Gutes Leben | Kunst & Kultur

„Dutch Divas and Friends“

Ausnahmetalente mit großen Musical-Stimmen

Als „Dutch Divas and Friends“ kommen die niederländischen Musicalstars Ana Milva Gomes, Annemieke Van Dam und Wietske Van Tongeren 2026 erstmals für vier Konzerte nach Deutschland. Eines davon wird am 23. Februar ab 19.30 Uhr im Metronom Theater Oberhausen stattfinden.

Das Programm ist eine Mischung aus Musical-Hits und Filmsongs – mit Klassikern aus „Rebecca“, „Elisabeth“ und „Mozart!“. Unterstützung bekommen die drei Powerfrauen von zwei prominenten Freunden: Drew Sarich und Gino Emnes, selbst gefeierte Stars der Musical-Szene, sorgen mit ihren Stimmen für zusätzliche Gänsehautmomente. Begleitet werden die Dutch Divas and Friends von einer sechsköpfigen Damenband unter der Leitung von Herbert Pichler.

09.10.2025

Bewegende Gänsehaut-Songs

Die Liste der Rollen der drei Sängerinnen liest sich wie ein „Who is Who“ des Musicals: Ana Milva Gomes begeisterte z. B. in „We Will Rock You“, „Rebecca“, „Cats“, „Bodyguard“, „Sister Act“, „Natürlich Blond“, „Mamma Mia!“. Annemieke Van Dam glänzte u. a. in Hauptrollen in „Dear Evan Hansen“, „Rebecca“, „Mary Poppins“, „Elisabeth“, „Evita“. Wietske Van Tongeren stand in Klassikern wie wie „Mamma Mia!“, „Les Miserables“, „Cats“, „Sound of Music“, „Mozart!“, „Elisabeth“ und „Rebecca“ auf der Bühne. Mit den drei Worten „energiegeladen, emotional, vielseitig“ bringt Annemieke Van Dam den Spirit der Show, die die drei Ausnahmetalente auf die Bühne in Oberhausen bringen werden, auf den Punkt. Ein besonderes Highlight ist für die drei Sängerinnen, wenn sie gemeinsam Gänsehaut-Songs anstimmen. „Wenn wir zu dritt singen, löst das bei mir immer etwas ganz Besonderes aus“, so Van Tongeren. Van Dam verrät: „Bei der Ballade ‚Euphoria‘ laufen mir jedes Mal Schauer über den Rücken.“ Und Gomes ergänzt: „‚Ich gehör nur mir‘ spricht ganz besonders für uns.“

 

Show mit viel Nähe zum Publikum

Doch „Dutch Divas and Friends“ ist mehr als ein Musical-Galaabend. Es ist auch ein Blick hinter die Kulissen, der mit Geschichten, Anekdoten und persönlichen Momenten garniert wird. „Es gibt kein Onstage ohne Backstage. Auf der Bühne kommt die ganze Zusammenarbeit auf den Punkt – es ist ein toller musikalischer Abend“, erklärt Van Tongeren. Die Nähe zum Publikum ist dabei ein zentrales Element. „Unmittelbar und nah, und doch mit viel Größe und Show“, beschreibt Gomes das Erlebnis. Van Dam spricht sogar von „Wohnzimmer-Feeling – sehr direkt und persönlich, aber gleichzeitig auch mit viel Glanz.“ Und machen die drei niederländischen Diven nach einem Auftritt? Gomes lacht: „Das Konzert zufrieden nachklingen lassen mit einem Glas Prosecco – und danach unter die Dusche.“ Van Dam gesteht: „Erst runterkommen, dann ein Snack – und manchmal auch noch ein bisschen feiern.“ Und Van Tongeren? „Wir freuen und gratulieren uns, dass wir es geschafft haben – und sind dann thematisch schnell wieder bei unseren Kindern und im Alltag.“

 

Dutch Divas and Friends in Oberhausen

Montag, 23. Februar 2026

Beginn: 19.30 Uhr

Einlass: 18.30 Uhr

Tickets ab 59,90 € auf www.eventim.de erhältlich

 

Metronom Theater

Musikweg 1

46047 Oberhausen

www.semmel.de

 

Stadtgespräch

Neue Mitglieder für Stadtteilbeiräte gesucht, Mitgestalten erwünscht!

Die Stadtteile Osterfeld, Sterkrade und Alt-Oberhausen/Lirich-Süd (Brückenschlag) suchen engagierte Menschen, die Lust haben, ihren Stadtteil aktiv mitzugestalten. Im Nachgang an die Kommunalwahlen 2025 werden hier die Stadtteilbeiräte neu besetzt. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger ist das die Möglichkeit, Ideen einzubringen, Anregungen mitzuteilen und an der Zukunft ihres Stadtteils mitzuwirken.

09.10.2025

Der Stadtteilbeirat ist ein Gremium, das die Interessen eines Stadtteils vertritt. Lokale Akteurinnen und Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger können sich hier über aktuelle Entwicklungen informieren und mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen. Darüber hinaus beraten die Beiräte über Vorschläge und Ideen zur Stärkung und Belebung der Stadtteile und über die Unterstützung von Projekten und Aktionen.

Mitmachen können alle, die mindestens 18 Jahre alt sind und im jeweiligen Stadtteil wohnen oder arbeiten. Wer Lust hat, die Entwicklung vor Ort aktiv mitzugestalten, ist herzlich eingeladen, sich zu bewerben. Je Stadtteilbeirat werden 4 Personen gesucht (2 Mitglieder und 2 stellvertretende Mitglieder). Die Personen werden per Losverfahren aus allen Bewerbungen ermittelt.

Füllen Sie den Bewerbungsbogen aus, den Sie zusammen mit weiteren Informationen zu den jeweiligen Stadtteilbeiräten auf den Webseiten der Stadtteilbüros finden:

•    Stadtteilbeirat Osterfeld: https://www.stadtteilmanagement-osterfeld.de

•    Stadtteilbeirat Sterkrade: https://www.sterkrade-stadtteilbuero.de

•    Stadtteilbeirat Brückenschlag: https://www.brueckenschlag-ob.de 

Eine Bewerbung ist bis zum 16. November möglich. Im Nachgang führen wir noch Gespräche mit den Interessent*innen. Bei Rückfragen stehen die Teams der Stadtteilbüros gerne zur Verfügung.

Nutzen Sie die Chance, eigene Ideen einzubringen und ihren Stadtteil aktiv mit zu entwickeln. Wir freuen uns auf viele Bewerbungen und ein lebendiges Miteinander in den Oberhausener Stadtteilen.

Stadtgespräch

Ausstellung zum Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 und seinen Folgen

Incision (Einschnitt) ist der Titel einer Ausstellung, die noch bis Mittwoch, 15. Oktober 2025, täglich von 16 bis 20 Uhr in der Unterhaus-Galerie, Friedrich-Karl-Straße 4, zu sehen ist. Incision bringt künstlerische Positionen zusammen, die sich mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und seinen weitreichenden Folgen auseinandersetzen. Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Israel und dem Iran eröffnen vielfältige Sichtweisen auf die Auswirkungen dieses Tages.

09.10.2025
Thomas Machoczek, Laura Mangels (Theater Oberhausen), Kulturdezernent Apostolos Tsalastras, Stefan Schoer (Kitev), Desbina Kallinikidou (Büro für Interkultur), Leonard Schmidt-Dominé Kurator und Künstler), Ariel Ebert (Kuratorin) und Rimma Ebert bei der Ausstellungseröffnung vor „Never Ending Hats“ von Leonard Schmidt-Dominé.

Die Schau schafft einen Raum für Gedenken, Reflexion und eine vielstimmige künstlerische Auseinandersetzung. Kunst wird hier zur Sprache für das Unsagbare und ermöglicht Zugänge zu Erfahrungen, die sich nur schwer in Worte fassen lassen.

Zu sehen sind Arbeiten von Jonas Höschl, Polina Joffe, Achinoam Alon, Nishtman Abdollahi, Dariush Farazi und Leonard Schmidt-Dominé. Außerdem gibt es die Soundinstallation „Supernova“ von Thomas Machoczek und Wolfgang van Ackeren. Die Finissage ist am 15. Oktober ab 17 Uhr.

Initiatoren der Ausstellung sind der Verein Kitev, das Büro für Interkultur, die Gedenkhalle, das Unterhaus und das Theater Oberhausen. Incision wird kuratiert von Leonard Schmidt-Dominé und Ariel Elbert.

Stadtgespräch

Oberhausen Immersive Echoes: Räume für die Zukunft bewahren

Kulturprojekt sucht Vorschläge für digital zu bewahrende Orte in Oberhausen

Mit dem Projekt „Oberhausen Immersive Echoes“ starten das Gelsenkirchener Tech- und Projektstudio mxr storytelling und der Verein Kunst im Turm e.V. (kitev) aus Oberhausen eine neue Initiative zur digitalen Archivierung von Orten. Ziel ist es, Gebäude mit kultureller, sozialer oder emotionaler Bedeutung dauerhaft zu bewahren – als fotorealistische 3D-Modelle, ergänzt durch persönliche Geschichten und akustische Eindrücke.

09.10.2025

Dafür wird derzeit die Stadtgesellschaft aufgerufen, Orte vorzuschlagen, die eine wichtige Rolle für das Leben in Oberhausen spielen – oder gespielt haben. Gesucht werden etwa ehemalige Treffpunkte, Läden, leerstehende Hallen, Orte im Umbruch oder Räume voller Erinnerungen.

Eine Auswahl von fünf Orten wird anschließend mithilfe moderner 3D-Technologien digital rekonstruiert und in einer Virtual-Reality-Ausstellung im Sommer 2026 öffentlich zugänglich gemacht.

„Wir wollen Oberhausener Räume bewahren, bevor sie verschwinden – und zeigen, wie eng Erinnerung, Raum und Stadtgeschichte miteinander verbunden sind. Uns interessiert nicht nur die Architektur, sondern vor allem das, was Menschen mit diesen Orten verbinden.“

Roman Pilgrim, künstlerischer Leiter von mxr storytelling

Mitmachen: Raum vorschlagen – Geschichte teilen

Alle interessierten Oberhausener:innen sind eingeladen, Orte zu benennen, die ihnen persönlich wichtig sind. Das kann ganz unkompliziert geschehen:

  1. per E-Mail an: info@mxr-storytelling.de
  2. per Anruf oder WhatsApp bei Roman Pilgrim: 0177 / 756 44 72
  3. über das Formular auf www.immersive-echoes.de

Wer möchte, kann auch ein Foto mitschicken oder in ein paar Sätzen beschreiben, warum der Ort aus seiner oder ihrer Sicht nicht in Vergessenheit geraten sollte.

Über das Projekt

Oberhausen Immersive Echoes ist ein Projekt von mxr storytelling in Kooperation mit kitev. Es wird im Rahmen des Co-Creation-Fund: Gemeinsam Smart Projekts durch die Smart City Oberhausen und das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) gefördert.

Das Gelsenkirchener Studio nutzt modernste 3D-Technologien wie Gaussian Splatting, mit denen die fünf realen Orte bis ins kleinste Detail digitalisiert werden. Jeder der digitalen Orte wird mit Tonaufnahmen von Menschen versehen, die erzählen, welche persönlichen Erinnerungen sie mit diesen Orten verbinden.

Die fertigen digitalen Räume werden 2026 in einer begehbaren VR-Ausstellung präsentiert – zusätzlich auch online über Smartphone oder Desktop-PC zugänglich.

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Stadtgespräch

Bezirksbürgermeister ehren Seniorinnen und Senioren für ehrenamtliches Engagement

Bereits seit dem Jahr 2001 ehren die drei Oberhausener Bezirksbürgermeister Bürgerinnen und Bürger für besonderes ehrenamtliches Engagement. Gastgeber war diesmal der Bezirksbürgermeister für Alt-Oberhausen Dominik Stenkamp (CDU). Gemeinsam mit seinen Amtskollegen Ulrich Real für Sterkrade (SPD) und Thomas Krey für Osterfeld (SPD) begrüßte er Anfang Oktober rund drei Dutzend Bürgerinnen und Bürger im Café Abendfrieden.

07.10.2025
Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne

Die Auswahl der zu Ehrenden findet jedes Jahr unter einem anderen Motto statt, welches die Bezirksbürgermeister festlegen. Dieses Jahr stand unter dem Motto „Von SeniorInnen für SeniorInnen“. Dominik Stenkamp dankte den Anwesenden in einer charmanten Ansprache für die Zeit, die sie sich für ihr Ehrenamt nehmen und damit bereit sind, auch viele Erschwernisse in Kauf zu nehmen.

Unter den Anwesenden fanden sich auch stadtbekannte und bereits hoch geehrte Ehrenamtliche wie die Ehrenvorsitzende des Alstadener Bürgerringes, Marianne Vier, die sich seit mehr als fünf Jahrzehnten für ihren Stadtteil engagiert und bereits Trägerin des Bundesverdienstkreuzes ist. Ebenso gewürdigt wurde Rosemarie Haczkiewicz. Sie kann man getrost als das Gesicht des Seniorensports in Oberhausen bezeichnen und als eine prägende Persönlichkeit im Kreis des Stadtsportbundes. Übungsleiterin, Frauenbeauftragte oder Seniorenbeauftrage, sie ist unter anderem bereits Trägerin der Sportplakette des Landes NRW und der Goldenen Ehrennadel der Stadt Oberhausen.

Ein Dank der drei Bezirksbürgermeister ging auch an das Team des Bereichs Chancengleichheit bei der Stadt Oberhausen, welches die Feier in Absprache mit ihnen wieder bestens vorbereitet hatte. Bereichsleiterin Julia Pietrasch bedankte sich ebenfalls bei den Ehrenamtlichen, dass sie mit ihrem Engagement Oberhausen jeden Tag lebens- und liebenswerter machen: „Was Sie leisten, was Sie einsetzen – das ist wunderbar!“

Anders als sonst endete der Abend nicht gleich mit einem leckeren Buffet und geselligen Gesprächsrunden, sondern mit einem Rollentausch. Geehrt wurden dabei auch die drei Bezirksbürgermeister, die ihr Amt ebenfalls ehrenamtlich ausüben, alle drei aber mit Beginn der neuen Legislaturperiode aus ihrem Amt ausscheiden. Sie erklärten ihren Rückzug vor allem mit der hohen zeitlichen Belastung und ihrem Wunsch, wieder mehr Zeit für die Familie zu haben. Gleichzeitig dankten sie einander für die gute Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher Parteizugehörigkeit.


Stadtgespräch

Zentralbibliothek: Schreibwerkstatt in den Herbstferien fördert Kreativität

In der ersten Woche der Herbstferien lädt die Zentralbibliothek Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren zu einer Schreibwerkstatt ein. Vom 13. bis 17. Oktober haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils von 10 bis 13 Uhr Gelegenheit, in die Welt der Geschichten einzutauchen und ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung per E-Mail an stadtbibliothek@oberhausen.de ist erforderlich.

07.10.2025

Unter der Leitung von Angelika Hesse entstehen eigene Texte – spannend, lustig oder nachdenklich. Die Schreibwerkstatt bietet Raum zum Ausprobieren, zum kreativen Austausch und zum gemeinsamen Spaß am Schreiben. Ein besonderes Highlight erwartet alle am letzten Tag: Bei einer kleinen Abschlusspräsentation werden die entstandenen Texte vorgelesen und gefeiert.

Gefördert wird die Schreibwerkstatt von SchreibLand NRW, einer Organisation, die junge Schreibtalente fördern möchte.

Kunst & Kultur | Stadtgespräch

Orchesterkurs Oberhausen: Abschlusskonzert in der Luise-Albertz-Halle

Über 70 Musikerinnen und Musiker spielen beim öffentlichen Abschlusskonzert des Orchesterkurses Oberhausen am Donnerstag, 16. Oktober 2025, ab 17 Uhr in der Luise-Albertz-Halle, Düppelstraße 1. Unter dem Motto „Auf neuen Wegen“ erklingt neben den Filmmusiken von Jurassic Park und 1492: Conquest of Paradise die Sinfonie Aus der neuen Welt von Antonin Dvorak.

07.10.2025
Foto: Plakat zum Abschlusskonzert

Es ist das erste Mal, dass im Rahmen des Orchesterkurses eine gesamte Sinfonie in der Originalfassung aufgeführt wird. Die musikalische Leitung hat erstmals der Pianist und Dirigent Desar Sulejmani, der seit dem 1. Oktober 2025 die künstlerische Leitung der Städtischen Musikschule innehat. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, eine Spende für die Orchesterarbeit wird erbeten.

Es ist bereits der sechste Orchesterkurs in Oberhausen, der für musikbegeisterte Jugendliche und Erwachsene angeboten wird. Die intensive, gemeinsame Probenarbeit findet vom 12. bis zum 16. Oktober in den Räumen der Städtischen Musikschule Oberhausen statt.

Das Angebot ist eine Kooperation zwischen dem Sinfonieorchester Ruhr und der Städtischen Musikschule Oberhausen. Seit Beginn stößt es auf großes Interesse. So waren in diesem Jahr schon drei Wochen vor Anmeldeschluss alle Plätze vergeben. 56 Teilnehmende aus ganz NRW erarbeiten gemeinsam mit den 16 Profimusikern des Sinfonieorchesters Ruhr das anspruchsvolle Programm.

Ideengeberin und Initiatorin des Orchesterkurses Oberhausen ist die Cellistin Carolin Schröder. Sie unterrichtet an der Musik- und Kunstschule in Duisburg sowie der Städtischen Musikschule Oberhausen und ist Gründerin des Sinfonieorchesters Ruhr, welches mittlerweile überregional einen hervorragenden Ruf als freiorganisiertes Profiensemble genießt.

Kunst & Kultur | Stadtgespräch

HÖMMA 25 – 9. Auflage: Das Jazzfestival in Oberhausen

„Je ordnungsloser die Zeit, desto notwendiger der Rhythmus!“ Joachim E. Berendt, Musikjournalist und einer der Wegbereiter des Jazz in Deutschland

07.10.2025
Gaume Jazz Festival Rossignol Jeunesses Musicales du Luxembourg belge park dag 2 Tania Giannouli Trio Tania Giannouli piano Jakob Bänsch trompet Kyriakos Tapakis luit

Vom 17. bis zum 19. Oktober 2025 verwandelt sich das Ruhrgebiet wieder in einen Jazz-Hotspot. Zum neunten Mal präsentiert das Oberhausener Jazzfestival HÖMMA drei Tage lang hochkarätige Konzerte an besonderen Locations im Stadtgebiet. Fünf Bands bringen unterschiedliche Stilistiken aus dem Bereich Jazz in die Stadt. In einer Zeit des politischen Wandels und der weltweiten Unsicherheiten kann die Musik auf Probleme aufmerksam machen, Kraft spenden und in andere Welten entführen.

 

Uwe Muth, künstlerischer Leiter und Organisator des Festivals, betont: „Besonders freue ich mich auf die sehr junge Formation ‚Work in Progress‘, die am Samstag, 18. Oktober 2025, den Leerstand im Hauptbahnhof bespielen wird. Hier treffen Jazz und Soul auf HipHop und Rap. Ein weiteres Highlight ist sicherlich Jörg Seidels swingende Hommage an den unvergleichlichen Udo Jürgens, „Musikgenie, Frauenschwarm, Traumtänzer und Selbstzweifler“, ebenfalls am Samstag. Wir dürfen uns auf ein vielseitiges Festival mit großartigen Musikern freuen.“ Das Eröffnungskonzert im Ebertbad, einer sehenswerten ehemaligen Badeanstalt, wird vom WDR mitgeschnitten.

 

Programm

Tania Giannouli Trio – Jazz-Poesie am Freitag, 17. Oktober 2025, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), Ebertbad, Ebertplatz 4, 46045 Oberhausen – Ticket: Euro 29,50 inkl. VVK

Tickets für das Eröffnungskonzert gibt es im Ebertbad unter www.ebertbad.de

Die klassisch ausgebildete griechische Pianistin, Komponistin, Improvisatorin und Bandleaderin Tania Giannouli, die die hier nicht so bekannte griechische Jazzszene ganz schön aufgemischt hat, erkundet Jazz als kreative Musikform und setzt regelmäßig Improvisationen in ihrer Musik ein. Improvisationen sind bei ihr aber nur der Ausgangspunkt des Spiels, das Ziel liegt irgendwo da draußen – oder tief im Inneren. Freuen dürfen wir uns auf eine nicht alltägliche Besetzung – Piano, Trompete, Oud (Kurzhalslaute) – mit einer sicherlich sehr eigenen Klangsprache. Poetisch und voll zarter Zwischentöne. Das Konzert wird vom WDR mitgeschnitten.

Tania Giannouli – piano

Jakob Bänsch – trumpet

Kyriakos Tapakis – oud

 

Jörg Seidel: Die andere Seite – eine Jazzhommage an Udo Jürgens am Samstag, 18. Oktober 2025, 18 Uhr, Fabrik K17, Lothringer Str. 54, 46045 Oberhausen – Ticket an der Abendkasse: 20 Euro und ein Stempel

„Ein Herzensprojekt und meine zweite musikalische Verbeugung vor Udo Jürgens“, nennt Jörg Seidel sein Programm „Die andere Seite“ – und alles daran ist wörtlich zu nehmen. Der renommierte Jazzsänger und Gitarrist aus Bremerhaven hatte 2015 mit seiner Tribute-CD „Merci…“ für ein starkes Presse- und Kritiker-Echo gesorgt und auch das Publikum mit überzeugenden Neu-Interpretationen der Werke begeistert, die zu den musikalischen Wurzeln Udo Jürgens´- Zeit seines Lebens ein Jazzfan – führten.

 

Im Nachfolge-Programm präsentiert Jörg Seidel nun Kompositionen aus Udo Jürgens´ Phase Mitte der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre, in der er eindeutig vom Jazz beeinflusste Stücke kreierte – darunter das von Sarah Vaughan gesungene „Right or wrong“ und die englische Version des Ireen Sheer-Songs „Sonntag“. Auch das 1967 aufgenommene „Mein erster Weg“ zeigt die hohe kompositorische und sprachliche Qualität Udo Jürgens´, der ja im Kern nie ein Mainstream-Schlagersänger war. Jörg Seidel, der „aktuell herausragende europäische Jazzsänger“ – wie die „German Jazzpages“ schrieben – zeigt, wie lebendig Jürgens´ Musik auch viele Jahre nach ihrer Entstehung ist. Mit seinen Neu-Arrangements will er der Musik nichts aufzwingen, was sie nicht schon in sich trägt. Gemeinsam mit seiner hochklassig besetzten Band lässt er die Poesie der Texte sprechen und macht es so dem Publikum möglich, diese Juwelen von einer ganz neuen Seite zu entdecken.

Jörg Seidel – Gesang

Christoph Münch – Piano

Gerold Donker – Kontrabass

Christian Schönefeld – Schlagzeug

 

Morley: Drei Stimmen, ein Gefühl / Terzett mit Akustikgitarre, Ukulele, E-Bass und Gesang am Samstag, 18. Oktober 2025, 19:30 Uhr, Christuskirche, Nohlstraße 7, 46045 Oberhausen – Tickets an der Abendkasse: 20 Euro ohne Stempel/10 Euro mit Stempel und ein zweiter Stempel

2020 debütierte Lydia Schiller in ihrer ersten Musicalrolle am Stadttheater Fürth im Musical “The famous door on Swing Street” als eine der drei Swing-Sisters an der Seite von Rosa Kremp und Melissa Muther. Noch im Verlauf der Proben für das Musical gründete sich aus dieser Konstellation das Folkpop-Trio “MORLEY”, das seit dem Frühjahr 2021 tourt. Musikalisch bewegt sich Morley zwischen Singer-Songwriter und Pop mit feinsinnigen Jazzanklängen. Akustikgitarre, Ukulele und E-Bass ergänzen sich bei ihrem ebenso intimen wie emotional aufgeladenen Folkpop-Sound genauso wie die drei Gesangsstimmen. Ihre Songs sind eine Einladung zum Hin- und Zuhören.

Lydia Schiller – Gesang, Gitarre, Ukulele

Melissa Muther – Gesang, Gitarre

Rosa Kremp – Gesang, Bass

 

Work in Progress am Samstag, 18. Oktober 2025, 21:30 Uhr – Leerstand im Hauptbahnhof, Leerstand, kitev – Kultur im Turm e.V., Hauptbahnhof Oberhausen, Willy-Brandt-Platz 1, 46045 Oberhausen – Ticket: 5 Euro (bei zwei Stempeln freier Eintritt)

Das Hömma-Festival engagiert seit den ersten Tagen immer wieder Newcomer und der Auftritt von „Work in Progress“ setzt dieses Engagement konsequent fort. Die noch sehr junge Band „Work in Progress“ präsentiert im Leerstand am Hauptbahnhof ihre Musik, die eine Mischung aus Jazz, Soul und HipHop vereint. Der Auftritt wird, unter anderem, durch Mittel aus dem Verfügungsfonds finanziert.

 

Transorient Orchestra am Sonntag, 19. Oktober 2025, 19:30 Uhr, Theater Oberhausen, Will-Quadflieg-Platz 1, 46045 Oberhausen – Ticket: 20 Euro, Abendkasse 25 Euro – Tickets für das Abschlusskonzert im Theater Oberhausen unter www.theater-oberhausen.de

Seit 2003 bereichert das Transorient Orchestra unter der Leitung von Andreas Heuser die Musikszene im Ruhrgebiet und weit darüber hinaus. Das Transorient Orchestra ist Gewinner des WDR Jazzpreises 2017 in der Kategorie Musikkulturen. Das Transorient Orchestra lässt den transkulturellen Soundtrack der Metropole Ruhr erklingen. Die MusikerInnen haben ihre kulturellen Wurzeln in Deutschland, der Türkei, dem Iran, dem Irak und Tunesien. Ein Dutzend virtuose SolistInnen bilden einen vielfarbig schillernden gemeinsamen Klangkörper. Das Transorient Orchestra lässt die Melodien und Rhythmen des Orients mit westlicher Harmonik und jazziger Improvisation zu vielfältigen und spannenden Verbindungen verschmelzen.

 

Besetzung:

Andreas Heuser – Gitarre, Violine, Leitung / Antje Vetter – Violine / Sahbi Amara – Oud, Gesang

Kioomars Musayyebi – Santur / Kazim Calisgan – Kopuz, Percussion, Gesang

Rageed William – Nay, Duduk / Nikola Seegers – Sopransaxophon, Gesang

Yavuz Duman – Trompete, Flügelhorn / Catrin Groth – Baritonsaxophon

Jens Pollheide – Bass / Reza Samani – Tombak

Volker Sipplie – Schlagzeug

 

 

Tickets

Tickets für das Eröffnungskonzert gibt es im Ebertbad (www.ebertbad.de) Tickets für das Abschlusskonzert im Theater Oberhausen (www.theater-oberhausen.de). Für die Konzerte am Samstag sind Tickets ausschließlich an den Abendkassen erhältlich.


Stadtgespräch

Verstärkung für die Berufsfeuerwehr Oberhausen

Zwei neue Brandoberinspektoranwärter haben am Mittwoch, 1. Oktober, ihren Vorbereitungsdienst bei der Berufsfeuerwehr Oberhausen aufgenommen.

07.10.2025

Bereits am 25. September erhielten die Nachwuchskräfte durch den Leiter der Feuerwehr, Jörg Brandenburg, und die Ausbildungsleiterin der Stadt Oberhausen, Angela Boehnke, ihre Ernennungsurkunde zum Beamten. Der Vorbereitungsdienst startet mit der feuerwehrtechnischen Grundausbildung, wo zunächst Themen wie Löschverfahren, Atemschutz, Fahrzeug- und Gerätekunde im Vordergrund stehen. Im Anschluss geht es für die zukünftigen Führungskräfte in unterschiedliche Lehrgänge, wo Inhalte wie Einsatztaktik, Menschenführung und Stabsarbeit vermittelt werden.

Stadtgespräch

Urbane Daten und Künstliche Intelligenz sind die Zukunftsthemen der Verwaltung

„Ein Klassentreffen der Digitalisierer“ – so beschreiben viele Teilnehmer die diesjährige Smart Country Convention in Berlin, eine der wichtigsten Fachmessen für die Digitalisierung von Kommunen und Verwaltungen in Deutschland. Das Smart City Team der Stadt Oberhausen war vor Ort, um sich mit anderen Städten, Fachleuten aus Ministerien und der Wirtschaft über Zukunftsthemen auszutauschen.

07.10.2025
Foto: Stadt Oberhausen

Zwei zentrale Themen haben sich in Berlin für die Kommunen herausgestellt: Urbane Daten und Künstliche Intelligenz. An beiden Themen arbeitet Oberhausen aktiv mit und gestaltet so Digitalisierung der Verwaltung. Der für die IT zuständige Beigeordnete Michael Jehn betont: „Es ist wichtig, die Zukunftsthemen der Digitalisierung in der kommunalen Familie gemeinsam anzugehen. So verhindern wir, dass eine Vielzahl von Lösungen erarbeitet wird, obwohl alle die gleichen Herausforderungen haben.“

Urbane Datenplattformen – Informationen gemeinsam nutzen

Urbane Datenplattformen bündeln kommunale Daten aus unterschiedlichen Fachbereichen. Diese werden in sogenannten Dashboards übersichtlich dargestellt. Ob Feuerwehr, Bürgerservice oder Bibliothek: Daten helfen, Prozesse effizienter zu gestalten und bessere Entscheidungen zu treffen. So wird etwa die Bewässerung junger Bäume mit Wetterdaten verknüpft und optimiert, das Ausleihverhalten in Bibliotheken überprüft, um Öffnungszeiten und Anschaffungen von neuen Büchern passgenau zu steuern oder das Mobilitätsangebot in Oberhausen übersichtlich dargestellt und ausgewertet.

Da diese Daten von jeder Kommune erhoben werden, macht es Sinn, sich auszutauschen und an einer gemeinsamen Urbanen Datenplattform zu arbeiten. Das ist nachhaltig und wirtschaftlich. Deshalb beteiligt sich die Stadt Oberhausen an einem Projekt zur Urbanen Datenplattform NRW. Initiiert durch den KDN, dem Dachverband der kommunalen IT-Dienstleister, wird ein Betriebsmodell aufgebaut, welches interkommunal genutzt wird. Die Nutzung wird damit für alle beteiligten Kommunen günstiger.

Wir wollen, dass Daten nicht an Stadtgrenzen Halt machen“, erklärt Boris van Benthem, CIO der Stadt Oberhausen. „Wenn Kommunen ihre Erfahrungen und Anwendungsfälle teilen, profitieren alle. Verwaltungen sowie Bürgerinnen und Bürger, die am Ende einfacher und besser Verwaltungsdienstleistungen nutzen können. Zusammen ist besser – gerade beim Thema urbane Daten.“

Dass dies der richtige Ansatz ist, zeigt auch, dass die eingesetzte Software der Civitas Connect auf der Smart Country Convention mit dem Open Source Award ausgezeichnet wurde. Von Kommunen für Kommunen ist hier das Leitmotiv.

Künstliche Intelligenz – Unterstützung für Verwaltung und Bürgerschaft

Ein weiterer Schwerpunkt der Messe war das Thema Künstliche Intelligenz (KI). Immer mehr Kommunen beschäftigen sich mit der Frage, wie KI die Verwaltung unterstützen kann, etwa bei Prognosen, im Bürgerservice oder bei Planungsaufgaben. Im Rahmen des Smart City Projekts arbeitet die Stadt Oberhausen daran, eine eigene Infrastruktur für kommunale Intelligenz aufzubauen.

Diese wird in einem ersten Schritt den Mitarbeitenden der Stadt Oberhausen zur Verfügung stehen, die für die Nutzung geschult werden. Mit der KI nutzt die Stadt Oberhausen Sprachmodelle, die unter anderem an Fachverfahren angebunden sind oder an die Urbane Datenplattform. Mit Hilfe eines Sprachmodells können Mitarbeitende einfach und schnell Daten abfragen und verwenden. Später soll die KI auch den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden, um zum Beispiel Informationen aus dem Ratsinformationssystem einfacher zu erhalten. Die Entwicklung steht am Anfang, zeigt aber jetzt schon ein vielversprechendes Potenzial. Wichtig ist dabei, dass von Anfang an das Thema Datenschutz eine große Rolle spielt und umgesetzt wird.

Zusammenarbeit als Schlüssel

Der Austausch der Kommunen untereinander ist wichtig. Daher ist eine Teilnahme an Messen, wie der Smart Country Convention, notwendig und hat gezeigt: Die Zukunft der Verwaltung liegt in der intelligenten Nutzung von Daten – und diese Aufgabe kann nur gemeinsam gelöst werden. Wenn Daten optimal genutzt, Fachverfahren optimiert und KI eingesetzt werden, profitieren Bürgerinnen und Bürger direkt. Sie erhalten schneller Informationen und können Verwaltungsleistungen einfacher nutzen.

„Die Messe ist für uns ein Gewinn. Wir kommen mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland direkt ins Gespräch und teilen Erfahrungen. Unser Ziel ist, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Ein idealer Ort, um Mitstreiter zu finden“, fasst Hendrik Wächter, Smart City Projektkoordination der Stadt Oberhausen, die Bedeutung der Smart Country Convention zusammen.

Der Umgang mit Daten wird immer mehr zur kommunalen Pflichtaufgabe zur Umsetzung der Daseinsvorsorge. Dies erfordert moderne, leistungsfähige und robuste Produkte sowie stabile und effiziente Betriebsangebote. Diese nachnutzbar zu gestalten ist unerlässlich, denn alle Kommunen haben die gleichen Herausforderungen. Daher ist das Motto der Stadt Oberhausen: Zusammen ist besser!