Stadtgespräch

Das Gedächtnis der Stadt öffnet seine Pforten: Tag der offenen Tür im Stadtarchiv unter dem Motto „Historische Vereine stellen sich vor“

Ein Blick hinter die Kulissen des Stadtarchivs und ein Einblick in die historische Szene Oberhausens erwartet alle Geschichtsfreundinnen und -freunde am Sonntag, 8. März 2026 von 11 bis 17 Uhr. Beim bundesweiten Tag der Archive öffnet das Stadtarchiv Oberhausen (Eschenstraße 60) seine Tore für die Stadtgesellschaft. Geboten wird ein vielfältiges und historisches Programm mit Blick hinter die Kulissen des Archivs. Die Besonderheit: Dieses Jahr stellen sich auf einem Markt der Möglichkeiten und in Vorträgen interessante historischen Vereine der Stadt vor.

23.02.2026

Archivführungen, ein Lese- und Schreibkurs in Sütterlin und eine neue Plakatausstellung im Flur des Archivs mit dem Titel „Was ist ein Archiv?“ bieten die Gelegenheit, das Archiv und seine Arbeit besser kennenzulernen und sich für kommende Archivrecherchen und das Eintauchen in spannende Stadtgeschichte vorzubereiten. Eine kleine Erholung von Vorträgen und Führungen liefern Stadtwerbefilme aus der bewegten Geschichte der Stadt.

 

Programmablauf

11 Uhr: Öffnung des Stadtarchivs Oberhausen

 

11 bis 15 Uhr: „Markt der Möglichkeiten Geschichtsvereine Oberhausen“

 

11:30 bis 12 Uhr: Vortrag Claudia Stein-Laschinsky (Gedenkhalle Oberhausen) „Das Stolpersteinprojekt?“

 

12:15 bis 12:45 Uhr: Archivführung

 

13 Uhr: Öffnung Historisches Klassenzimmer Oberhausen

 

13 bis 14 Uhr: Drei Kurzvorträge Bürgerring Alstaden, Förderkreis Burg Vondern e.V. und Verein für Verkehr und Heimatkunde Oberhausen-Schmachtendorf e.V.

 

14:15 bis 15 Uhr: Schriftübung Sütterlin im Historischem Klassenzimmer

 

15:15 bis 16 Uhr: Zwei Kurzvorträge Historische Gesellschaft Oberhausen (HGO) und Freunde der Archäologie Raum Oberhausen (FARO) e. V.

 

16:15 bis 16:45 Uhr: Vortrag Sara-Marie Demiriz (LVR-Industriemuseum Schauplatz Zinkfabrik Altenberg) „Zeitzeug:inneninterviews“

 

17 Uhr: Ende der Veranstaltung

 

Hintergrundinformation Stadtarchiv Oberhausen: Das Stadtarchiv Oberhausen ist seit 2016 in dem Neubau der ehemaligen Hauptschule Lirich, Eschenstraße 60, zu finden. Der Zugang zum Archiv ist barrierearm; der Zugang zum Historischen Klassenzimmer ist nicht barrierefrei möglich. Wenn Sie Beeinträchtigungen haben, sprechen Sie uns an. Gemeinsam finden wir Lösungen. Die Öffnungszeiten sind: dienstags und donnerstags von 9 bis 15 Uhr. Eine Anmeldung ist unter stadtarchiv@oberhausen.de oder per Telefon ( 0208 3095209-0) erforderlich.


Stadtgespräch

Weg zum Nachbarn – Stadt.Geschichte.Film. „Solino“ von Fatih Akin in der Lichtburg Oberhausen

Im Rahmen der Filmreihe „Weg zum Nachbarn – Stadt.Geschichte.Film.“ zeigen der Filmclub Oberhausen e.V., der Lichtburg-Filmpalast Oberhausen und die VHS Oberhausen, am Mittwoch, 25. Februar 2026, den Spielfilm Solino (Deutschland 2002, Regie: Fatih Akin, 124 Minuten, FSK 12). Die Veranstaltung findet im Lichtburg-Filmpalast Oberhausen, Elsässer Straße 26, statt. Der Eintritt ist frei. Um vorherige Anmeldung per E-Mail an info@lichtburg-ob.de wird gebeten. Die Filmvorführung lädt dazu ein, sich nicht nur an die Anfänge der italienischen Gastronomie im Ruhrgebiet zu erinnern, sondern auch über Identität, Migration und kulturellen Wandel ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit Brigitte Celentano und Töchter statt.

23.02.2026
Foto: Solino Bildrechte X Verleih AG

Der Film erzählt über zwei Jahrzehnte hinweg die bewegende Geschichte einer Familie, die 1964 von Süditalien ins Ruhrgebiet kommt. In Duisburg (eigentlich in Oberhausen) eröffnet sie die erste Pizzeria der Region – ein mutiger Schritt in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufbruchs, aber auch gesellschaftlicher Spannungen. Zwischen familiären Konflikten, unternehmerischem Ehrgeiz und der Suche nach Zugehörigkeit entsteht ein vielschichtiges Porträt einer Generation von „Gastarbeiter“-Familien.

 

Der reale Hintergrund der Geschichte berührt unmittelbar Oberhausen: Die erste Pizzeria des Ruhrgebiets wurde hier eröffnet, an der Ecke Mülheimer Straße und Falkensteinstraße. Damit verbindet „Solino“ Migrationsgeschichte, Alltagskultur und Strukturwandel – zentrale Themen, die die Identität der Stadt bis heute prägen. Die Geschichte steht exemplarisch für die Realität vieler italienischer Gastarbeiter, die nach dem deutsch-italienischen Anwerbeabkommen von 1955 ins Ruhrgebiet kamen, um im Bergbau und in der Stahlindustrie zu arbeiten. Städte wie Oberhausen entwickelten sich zu wichtigen Orten dieser Arbeitsmigration. Mit den Menschen kam auch ihre Kultur – und mit ihr die Pizza.

 

Mit seiner warmherzigen, zugleich kraftvollen Inszenierung erzählt Fatih Akin von Heimat, Aufbruch und den Brüchen zwischen den Generationen. „Solino“ ist ein Film über das Ruhrgebiet als Einwanderungsregion – und über die Frage, was Heimat eigentlich bedeutet.

Stadtgespräch

Citymanagement Sterkrade wird bis 2028 fortgeführt

Das seit Juli 2015 durch das Kölner Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH betriebene Citymanagement in Sterkrade wird bis 2028 fortgeführt. Der entsprechende Förderantrag wurde vom Land NRW bewilligt. Damit kann auch das letzte große Umbauprojekt – der klimaresiliente Umbau der Bahnhofstraße – durch die Ansprechpartnerinnen und -partner vor Ort begleitet werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen dienstags und mittwochs Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden sowie Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern zur Verfügung.

23.02.2026
Foto: RDN

Nachdem mit Unterstützung des Citymanagements in den vergangenen Jahren bereits kleinere und größeres bauliche Maßnahmen umgesetzt wurden, die das Sterkrader Stadtbild verändert haben, wird die Arbeit in den kommenden Jahren vom Umbau der Bahnhofstraße dominiert werden. Hier wird das Hauptaugenmerk darauf liegen, die Anliegerinnen und Anlieger vor Ort zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen Ideen zu entwickeln, wie die Herausforderungen der Baumaßnahme gemeistert werden können. Dabei sind die Sterkrader Interessensgemeinschaft, aber auch alle anderen Akteure im Stadtteil wichtige Ansprechpartnerinnen und -partner. Die klassischen Aufgaben eines Citymanagements bleiben natürlich bestehen. Dazu gehören das Leerstands- und Ansiedlungsmanagement, die Beratung und Unterstützung von Gewerbetreibenden und Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern sowie die kontinuierliche Begleitung von Projekten im Stadtteil.

Ein wichtiger Teil in der Stadtteilarbeit ist der Beirat Sterkrade, der seit Beginn der Gesamtmaßnahme als beratendes Gremium fungiert und sich nach der Kommunalwahl nun Mitte Februar zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen hat. Neben Vertreterinnen und Vertretern der Politik sind auch Interessensvertreterinnen und -vertreter aus den unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft sowie Bürgerinnen und Bürger in dem Gremium vertreten. Der Stadtteilbeirat ist insbesondere das Bindeglied zwischen Verwaltung, Politik und Stadtteilakteuren und hat eine wichtige Funktion als Multiplikator. Neuer Vorsitzender ist der amtierende Bezirksbürgermeister Albin Bajric (CDU), sein Stellvertreter ist Hubert Cordes, der als Vertreter der SPD in der Bezirksvertretung den Beirat Sterkrade unterstützt.

Die Entwicklung der Sterkrader Innenstadt ist ein langfristiger und gemeinschaftlicher Prozess. Das Citymanagement wird diesen auch in Zukunft unterstützend begleiten und damit einen wichtigen Beitrag zur positiven und zukunftsfähigen Entwicklung des Stadtteils leisten.

Das Citymanagement Sterkrade/Stadtteilbüro Sterkrade ist auf der Bahnhofstraße 41 (Eingang Gartenstraße), Tel. 0208 63580600, E-Mail an citymanagement@stadtteilbuero-sterkrade.de. Die Öffnungszeiten: dienstags und mittwochs von 10 bis 15 Uhr. Weitere Infos auch auf https://www.sterkrade-stadtteilbuero.de/.

Stadtgespräch

Ukrainekrieg: Themenwoche unter dem Motto „Jugend zwischen Freiheit und Krieg in der Ukraine“

Zum vierten Mal wird in Oberhausen an den vollumfänglichen Angriff Russlands auf die Ukraine erinnert. In diesem Jahr geschieht dies im Rahmen einer Themenwoche vom 23. Februar bis 1. März 2026, die vom Büro für Interkultur, Kultur im Turm e.V. und dem Verein Gromada e.V. gemeinsam unter dem Motto „Jugend zwischen Freiheit und Krieg in der Ukraine“ veranstaltet wird.

23.02.2026

„Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Seit vier Jahren verteidigen sich Ukrainerinnen und Ukrainer gegen Gewalt, Zerstörung und den Verlust von Freiheit, Kultur und Zukunft. Der Krieg hat tiefgreifendes Leid verursacht und prägt das Leben einer ganzen Generation, auch in unserer Partnerstadt Saporischschja. Unsere Freundinnen und Freunde unterstützen wir mit allen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen“, erklärt Oberbürgermeister Thorsten Berg.

 

So unterstützt die Stadt Oberhausen seit vier Jahren ihre ukrainische Partnerstadt Saporischschja fortwährend mit humanitären Hilfen während des russischen Angriffskrieges. Zum einen fahren in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Oberhausen hilft e.V. regelmäßig Hilfstransporte nach Saporischschja, die der Verein überwiegend durch Spenden aus der Oberhausener Bevölkerung finanziert. Zum anderen akquiriert das städtische Büro für Interkultur immer wieder Fördermittel und Sachgüter vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die die Resilienz der Bevölkerung von Saporischschja stärken sollen.

 

Kulturdezernent Apostolos Tsalastras ergänzt: „Neben unseren humanitären Hilfen wollen wir den Fokus mit unserer Themenwoche bewusst auf junge Menschen legen: Wie erleben Jugendliche den Krieg nach vier Jahren? Welche Spuren hat er hinterlassen? Welche Hoffnungen, Ängste und Zukunftsbilder tragen sie in sich? Ich lade alle herzlich ein, sich das vielfältige Programm mit Fotoausstellung, Konzert und Filmabend anzuschauen.“

 

Programm der Themenwoche „Jugend zwischen Freiheit und Krieg in der Ukraine“

 

Eröffnung der Ausstellung „Youth of Ukraine – Fotografien von Fabian Ritter“ am Montag, 23. Februar 2026, 18 Uhr 

Die fotografische Arbeit „Youth of Ukraine“ (2022–2025) gibt einen eindringlichen Einblick in den Alltag und die Gefühlswelt junger Ukrainerinnen und Ukrainern im Krieg. Zwischen Hoffnung, Angst und dem Wunsch nach Normalität dokumentiert die Serie eine Generation, die vom Krieg geprägt ist – ohne darauf reduziert zu werden. Die Arbeiten entstanden zwischen März 2022 und September 2025, vielfach unabhängig von Aufträgen, wurden jedoch international in Magazinen und Zeitungen veröffentlicht. Zum vierten Gedenktag wird ein kuratierter Ausschnitt der Serie in der Unterhaus GALERIE gezeigt.

 

Öffnungszeiten der Unterhaus GALERIE, Friedrich-Karl-Straße 4, 46045 Oberhausen

24. Feburar 2026, 19 bis 21 Uhr

25. Feburar 2026 bis 1. März 2026, 16 bis 20 Uhr

 

Konzert „Eret“ im Rahmen der Ausstellungseröffnung am Montag, 23. Februar 2026, 18 Uhr

„Eret“ ist eine ukrainische Rockband aus Oberhausen bestehend aus vier Jugendlichen im Alter von 16 bis 17 Jahren. Die Band verbindet Soft Rock, Rock und Pop und besteht seit etwa einem Jahr.

Besetzung: Dima und Boris (Gitarre), Amir (Schlagzeug), Evgenia (Gesang).

 

 

Demonstration am Dienstag, 24. Februar 2026, 18 Uhr

Demonstration gegen den Krieg in der Ukraine organisiert von Gromada e.V. auf dem Saporischschja-Platz mit Ansprache von Bürgermeister Werner Nakot

 

Ausstellung Fabian Ritter und Küche für alle in der Unterhaus GALERIE am Dienstag, 24. Februar 2026, 19 bis 21 Uhr

 

Filmscreening am Samstag, 28. Feburar 2026, 16 bis 21 Uhr, Leerstand Willy-Brandt-Platz 1, 46045 Oberhausen

Filmscreening zum Thema „Jugend zwischen Freiheit & Krieg in der Ukraine“ und gemeinsames Essen gekocht von Gromada e.V. Kulturdezernent Apostolos Tsalastras wird die Veranstaltung eröffnen.

 

Gezeigt werden zwei Kurzfilme, die die ukrainischen Jugendlichen Zlata, Mariana, Alisa, Maksym, Alessandra, Evelina, Lisa, Alex und Nastia im Rahmen des Medienprojekts Wuppertal realisiert haben:

 

„Festung“, 2025: Zwei junge Ukrainer treffen sich zufällig auf einem Feld. Um nicht alleine in ihrer Angst zu bleiben, beschließen sie, sich zu helfen.

„Täglich vergessen“, 2025: Eine junge Ukrainerin versucht die Kriegsbilder ihres Landes zu vergessen. Aber es ist schwierig.

 

Im Anschluss folgt der Film „Landslide“ (2016) des ukrainischen Künstlers Oleksiy Radynski. Der Film zeichnet ein Porträt postrevolutionärer Ukraine und erzählt von Gemeinschaften, die in den Rissen eines kollabierenden sozialen Systems neue Formen des Zusammenlebens suchen.

 

Oleksiy Radynski (1984, Ukraine) ist Filmemacher und Autor und lebt in Kiew. Seine Filme experimentieren mit dokumentarischen Formen und Praktiken des politischen Kinos. Sie wurden weltweit auf Filmfestivals und in Ausstellungen gezeigt, darunter das Internationale Filmfestival Rotterdam, die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, das Institute of Contemporary Arts (London), e-flux (New York), Docudays (Kiew), das Sheffield Doc Fest, das Krakow IFF und die DOK Leipzig. Seine Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Grand Prix der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen für Chornobyl 22.

 

Gästegruppe aus Saporischschja von Montag, 23. Februar, bis Montag, 9. März 2026

Eine Gruppe von jungen Kanuten mit ihren Trainerinnen aus Saporischschja wird in Oberhausen zu Gast sein. Insgesamt umfasst die Gruppe 15 Personen. Gastgeber ist der Oberhausener Kanuverein, der für die Gruppe sein Equipment für das Training auf dem Rhein-Herne-Kanal zur Verfügung stellen wird. Unterstützt wird der Aufenthalt von der EVO (Sponsoring) und verschiedenen Bereichen der Stadt (Feuerwehr, Soziales, Sport, Büro für Interkultur).

Stadtgespräch

Platzvergabeverfahren für das Kindergartenjahr 2026/27 gestartet

Seit dem 10. Februar werden freie Betreuungsplätze von den  Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen für das neue Kindergartenjahr vergeben, das am 1. August 2026 beginnt. Wer also bereits einen Betreuungsbedarf für sein Kind für das nächste Kindergartenjahr angemeldet hat, sollte regelmäßig E-Mails und Briefkasten überprüfen, um innerhalb der 14-tägigen Rückmeldefrist reagieren zu können. Ansonsten wird der Platz einem anderen Kind angeboten.

23.02.2026

Für jedes Kind kann in bis zu fünf Einrichtungen ein Betreuungsbedarf angemeldet werden. Dies können Eltern entweder direkt über das Elternportal der Stadt (https://portal.little-bird.de/Suche/Oberhausen) erledigen, oder sich von der Fachstelle „KiBeO“ (Kindertagebetreuung: Beratung zur Anmeldung und Vermittlung in Oberhausen) unterstützen lassen.

Trotzdem gilt, dass neben der Bedarfsmitteilung auch die persönliche Kontaktaufnahme zur Wunscheinrichtung wichtig ist, da Platzangebote direkt von den Einrichtungen versendet werden. Sollte für ein Kind nach dem Vergabestart (10. Februar 2026) noch kein Platzangebot vorliegen, heißt das nicht, dass das Kind „leer“ ausgegangen ist. Die Hauptphase der Vergabe der Plätze nämlich dauert mehrere Wochen, erfahrungsgemäß bis Mai. Sollten bis dahin immer noch kein Platzangebot vorliegen, steht die städtische Fachstelle „KiBeO“  bei allen Fragen rund um die Kindertagesbetreuung und zum Vergabeverfahren gerne zur Verfügung.

 

Kontakt:

Stadt Oberhausen/ Fachstelle KiBeO

Kindertagebetreuung: Beratung zur Anmeldung und Vermittlung in Oberhausen, Essener Str. 57, 46047 Oberhausen;

Hotline: 0208 825 9033, montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr;

E-mail: kindertagesbetreuung@oberhausen.de

 

Stadtgespräch | Umwelt

Energetische Sanierung

Homestory Dirk Nagel – Ein Haus im Wandel in Oberhausen-Tackenberg

Im Rahmen des Projekts Prima. Klima. Tackenberg. gibt Dirk Nagel Einblick in die energetische Entwicklung seines Wohnhauses im Stadtteil Oberhausen-Tackenberg. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1904 und wurde in einer Bauweise errichtet, die aus heutiger Sicht zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt: fehlendes Fundament, teilweise Unterkellerung, keine Horizontalsperre und direkt ins Erdreich gesetzte Außenwände. Feuchtigkeit und hohe Energieverluste begleiteten das Haus über Jahrzehnte.

23.02.2026

Bereits 1992 ließ Herr Nagel das Gebäude erstmals umfassend sanieren. Elektrik, Leitungen, Böden und Fenster wurden erneuert, das Dach jedoch zunächst belassen. Ab 2013 folgten weitere notwendige Maßnahmen: Eine neue Dämmung, der Ausbau des Spitzbodens, später ein komplett neues Dach mit moderner Dämmtechnik sowie gedämmte und verkleidete Giebelwände. Auch statische Probleme machten einen Austausch der Holzbalkendecke erforderlich, während das Haus weiterhin bewohnt war.

Besonders problematisch war die mangelhafte Ableitung von Regenwasser. Unsachgemäß angeschlossene Fallrohre führten dazu, dass Niederschlagswasser direkt ins Erdreich und damit ins Mauerwerk gelangte. Die Folge waren massive Feuchteschäden im Keller. Die Außenbereiche wurden daraufhin geöffnet, fachgerecht abgedichtet und mit einer bewusst dünnen Außendämmung versehen, um das Raumklima nicht zusätzlich zu verschlechtern.

Ab 2020 begann für Herrn Nagel ein neuer Abschnitt: die gezielte energetische Optimierung des Hauses. Ein klassischer Sanierungsfahrplan erwies sich für ihn als wenig hilfreich, da er die individuellen Gegebenheiten des Gebäudes und die Lebensrealität der Bewohner nicht ausreichend berücksichtigte. Stattdessen analysierte er den Energieverbrauch eigenständig mithilfe eines Smart-Home-Systems, Sensorik und detaillierter Datenauswertung.

Die Analyse zeigte, dass weniger die Fensterrahmen als vielmehr die Verglasung für Wärmeverluste verantwortlich war. Durch den Austausch der Gläser gegen hochwertige 2-fach-Verglasung mit Kryptonfüllung konnte der Wohnkomfort deutlich gesteigert werden. Parallel entwickelte Herr Nagel ein eigenes Energiekonzept aus Photovoltaik und modernen Klimageräten, die sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen genutzt werden.

Nach umfangreichen Tests mit Balkonkraftwerken installierte er schließlich eine groß dimensionierte Photovoltaikanlage mit Speicher. Im Mai 2025 ging eine Anlage mit rund 22 kWp Leistung und Notstromversorgung in Betrieb, ergänzt durch mehrere Multi-Split-Klimasysteme. Die Einbindung aller Komponenten in ein intelligentes Smart-Home-System ermöglicht eine effiziente Steuerung und Optimierung des Energieverbrauchs.

Heute ist das Haus deutlich komfortabler, wärmer und nahezu unabhängig von fossilen Energien. Die Heizkosten konnten erheblich gesenkt werden. Für Herrn Nagel zeigt sein Projekt vor allem eines: Energetische Sanierung im Altbau ist möglich, wenn sie realistisch geplant, datenbasiert umgesetzt und an die individuellen Rahmenbedingungen angepasst wird. Seine Geschichte soll Mut machen, eigene Wege zu gehen und Sanierung nicht als starres Regelwerk, sondern als durchdachten Prozess zu verstehen.

Stadtgespräch

Einbürgerungsempfang im Stadttheater Oberhausen: Ein Fest der Vielfalt und Wertschätzung

Zu einem festlichen Einbürgerungsempfang im Studio des Stadttheaters wurden die „neuen“  Oberhausener Bürgerinnen und Bürger eingeladen, die im letzten Jahr bis Oktober eingebürgert wurden. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 390 Personen aus 27 Herkunftsländern eingebürgert, die Altersspanne dabei reichte von 18 Monaten bis 67 Jahren.

19.02.2026
Foto: Stadt Oberhausen / Tom Thöne

Zahlreiche Menschen folgten der Einladung in Begleitung von Familie sowie Freunden und nahmen an den Feierlichkeiten teil, die mit Musik, Tanz und Kultur einen besonderen Rahmen bot. Die Veranstaltung, die vom Kommunalen Integrationszentrum in Kooperation mit dem Theater organisiert wurde, war nicht nur ein Zeichen der Anerkennung für die neuen Bürgerinnen und Bürger, sondern auch ein herzliches Willkommen in der Oberhausener Stadtgesellschaft.

Bereits beim Empfang war die herzliche Atmosphäre spürbar: Menschen unterschiedlichster Herkunft tauschten Erfahrungen aus und teilten ihre Freude über diesen bedeutenden Schritt in ihrem Leben. Vor allem zum Abschluss der Veranstaltung nutzten viele Anwesende die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich kennenzulernen und ihre persönlichen Geschichten zu teilen – Geschichten von Herausforderungen und Integrationsbemühungen, aber auch von Dankbarkeit und Freude darüber, in Oberhausen eine neue Heimat gefunden zu haben. Die Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Hintergründe machten die Veranstaltung zu einem echten Fest der Vielfalt und des gegenseitigen Respekts. Die Freude und der Stolz, nun offiziell Teil der Stadtgemeinschaft zu sein, waren in vielen Gesprächen deutlich zu spüren.

Ein besonderer Moment des Abends war der Beitrag der Intendantin des Theaters, Dr. Kathrin Mädler, die die Eingebürgerten einlud, nicht nur Zuschauer der Kultur zu sein, sondern sie aktiv mitzugestalten. „Das Theater ist ein offener Ort der Stadtgesellschaft. Wir freuen uns sehr, dass sie unsere Stadtgesellschaft bereichern. Ich lade Sie herzlich ein, nicht nur Kultur zu erleben, sondern auch ein Teil davon zu werden. Viel Glück und Erfolg in Oberhausen“.

Auch in den weiteren Ansprachen wurde deutlich, dass mit der Einbürgerung nicht nur das Recht auf Mitwirkung und Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse erlangt wird, sondern zudem eine gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der Stadt entsteht.

Oberbürgermeister Thorsten Berg betonte: „Ich begrüße Sie zu unserem Einbürgerungsempfang ganz herzlich. Die Einbürgerung ist ein bewusstes Bekenntnis zu unserem Land, zu unserer Demokratie  und zu unserer Stadt. Mit der deutschen Staatsangehörigkeit gehen Rechte und Pflichten einher – insbesondere das Recht, politisch mitzuwirken, zu wählen und mitzugestalten. Und dass wir diesen Empfang im Theater durchführen, ist kein Zufall. Denn auch das Theater steht für kulturelle Teilhabe, für Offenheit, für Austausch und für Vielfalt. Sie bereichern unsere Stadt und ich wünsche mir, dass Sie sich hier zu Hause fühlen“.

Nagihan Erdaş vom Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration betonte: „Die Einbürgerung ist eine Entscheidung für unseren Staat und unsere Werte, politisch und mit allen Rechten und Pflichten“. Ihre Worte trafen auf offene Ohren, denn viele der Anwesenden empfinden die Einbürgerung als einen wichtigen Schritt in ein neues Kapitel ihres Lebens – mit neuen Rechten, neuen Möglichkeiten, aber auch neuen Pflichten.

Bereits im vorletzten Jahr haben das Kommunale Integrationszentrum und die Einbürgerungsstelle ein neues Konzept für Oberhausen ausgearbeitet, um den Verwaltungsakt der Einbürgerung in einem würdigen und feierlichen Rahmen zu gestalten. Neben dem feierlichen Empfang im Theater finden inzwischen regelmäßige  Übergaben von Einbürgerungsurkunden im Trausaal des Technischen Rathauses in Sterkrade statt – ein Ort, der ebenso wie das Theater für besondere Lebensmomente steht.


Stadtgespräch

Prominente Unterstützung: Fußballnationalspielerin Linda Dallmann wird Schirmherrin der MULTI 2026

Das Team der internationalen Jugendbegegnung MULTI, dem Jugendaustauschprogramm der Stadt Oberhausen, freut sich in diesem Jahr über besondere Unterstützung.

19.02.2026

Linda Dallmann, 72-fache deutsche Fußball-Nationalspielerin, wird in diesem Jahr als Schirmherrin der MULTI fungieren. Dallmann spielt zwar schon seit langer Zeit für den FC Bayern München, wurde aber in Dinslaken geboren und ist nach wie vor fest in der Region verwurzelt. Daher musste sie auch nicht lange darum gebeten werden, die MULTI zu unterstützen. „In meiner sportlichen Laufbahn habe ich gelernt, wie wertvoll Vielfalt, gegenseitiger Respekt und unterschiedliche Perspektiven auch für die eigene Entwicklung sind. Die MULTI gibt jungen Menschen die Möglichkeit, diese Erfahrungen ebenfalls zu machen. Daher freue ich mich, die MULTI 2026 als Schirmherrin zu unterstützen.“

 

MULTI-Leiter Marc Grunenberg weiß den Wert dieser besonderen Unterstützung zu schätzen: „Linda Dallmann ist eine Persönlichkeit des deutschen Sports, die seit langer Zeit die Werte vorlebt, für die auch wir als MULTI-Team stehen“. Die MULTI findet in diesem Jahr vom 15. bis 30. August 2026 wieder in Oberhausen statt. Nähere Informationen gibt es unter www.multi-online.org oder telefonisch im städtischen Büro für Interkultur bei Marc Grunenberg (0208 825-2967).

 

Allgemeine Informationen zur MULTI

Die MULTI ist die internationale Jugendbegegnung der Stadt Oberhausen. Sie existiert seit über 30 Jahren und ist mittlerweile NRW-weit ein Aushängeschild internationaler Jugendarbeit unseres Bundeslandes. Mit zuletzt 15 involvierten Partnerländern ist sie zudem deutschlandweit die größte internationale Jugendbegegnung auf kommunaler Ebene. Seit 1992 haben bereits mehrere Tausend Menschen aus Oberhausen an der MULTI teilgenommen.


Stadtgespräch

Ratssaal voller Jecken: Stadtprinz Christian I. gibt den Stadtschlüssel zurück

So „schillernd“ ist der Ratssaal nur ganz selten besetzt, aber die „Tollen Tage“ sind praktisch vorbei. Stadtprinz Christian I. hat sein Versprechen gehalten und den Stadtschlüssel, den er beim „Sturm aufs Rathaus“ am Altweiber-Donnerstag von Oberbürgermeister Thorsten Berg erbeutet hatte, am heutigen Dienstag, 17. Februar 2026, zusammen mit seinem Gefolge, dem Kinderprinzenpaar, dem Dreigestirn und vielen weiteren Jecken wieder zurück ins Rathaus gebracht und dem Oberbürgermeister im Ratssaal zurückgegeben.

19.02.2026
Foto: Stadt Oberhausen / Tom Thöne)

Oberbürgermeister Berg bedankte sich bei allen Jecken, Närrinnen und Narren für eine gelungene Karnevals-Session:

Es ist das schönste und bunteste Bild, das ich bisher hier im Ratssaal im Oberhausener Rathaus gesehen habe, und ich bedanke mich für eine ganz tolle Session. Aber die war nur möglich mit unfassbar großem Einsatz und Engagement sowie mit der Unterstützung der zahlreichen helfenden Hände im Hintergrund. In Sachen Karneval spielt Köln vielleicht in der Champions-League, aber Oberhausen ist inzwischen auch in der Bundesliga angekommen. Eine Stadt, die Karneval lebt, und da können wir alle stolz darauf sein. Mein besonderer Dank gilt dem gesamte Prinzenteam, dem phantastischen Dreigestirn und dem tollen Kinderprinzenpaar“, so der Oberbürgermeister.

Er sprach aber auch allen, die sich für die Sicherheit der Oberhausener Karnevalsumzüge stark gemacht und eingesetzt haben, einen ganz herzlichen Dank aus. Diesem Dank schlossen sich alle weiteren Redner im Ratssaal an – vom Präsidenten des Hauptausschusses Groß-Oberhausener Karneval, Marcel Habendorf, über den scheidenden Stadtprinzen Christian I. (Bräunlich) und Prinz „Schumi“ vom Dreigestirn bis zum Kinderprinzenpaar Mila I. und Diego I.

Prinz Christian I. erinnerte noch einmal an die tollen Umzüge bei gutem Wetter, zumindest am Samstag und Sonntag, und den riesigen Einsatz der Karnevalsgesellschaften und sagte: „Dankeschön an die Stadt, die Verwaltung und an alle Gesellschaften, danke für eine sensationelle Session. Es ist nicht selbstverständlich, dass alle gemeinsam so gut harmoniert haben. Aber nur so funktioniert es“, betonte der Prinz.

„Überall herrschte tolle Stimmung, danke für diese tolle Session. Mehr kann man nicht sagen“, fand auch Prinz „Schumi“ vom Dreigestirn.

„Was wir hier in Oberhausen in den letzten Tagen und Wochen erleben durften, ist nicht selbstverständlich. Darauf können wir hier mächtig stolz sein“, betonte auch Marcel Habendorf.

„Es war sehr schön, dass wir den Stadtschlüssel haben durften, aber wir geben ihn auch gerne wieder zurück“, fanden abschließend Mila I. und Diego I., also das Kinderprinzenpaar.

Und dann hat auch die „feierliche Rückgabe“ in einem feierlichen Rahmen stattgefunden. Aber nach der Session ist bekanntlich auch vor der Session, und die beginnt am Elftenelften um Elfuhrelf……


Stadtgespräch

Öffentlichkeitsbeteiligung zur Kommunalen Wärmeplanung Oberhausen

Die Stadt Oberhausen erreicht einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung. Gemäß den gesetzlichen Anforderungen aus dem Wärmeplanungsgesetz wird der Wärmeplan bis zum 17. März 2026 für die Öffentlichkeit ausgelegt.

16.02.2026

Ziel der Wärmeplanung ist es, Bürgerinnen und Bürgern sowie ansässigen Unternehmen Planungssicherheit für künftige Investitionen in Heizungssysteme zu geben. Der Plan zeigt auf, welche Stadtgebiete voraussichtlich über ein Wärmenetz (Fern- oder Nahwärme) versorgt werden können und in welchen Bereichen dezentrale Lösungen, wie beispielsweise Wärmepumpen, die bevorzugte Option darstellen.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Im Rahmen der förmlichen Offenlegung haben alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Institutionen, Verbände und Behörden die Möglichkeit, den Entwurf des Wärmeplans einzusehen und Stellungnahmen abzugeben.

–       Zeitraum der Offenlegung: 16. Februar 2026 bis 17. März 2026

–       Digitale Einsicht: Der Wärmeplan ist über das Beteiligungsportal der Stadt Oberhausen abrufbar: https://beteiligung.nrw.de/k/1021610

–       Ort der Einsichtnahme: Die Unterlagen können im Technischen Rathaus in Sterkrade beim Bereich Umwelt (vor dem Raum B 609) von montags bis donnerstags in der Zeit von 8:30 bis 12 Uhr und von 13:30 bis 15 Uhr sowie freitags von 8:30 bis 12 Uhr eingesehen werden.

Anregungen und Hinweise können über das Beteiligungsportal, direkt vor Ort, per E-Mail an kwp@oberhausen.de  oder per Post an Stadt Oberhausen, Fachbereich 2-2-30/Klimaschutz, Bahnhofstraße 66, 46042 Oberhausen eingereicht werden.

Alle bis zum 17. März 2026 eingegangenen Hinweise werden im Anschluss geprüft und gegebenenfalls in den Entwurf eingearbeitet. Die finale Fassung wird anschließend dem Rat der Stadt zum Beschluss vorgelegt. Die Maßnahmen im beschlossenen Wärmeplan werden dann im Anschluss in einem Umsetzungsprozess angegangen.