoch auch sehr viele mit großen Mängeln.

„Leseförderung ist eine gute Investition und gehört zum Fundament unseres Bildungswesens“, betont Diana Bengel, Leiterin der Stadtbibliothek: „Um die Freude am geschriebenen und gesprochenen Wort möglichst früh zu wecken, sorgen wir mit unseren vielfältigen Angeboten zur Lese- und Sprachförderung dafür, dass (Vor-)Lesen zum Erlebnis und der Zugang zur Literatur, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, erleichtert wird.“

Wie wichtig das ist, zeigen auch die Ergebnisse der IQB-Bildungstrends aus dem Jahr 2022, die 2023 veröffentlicht wurden. Hier wird regelmäßig überprüft, inwieweit Schülerinnen und Schüler in Deutschland die mit den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK) definierten Kompetenzziele erreichen. Im Fach Deutsch wird die Studie am Ende der 9. Jahrgangsstufe durchgeführt.  Bundesweit 32,5 Prozent der Neuntklässlerinnen und Neuntklässler erreichen im Fach Deutsch nicht den Mindeststandard im Lesen für den Mittleren Schulabschluss(MSA). Das sind 16 Prozentpunkte mehr als sieben Jahre zuvor. Dies zeigt, wie stark die Lesekompetenz im Laufe der Jahre abgenommen hat.

„All diese Ergebnisse zeigen einmal mehr auf, wie wichtig das Lesen und Vorlesen ist. Deshalb möchte der Aktionstag Oberhausen Lesestadt auch im 18. Jahr seines Bestehens mit möglichst vielen bunten, spannenden und vielseitigen Aktionen und Veranstaltungen rund um das Thema Lesen darauf aufmerksam machen“, betont Wilhelm Kurze, Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft Oberhausen.

Oberhausen Lesestadt findet in diesem Jahr zeitgleich mit dem bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen statt.