Kunst & Kultur | Stadtgespräch

Luise und Hermann Albertz: Politische Leben zwischen Buchdeckeln

Zwei große Oberhausener Politik-Persönlichkeiten waren im Ratssaal Thema: Die Autoren Hartmut Ganzke und Thomas Horschler haben am Donnerstag, 7. August 2025, ihre Doppelbiografie „Mutter und Vater Courage. Luise und Hermann Albertz: Eine deutsche Familiengeschichte“ vorgestellt. Die Lesung, zu der das Stadtarchiv Oberhausen eingeladen hatte, stieß auf großes Interesse: Rund 100 Menschen, darunter auch die Alt-Oberbürgermeister Burkhard Drescher und Klaus Wehling, waren ins Rathaus an der Schwartzstraße gekommen.

08.08.2025
Foto: Stadt Oberhausen / Tom Thöne // SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Sonja Bongers

Oberbürgermeister Daniel Schranz begrüßte die Zuhörerinnen und Zuhörer – und erinnerte an das Schicksal des Politikers Hermann Albertz, der von 1919 bis 1933 im Rat der Stadt Oberhausen saß und auch Abgeordneter des Preußischen Landtages war. Er wurde nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wegen seines politischen Engagements verfolgt und starb 1944 in KZ-Haft. Schranz zeigte drei Fotos von der ersten Ratssitzung im Mai 1930 im damals neu eröfneten Rathaus – und machte darauf aufmerksam, dass in der letzten Reihe zwei Nationalsozialisten saßen. Keine drei Jahre später sollten nur noch Nationalsozialisten über die Geschicke Oberhausens bestimmen.

Oberbürgermeister Schranz: Buch stärkt Bewusstsein für Bewahrung der Demokratie

Die Bewahrung der Demokratie ist sowohl aus der Rückschau als auch mit Blick auf unsere heutigen Verhältnisse eine wichtige Aufgabe“, betonte Schranz: „Deshalb freuen wir uns so über dieses Buch: Es trägt dazu bei, das Bewusstsein dafür nochmal zu stärken wie wichtig der Erhalt dieser Demokratie ist.“ Dafür habe sich Luise Albertz Zeit ihres langen politischen Lebens als Oberbürgermeisterin, Landtags- und Bundestagsabgeordnete eingesetzt.

Sonja Bongers, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat und Landtagsabgeordnete, führte in die Lesung ein. Über Luise Albertz, die erste Oberbürgermeisterin einer deutschen Großstadt, die eine für ihre Zeit für Frauen ungewöhnliche politische Karriere machte, sagte Bongers: „Ihre Rolle im Leben fand sie als Kümmerin und Mutter der Oberhausener Bevölkerung.“ Sie habe selbst einmal gesagt: „Die ganze Stadt, das ist meine Familie.“ Was man aus Luise Albertz politischem Handeln lernen könne sei, „wie man Verantwortung übernimmt – mit Herz, mit Mut und mit unermüdlichem Einsatz für die Menschen“.

Luise und Hermann Albertz als Vorbilder

Journalist und Verleger Thomas Horschler und der Landtagsabgeordnete Hartmut Ganzke berichteten von der Entstehung der Doppelbiografie. „Je länger wir uns mit den beiden Persönlichkeiten beschäftigt haben, umso mehr sind sie zu einer virtuellen Persönlichkeit verschmolzen“, sagte Horschler, „und wir haben uns gefragt: Wo kann die Vorbildfunktion der beiden liegen?“

Eine Antwort gab ein Zitat von Luise Albertz aus ihrer Antrittsrede nach ihrer ersten Wahl zur Oberbürgermeisterin Oberhausens am 5. November 1946: „Ich möchte Ihnen noch sagen, dass mich seit meiner Kind¬heit ein Satz durch mein Leben begleitet hat, der wie folgt lautet: ,Das moralisch Richtige kann niemals das politisch Falsche sein.‘ Bis heute habe ich mir diesen Grundsatz zu ei¬gen gemacht und werde ihn auch in Zukunft als Richtschnur für meine Handlungen und Entscheidungen gelten lassen. Ich bin überzeugt, dass ich dann richtig und gerecht handeln werde.“ Der Spruch habe über dem Schreibtisch ihres Vaters gehangen: „Mein Vater hat mich erzogen, das Wohl aller Schaffen¬den immer im Auge zu haben und mich dafür einzusetzen. Er hat mich gelehrt, die Ungerechtigkeit der jetzigen Welt, die immer wieder zum Kriege führt, zu erkennen und zu be-kämpfen. Er hat mir durch sein Vorbild gezeigt, demokratisch und tolerant zu sein, und wies mich an, dass der Ärmste zuerst Hilfe zu erhalten hat.“


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Politische Biografie: Lesung über Oberbürgermeisterin Luise Albertz

Am Donnerstag, 7. August, 18:30 Uhr, findet im Ratssaal  (Rathaus Oberhausen, Schwartzstraße 72) eine Autorenlesung aus der neuen Veröffentlichung „Mutter und Vater Courage. Luise und Hermann Albertz in Oberhausen“ statt.

04.08.2025

 Rund ein Vierteljahrhundert war Luise Albertz (1901 – 1979) Oberbürgermeisterin von Oberhausen. Nicht nur das, sie war die erste Frau in diesem Amt in einer westdeutschen Großstadt. Und sie war ab der ersten Wahl nach dem Zweiten Weltkrieg zwei Jahrzehnte lang Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Das Leben dieser Ausnahmepolitikerin – und die Prägung durch ihren Vater Hermann Albertz, Stadtverordneter im Oberhausener Rat von 1919 bis 1933 – wird nun zum ersten Mal umfassend in einem Buch aufgearbeitet. „Mutter und Vater Courage. Luise und Hermann Albertz in Oberhausen“ heißt der Band, den die Autoren Hartmut Ganzke, MdL, und Thomas Horschler vorlegen.

 

Die Erkenntnisse der Autoren basieren auch auf zahlreichen Quellen, die sie im Stadtarchiv Oberhausen studiert haben. Am Donnerstag, 7. August 2025, ab 18:30 Uhr lädt das Stadtarchiv nun zu einer Lesung mit Autor Hartmut Ganzke ein – an die Wirkungsstätte von Luise und Hermann Albertz, in den Ratssaal im Rathaus Oberhausen an der Schwartzstraße 72. Oberbürgermeister Daniel Schranz wird die Lesung eröffnen, die SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Sonja Bongers, wird in den Abend einführen.

 

Der Eintritt zur Lesung ist frei. Um Anmeldung wird bis Montag, 4. August 2025, 12 Uhr, wegen der begrenzten Zahl der Plätze gebeten, vorzugsweise per E-Mail an stadtarchiv@oberhausen.de oder per Telefon unter 0208 30952090.

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Lesung gegen Rechtsextremismus

Eine Woche vor der Bundestagswahl setzen das Literaturhaus Oberhausen und der Förderverein Zeche Alstaden ein deutliches Zeichen gegen die radikale Rechte und für die Verteidigung der Demokratie.

12.02.2025

Fremdenfeindlichkeit ist das Mittel einer Politik, die unsere Gesellschaft spalten will und in der Konsequenz  Verfolgung, Vertreibung und Gewalt mit sich bringen würde. Wenn – ja wenn – diese Akteure politische Macht erhielten. Sie wähnen sich aktuell im Aufwind und es scheint so, dass die Akzeptanz ihrer politischen Losungen noch zunimmt.

Das Literaturhaus Oberhausen und der Förderverein der Zeche Alstaden  sehen sich als Träger und Multiplikatoren einer demokratischen und humanistischen Kultur. Und Kultur braucht Vielfalt, nicht Einfalt. Kultur braucht Verständigung, nicht Verfolgung. Kultur braucht Liebe, nicht Hass. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für die Kultur der Demokratie.

An der Lesung beteiligen sich folgende AutorInnen und Kulturschaffende aus Oberhausen und dem Ruhrgebiet: die Oberhausener Literaten Nikola Hackenberg und Peter Coon, der Mülheimer Autor Stefan Piasecki, der Schriftsteller und ehem. Geschäftsführer des NRW-Literaturbüros Gladbeck Gerd Herholz, Rainer Piecha  vom Literaturhaus und Hans-Dietrich Kluge-Jindra vom Förderverein Zeche Alstaden.  Die musikalische Begleitung übernimmt Georg Partes (Gitarre).

Sonntag, den 16. Februar im ehem. Pferdestall der Zeche Alstaden, Solbadstr. 53, Beginn um 16 Uhr.
Eintritt frei, der Hut geht rum; die Sammlung geht an das Recherchekollektiv “Correctiv” aus Bottrop.

Veranstalter:

Förderverein Zeche Alstaden Oberhausen e.V.

Literaturhaus Oberhausen

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Vorlesen im Historischen Klassenzimmer Oberhausen Michel aus Lönneberga von Astrid Lindgren – Ein Erlebnis für Groß und Klein

Pippi Langstrumpf, Karlsson vom Dach und Michel aus Lönneberga sind nur einige berühmte Figuren der Autorin Astrid Lindgren. Diese Figuren und ihre Geschichte begeisterten bereits Generationen von Kindern und Erwachsenen. Am Sonntag, 26. Januar 2025, 11 bis 12 Uhr, trägt der Schauspieler Daniel Rothaug vom Ensemble des Theaters Oberhausen im Historischen Klassenzimmer Oberhausen verschiedene Geschichten rund um Michel von Lönneberga vor. Besucher können bekannte, aber auch unbekannte Geschichten entdecken.

16.01.2025

Kinder, Eltern, Großeltern und junggebliebene Erwachsene sind herzlich eingeladen, den Geschichten von Michel zu lauschen, sie neu zu erleben und zu genießen. Die Veranstaltung findet statt am Sonntag, 26. Januar 2025, 11 Uhr, im Historischen Klassenzimmer Oberhausen, Eschenstraße 60, 46049 Oberhausen.

 

 

Die Veranstaltung wird vom Stadtarchiv Oberhausen angeboten und ist kostenlos. Eine Anmeldung per E-Mail unter Fachbereich.archiv@oberhausen.de ist bis zum 24. Januar 2025 erforderlich, da maximal 25 Personen an der Veranstaltung teilnehmen können.

Stadtgespräch

Bestsellerautorin Kerstin Gier liest aus ihrem neuen Band der Vergissmeinnicht-Trilogie

Fans von magischen Geschichten und humorvollen Charakteren können sich auf einen außergewöhnlichen Abend freuen: Am Freitag, 29. November 2024, liest Bestseller-Autorin Kerstin Gier um 19 Uhr im Lichtburg Filmpalast Oberhausen, Elsässer Straße 26, aus ihrem neuen Buch „Was die Welt zusammenhält“. Auch bei diesem dritten Band der Vergissmeinnicht-Trilogie nimmt die Autorin mit ihrem einzigartigen Stil sowie einer guten Prise Romantik und Abenteuer ihre Leserinnen und Leser mit auf eine unvergessliche Reise. Im Kino wird es zudem einen Büchertisch geben, wo das am 27. November 2024 erscheinende Buch erworben und auch signiert werden kann.

Karten für die Lesung sind zum Preis von 4 Euro über die Homepage der Stadtbibliothek Oberhausen erhältlich: www.oberhausen.de/stadtbibliothek

Nähere Infos: Anna Derichs, Bert-Brecht-Bildungszentrum, Tel.: 0208 825-3016, E-Mail: anna.derichs@oberhausen.de.

14.10.2024
Bestsellerautorin Kerstin Gier liest im Lichtburg Filmpalast Oberhausen. (Foto: © Kerstin Gier)

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Aktionstag „Oberhausen Lesestadt“: Bestsellerautorin Petra Hammesfahr liest in der Stadtbibliothek

Bereits zum 18. Mal findet am Freitag, 15. November 2024, der Aktionstag „Oberhausen Lesestadt“ im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags statt. Mit Petra Hammesfahr konnte die Stadtbibliothek Oberhausen für den Abschluss dieses besonderen Tages eine renommierte Autorin gewinnen. Die Bestsellerautorin liest um 19 Uhr in der Stadtbibliothek, Langemarkstraße 19-21, aus ihrem neuesten Roman „Die Verlierer“. Petra Hammesfahr schreibt seit Jahrzehnten erfolgreich Krimis und Thriller und lieferte unter anderem die Romanvorlage zur US-Seriensensation „The Sinner“ mit Bill Pullmann.

Der Besuch der Lesung ist kostenfrei. Um eine Voranmeldung wird gebeten: per E-Mail an stadtbibliothek@oberhausen.de oder telefonisch unter 0208 825-2852.

Nähere Infos: Anna Derichs, Bert-Brecht-Bildungszentrum, Tel.: 0208 825-3016, E-Mail: anna.derichs@oberhausen.de.

14.10.2024
Bestsellerautorin Petra Hammesfahr liest zum Aktionstag „Oberhausen Lesestadt“ in der Stadtbibliothek. (Foto: Petra Hammesfahr)

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Lesestadt Oberhausen 2023: Die zahlreichen Veranstaltungen stehen unter dem Motto Das Theater mit dem Lesen

Das Theater mit dem Lesen, so lautet das Motto der diesjährigen Lesestadt Oberhausen. Der Aktionstag findet wieder am bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen statt – am kommenden Freitag, 17. November 2023. Oberbürgermeister Daniel Schranz und Wilhelm R. Kurze, Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft Oberhausen e. V., rufen gemeinsam zur Teilnahme auf.

13.11.2023
Vorstellung Lesestadt Oberhausen 2023, v.l. Jens Niemeier (Kulturagent), Lale Arslanbenzer (Bereichsleitung Kommunales Integrationszentrum), Wilhelm Kurze (Literarische Gesellschaft), Anna Derichs (Öffentlichkeitsarbeit Bert-Brecht-Bildungszentrum), Oberbürgermeister Daniel Schranz, Diana Bengel (Bereichsleitung Bert-Brecht-Bildungszentrum), Oscar Volkmann (Leitung Stadtteilbibliothek Schmachtendorf).

Passend zum Motto liest Oberbürgermeister Daniel Schranz im Theater Oberhausen, Will-Quadflieg-Platz 1, vor. Dazu eingeladen wurden die Klassen 2b und 3d der Wunderschule. Die Lesung findet von 9 bis 10 Uhr statt.

Alt-Oberbürgermeister Klaus Wehling besucht die Stadtteilbibliothek Sterkrade, Wilhelmstraße 9. Ab 9 Uhr liest er aus dem Buch Die ??? Kids – Spuk in der Schule. Als Zuhörerinnen und Zuhörer werden die 2. Klassen der Postwegschule erscheinen.

Der 1. Bürgermeister Werner Nakot liest von 16 bis 17 Uhr in der Kinderbibliothek der Zentralbibliothek, Langemarkstraße 19-21, allen interessierten Kindern aus Harry Potter und der Stein der Weisen vor.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr findet am Abend des Vorlesetages statt. Der Bestsellerautor Max Bentow konnte mit seinem neuen Psychothriller für eine Lesung in der Zentralbibliothek gewonnen werden. Die Lesung, die um 19:30 Uhr beginnt, ist bereits komplett ausgebucht. 

Folgende weitere offene Lesungen finden am Freitag, 17. November, im Rahmen von Lesestadt Oberhausen statt:

Stadtteilbibliothek Sterkrade, Wilhelmstraße 9

Der kleine Häwelmann Figurentheater/16 Uhr

Das Figurentheater Seifenblasen zeigt das Stück Der kleine Häwelmann. Dieser liegt nachts in seinem Rollenbett und ist putzmunter. Als der gute, alte Mond durchs Fenster scheint, fährt der kleine Häwelmann mit dem Rollenbett auf und davon: durchs Zimmer, die Wände hoch, über die Decke und schließlich zum Fenster hinaus. Er trifft dabei auf den Wetterhahn in der Stadt und Hinz den Kater im Wald, bis es dem Mond zu bunt wird: „Junge, hast du noch nicht genug?“  „Nein“, schreit Häwelmann, „Mehr, mehr! Ich will bis in den Himmel hinein!!!“  Und was dann geschieht, erfahren alle abenteuerlustigen Kinder ab drei Jahren in dieser turbulenten Geschichte.

„Büchertischkaffee“, Ev. Sophien-Kirchengemeinde, Bereich Christuskirche, Nohlstraße 2-4

Lesung von Texten, auch im Wechsel/15:30 Uhr

Jeder, der kommen möchte, kann lesen oder auch nur zuhören.

Café Mary & Joe (vormals ökumenisches Kirchenzentrum), Platz der Guten Hoffnung (Centro-Promenade)

LauschGericht im Café Mary & Joe/13 Uhr

Einladung zum LauschGericht: Ein Überraschungsgast liest eine halbe Stunde aus einem Buch vor, das er zu diesem Anlass ausgesucht hat. Die Besucherinnen und Besucher können dabei das preisgünstige Mittagessen oder Kaffee und Kuchen genießen.

Ameos Pflegezentrum Joesefinum, Mülheimer Straße 89

Schüler lesen für Seniorinnen und Senioren/15 Uhr

Kinder der vierten Kasse der Marienschule lesen den Seniorinnen und Senioren aus ausgewählten Büchern vor.

Gedenkhalle Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46

Buchpräsentation mit dem Autor Prof. Dr. Wolfgang Benz/18 Uhr.

Allein gegen Hitler, Leben und Tat des Johann Georg Elser, Neuerscheinung 2023. Eine Veranstaltung in Kooperation mit Literarische Gesellschaft Oberhausen e.V.

Zum Buch

Früher als die meisten Deutschen erkannte der Schreiner Georg Elser, dass Hitlers Regime Krieg und Vernichtung bringen wird. Um das zu verhindern, fasste er den Entschluss zum Attentat, konstruierte – technisch perfekter als die Offiziere des militärischen Widerstands – eine Bombe samt Zündmechanismus und versteckte sie unbemerkt in einer Säule des Bürgerbräukellers. Heute ist Elser zwar fast so berühmt wie die Geschwister Scholl und Graf Stauffenberg, der Held des 20. Juli 1944. Aber als Person blieb er unbekannt. Dieses akribisch recherchierte Lebensbild zeigt den Schreiner aus Königsbronn in seinem sozialen, historischen und privaten Kontext. Wolfgang Benz holt damit nach, was längst überfällig ist: eine wissenschaftlich fundierte Biografie des einfachen Mannes aus dem Volk, der zur Einsicht in die verbrecherische Natur des NS-Regimes gelangte und sich bis zur letzten Konsequenz zum Widerstand entschloss.

Zum Autor

Wolfgang Benz war bis 2011 Leiter des Instituts für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. Er ist einer der renommiertesten Zeithistoriker Deutschlands und hat zahlreiche Publikationen zur Geschichte des Nationalsozialismus, des Holocaust und des Widerstands vorgelegt.

Im Anschluss an die Buchpräsentation besteht die Möglichkeit zum Austausch mit Prof. Benz. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Infos: www.gedenkhalle-oberhausen.de

 

Stadtteilbibliothek Osterfeld, Kirchstraße 10

Vorlesen verbindet/15 Uhr

Die Besucherinnen und Besucher des Jugendhauses Osterfeld-Mitte der SJD-Die Falken haben in drei Workshops mit einer Theaterpädagogin aus Osterfeld eine kurzweilige Lesung für Kinder ab sechs Jahren vorbereitet. Die Lesung findet in der Stadtteilbibliothek Osterfeld statt. Neben der Lesung gibt es ein Kreativangebot und kostenfreie Snacks und Getränke. Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt des Jugendhauses Osterfeld-Mitte und der Stadtteilbibliothek Osterfeld und wird im Rahmen des Verfügungsfonds Soziale Stadt Osterfeld gefördert.

Passend zum Motto liest Oberbürgermeister Daniel Schranz im Theater Oberhausen, Will-Quadflieg-Platz 1, vor. Dazu eingeladen wurden die Klassen 2b und 3d der Wunderschule. Die Lesung findet von 9 bis 10 Uhr statt.

Alt-Oberbürgermeister Klaus Wehling besucht die Stadtteilbibliothek Sterkrade, Wilhelmstraße 9. Ab 9 Uhr liest er aus dem Buch Die ??? Kids – Spuk in der Schule. Als Zuhörerinnen und Zuhörer werden die 2. Klassen der Postwegschule erscheinen.

Der 1. Bürgermeister Werner Nakot liest von 16 bis 17 Uhr in der Kinderbibliothek der Zentralbibliothek, Langemarkstraße 19-21, allen interessierten Kindern aus Harry Potter und der Stein der Weisen vor.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr findet am Abend des Vorlesetages statt. Der Bestsellerautor Max Bentow konnte mit seinem neuen Psychothriller für eine Lesung in der Zentralbibliothek gewonnen werden. Die Lesung, die um 19:30 Uhr beginnt, ist bereits komplett ausgebucht.

Folgende weitere offene Lesungen finden am Freitag, 17. November, im Rahmen von Lesestadt Oberhausen statt:

Stadtteilbibliothek Sterkrade, Wilhelmstraße 9

Der kleine Häwelmann Figurentheater/16 Uhr

Das Figurentheater Seifenblasen zeigt das Stück Der kleine Häwelmann. Dieser liegt nachts in seinem Rollenbett und ist putzmunter. Als der gute, alte Mond durchs Fenster scheint, fährt der kleine Häwelmann mit dem Rollenbett auf und davon: durchs Zimmer, die Wände hoch, über die Decke und schließlich zum Fenster hinaus. Er trifft dabei auf den Wetterhahn in der Stadt und Hinz den Kater im Wald, bis es dem Mond zu bunt wird: „Junge, hast du noch nicht genug?“  „Nein“, schreit Häwelmann, „Mehr, mehr! Ich will bis in den Himmel hinein!!!“  Und was dann geschieht, erfahren alle abenteuerlustigen Kinder ab drei Jahren in dieser turbulenten Geschichte.

„Büchertischkaffee“, Ev. Sophien-Kirchengemeinde, Bereich Christuskirche, Nohlstraße 2-4

Lesung von Texten, auch im Wechsel/15:30 Uhr

Jeder, der kommen möchte, kann lesen oder auch nur zuhören.

Café Mary & Joe (vormals ökumenisches Kirchenzentrum), Platz der Guten Hoffnung (Centro-Promenade)

LauschGericht im Café Mary & Joe/13 Uhr

Einladung zum LauschGericht: Ein Überraschungsgast liest eine halbe Stunde aus einem Buch vor, das er zu diesem Anlass ausgesucht hat. Die Besucherinnen und Besucher können dabei das preisgünstige Mittagessen oder Kaffee und Kuchen genießen.

Ameos Pflegezentrum Joesefinum, Mülheimer Straße 89

Schüler lesen für Seniorinnen und Senioren/15 Uhr

Kinder der vierten Kasse der Marienschule lesen den Seniorinnen und Senioren aus ausgewählten Büchern vor.

Gedenkhalle Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46

Buchpräsentation mit dem Autor Prof. Dr. Wolfgang Benz/18 Uhr.

Allein gegen Hitler, Leben und Tat des Johann Georg Elser, Neuerscheinung 2023. Eine Veranstaltung in Kooperation mit Literarische Gesellschaft Oberhausen e.V.

Zum Buch

Früher als die meisten Deutschen erkannte der Schreiner Georg Elser, dass Hitlers Regime Krieg und Vernichtung bringen wird. Um das zu verhindern, fasste er den Entschluss zum Attentat, konstruierte – technisch perfekter als die Offiziere des militärischen Widerstands – eine Bombe samt Zündmechanismus und versteckte sie unbemerkt in einer Säule des Bürgerbräukellers. Heute ist Elser zwar fast so berühmt wie die Geschwister Scholl und Graf Stauffenberg, der Held des 20. Juli 1944. Aber als Person blieb er unbekannt. Dieses akribisch recherchierte Lebensbild zeigt den Schreiner aus Königsbronn in seinem sozialen, historischen und privaten Kontext. Wolfgang Benz holt damit nach, was längst überfällig ist: eine wissenschaftlich fundierte Biografie des einfachen Mannes aus dem Volk, der zur Einsicht in die verbrecherische Natur des NS-Regimes gelangte und sich bis zur letzten Konsequenz zum Widerstand entschloss.

Zum Autor

Wolfgang Benz war bis 2011 Leiter des Instituts für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. Er ist einer der renommiertesten Zeithistoriker Deutschlands und hat zahlreiche Publikationen zur Geschichte des Nationalsozialismus, des Holocaust und des Widerstands vorgelegt.

Im Anschluss an die Buchpräsentation besteht die Möglichkeit zum Austausch mit Prof. Benz. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Infos: www.gedenkhalle-oberhausen.de

 

Stadtteilbibliothek Osterfeld, Kirchstraße 10

Vorlesen verbindet/15 Uhr

Die Besucherinnen und Besucher des Jugendhauses Osterfeld-Mitte der SJD-Die Falken haben in drei Workshops mit einer Theaterpädagogin aus Osterfeld eine kurzweilige Lesung für Kinder ab sechs Jahren vorbereitet. Die Lesung findet in der Stadtteilbibliothek Osterfeld statt. Neben der Lesung gibt es ein Kreativangebot und kostenfreie Snacks und Getränke. Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt des Jugendhauses Osterfeld-Mitte und der Stadtteilbibliothek Osterfeld und wird im Rahmen des Verfügungsfonds Soziale Stadt Osterfeld gefördert.

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Stadtarchiv Oberhausen: Tag der offenen Tür mit Vorlesen und Maskenball im Historischen Klassenzimmer

Am Sonntag, 29. Oktober 2023, 11 bis 17 Uhr, ist es wieder soweit: Ein buntes Programm im Historischen Klassenzimmer am Tag der offenen Tür. Eingeladen sind Jung und Alt, um das Schulmuseum zu bewundern, auf alten Schulbänken Platz zu nehmen und die einmalige Atmosphäre des Klassenzimmers zu erleben. Passend zur beginnenden dunklen Jahreszeit und zu anstehenden Halloweenfeiern dreht sich diesmal alles ums Gruseln.

19.10.2023
Foto: Stadt Oberhausen

Um 11 Uhr findet im Historischen Klassenzimmer auf der Eschenstraße 60 in Oberhausen Lirich der Maskenball mit Vorlesen und Verkleiden für Kinder statt. Der bekannte Mundwerker Jürgen Hinninghofen liest aus dem Bilderbuch „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler und aus weiteren spannenden Geschichten vor.  Gemeinsam das professionell dargebotene Vorlesen erleben und genießen, das steht an erster Stelle der Veranstaltung. Alle Kinder sind eingeladen, passend zu dieser Geschichte und zu anderen Erzählungen verkleidet in – vielleicht gruseligen – Kostümen zu kommen. Und keine Sorge, es wird auch nicht zu gruselig.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung für den Maskenball per E-Mail unter schulmuseum@oberhausen.de (nur mit Rückmeldung gültig) erforderlich. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist für Kinder ab drei Jahren.

 

Ab 12 Uhr wird das Historische Klassenzimmer für alle weiteren Interessierten geöffnet. Bei Kaffee und Keksen kann die Atmosphäre des Klassenzimmers genossen und ein Gespräch über die eigene oder die allgemeine Schulgeschichte geteilt werden. Eine schöne Erfahrung für Menschen jeder Altersklasse.

 

Um 15 Uhr folgt eine weitere Lesung von Jürgen Hinninghofen, bei der besonders Gruselfreunde auf ihre Kosten kommen. Kurzgeschichten und Gedichte von Edgar Allan Poe und Howard Phillips Lovecraft können an diesem besonderen Ort neu erlebt werden. Die Geschichten von einem professionellen Vorleser stellt ein besonderes Hörvergnügen dar.  Ein Muss für Freunde des Gruselns, gerade vor Halloween.

Ausklang des Tages ist um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Team des Stadtarchivs freut sich auf den Besuch vieler Interessierter und schöne Begegnungen.

Stadtgespräch

Lesung und Gespräch von und mit Birgit Weyhe

Am Sonntag, den 14. Mai 2023, um 15 Uhr, findet im Rahmen der Ausstellung „AUSGEZEICHNET!“ in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen eine Lesung mit anschließendem Gespräch zur Graphic Novel „Rude Girl“ statt. Die Autorin Birgit Weyhe erhielt 2022 den Max und Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Zeichnerin. Moderiert wird die Veranstaltung von Museumsdirektorin Dr. Christine Vogt.

10.05.2023
Birgit Weyhe © Foto Vera Drebusch

Nachdem sich Birgit Weyhe auf einer Tagung mit dem Vorwurf der kulturellen Aneignung konfrontiert sieht, stellt sie sich der Frage, inwiefern die Lebensrealitäten schwarzer Menschen von weißen Menschen nachgezeichnet werden können. Sie lernt Priscilla Layne, eine afroamerikanische Germanistik-Professorin mit karibischen Wurzeln, kennen. Deren Biografie erzählt sie in „Rude Girl“. Als Jugendliche fühlt sich Layne weder der schwarzen noch der weißen Gemeinschaft vollständig zugehörig. Sie lehnt sich auf, wird Teil der Skinhead-Bewegung und verkörpert das titelgebende „Rude Girl“.

Birgit Weyhe wird 1969 in München geboren und verbringt ihre Kindheit und Jugend in Ostafrika. Ihr Werk ist in Deutschland schon mit mehreren Preisen gewürdigt: etwa mit dem Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung und dem Max und Moritz-Preis als bester deutschsprachiger Comic 2016 für „Madgermanes“. 2022 stand Weyhe mit „Rude Girl“ auf der Shortlist für den Hamburger Literaturpreis „Buch des Jahres“.

Die Lesung und das Gespräch finden im Rahmen der Comic- Ausstellung „AUSGEZEICHNET!“ Die deutschsprachigen Max und Moritz-Preisträger*innen 2022 im Kleinen Schloss der LUDWIGGALERIE statt. Der Eintritt ist frei.

Im großen Schloss präsentiert die LUDWIGGALERIE außerdem die Ausstellung IT’S A PASSION! We proudly present: Die Porzellane aus der Sammlung Ludwig und das Beste aus 25 Jahren LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen.

Kunst & Kultur | Stadtgespräch

Anne Barns liest aus “Ein Apfelbaum am Meer”

Am Mittwoch, 8. März 2023, 19 Uhr, liest die Autorin Anne Barns in der Zentralbibliothek Oberhausen, Langemarkstraße 19-21. Anlässlich des Weltfrauentags 2023 wird Anne Barns eine Bühne geboten, um zu zeigen, dass man als Frau – in der noch immer von Männern dominierten Branche – als Autorin erfolgreich sein kann.

27.02.2023