Stadtgespräch

Stadt Oberhausen für innovative interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Künstliche Intelligenz ausgezeichnet

Am 15. April 2026 wurde die Stadt Oberhausen für das Projekt „KommI – Kommunale Intelligenz“ mit dem Landespreis für innovative Zusammenarbeit in NRW ausgezeichnet. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung verlieh den Preis in der Kategorie Kommunale Pflichtaufgaben und Innere Verwaltung.

Mit dem Landespreis würdigt das Land NRW besonders innovative und nachahmenswerte Projekte, die Kommunen gemeinsam entwickeln und umsetzen. Ziel des Wettbewerbs ist es, erfolgreiche Kooperationsmodelle sichtbar zu machen und ihre Übertragbarkeit auf andere Kommunen zu fördern.

20.04.2026
Foto Stadt Oberhausen

„Interkommunale Zusammenarbeit gewinnt angesichts des demografischen Wandels, der Digitalisierung und sich verändernder technischer sowie wirtschaftlicher Rahmenbedingungen weiter an Bedeutung. Wir freuen uns sehr, dass das Engagement der Stadt Oberhausen und der beteiligten Kommunen mit der Verleihung des Landespreises gewürdigt wird“, so Michael Jehn, Beigeordneter der Stadt Oberhausen. „Digitalisierung zusammen in der kommunalen Familie anzugehen ist der richtige Weg, um Verwaltungen bürgernäher und moderner zu gestalten“, betont Oberbürgermeister Thorsten Berg.

KommI bündelt kommunale KI-Kompetenz

Mit KommI hat die Stadt Oberhausen gemeinsam mit anderen Kommunen und IT-Dienstleistern, wie der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale (kdvz) Rhein-Erft-Rur und der Gelsenkirchener Kommunalen Datenzentrale Emscher-Lippe (gkd-el), eine Kooperationsgemeinschaft für KI-Lösungen aufgebaut. Ziel ist es, praxistaugliche Anwendungen für kommunale Verwaltungen zu entwickeln, gemeinsam nutzbar zu machen und die Digitalisierung effizient voranzubringen.

Der Vorteil ist, dass sich die einzelnen Kooperationspartner auf die Entwicklung der für sie relevanten Anwendungsfälle konzentrieren und arbeitsteilig möglichst viele Schnittstellen zu kommunalen Daten und Fachverfahren entwickeln können.

Neben dem allgemeinen Erfahrungsaustausch zum kommunalen KI-Einsatz steht die Entwicklung von KI-Adaptern für kommunale Daten und Fachverfahren im Zentrum der Kooperationsgemeinschaft KommI. KI-Adapter werden benötigt, um kommunale Daten und Fachverfahren datenschutzkonform mit den Sprachmodellen einer KI zu verbinden. Auf diese Weise können Verwaltungsmitarbeitende Informationen aus bestehenden Systemen einfacher für ihre tägliche Arbeit nutzen. Bereits entwickelt wurden unter anderem Anbindungen an das Ratsinformationssystem ALLRIS, an verschiedene Wissensplattformen sowie an die urbane Datenplattform Civitas Core.

KDN koordiniert die Zusammenarbeit

Koordiniert und organisatorisch begleitet wird die Kooperationsgemeinschaft vom KDN – Dachverband kommunaler IT-Dienstleister. Der KDN strukturiert die Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen und IT-Dienstleister, fördert den Austausch, bündelt Finanzmittel und unterstützt die gemeinsame Weiterentwicklung der erarbeiteten Lösungen. So trägt der KDN dazu bei, dass Erfahrungen zusammengeführt, Entwicklungsprozesse abgestimmt und Ergebnisse für eine breite kommunale Nachnutzung zugänglich gemacht werden.

Kerstin Pliquett, Geschäftsleiterin beim KDN: „KommI zeigt eindrucksvoll, worauf es heute ankommt: Um auf der kommunalen Ebene dauerhaft handlungsfähig zu bleiben, müssen wir die Vielfalt kommunaler Lösungen vereinen und daraus Stärke gewinnen. Der Einsatz von KI wird für Verwaltungsprozesse immer wichtiger – wir stehen hier erst am Anfang von ganz neuen Szenarien. Wenn wir uns auf ein gemeinsames Ziel und einen gemeinsamen Weg fokussieren, wirkt sich das positiv auf die Leistungsfähigkeit, die Wirtschaftlichkeit und die Schnelligkeit bei der Integration von KI-Lösungen aus. Genau das brauchen unsere Kommunen im Land: mehr Standards, mehr Verlässlichkeit, mehr Sicherheit bei der Nutzung moderner Technologien. Wir beim KDN verfolgen mit unseren Mitgliedern in vielen Themen den Ansatz der Kompetenzbündelung und der gemeinsamen Realisierung zukunftsfähiger Lösungen. Mit KommI kommt ein wichtiges Innovationsthema dazu.“

Zusammen ist besser

„KI-Lösungen passgenau für die kommunalen Daten und Fachverfahren zu entwickeln ist ein höchst innovativer Ansatz. KommI stellt in der IT-Dienstleistungs-landschaft des Landes NRW ein Novum dar und ist ein starkes Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit Innovation beschleunigen kann“, so Boris van Benthem, CIO der Stadt Oberhausen.

Im Rahmen der Kooperationsgemeinschaft treibt die Stadt Oberhausen die Verwaltungsdigitalisierung mit KommI im Bereich Künstliche Intelligenz weiter voran. Die interkommunale Zusammenarbeit an KommI unter dem Motto „Zusammen ist besser!“ steht bundesweit allen Kommunen offen. Durch die Bereitstellung aller Ergebnisse als Open Source sowie der Nutzung einheitlicher Basistechnologien bei allen Kooperationspartnern wird die Nachnutzbarkeit der Ergebnisse gesichert. Diese können damit auch außerhalb der Kooperationsgemeinschaft genutzt werden. Auf diese Weise entstehen digital souveräne Lösungen für Kommunen im KI-Umfeld.

Weitere Informationen:

Unter https://kommi.org stehen die Ergebnisse der Kooperation zur Nachnutzung bereit. Für die Veröffentlichung der KI-Adapter wird die Plattform opencode.de genutzt.

 


Stadtgespräch

KI-Dialog in der Stadtbibliothek am 24. März 2026

Am Dienstag, 24. März 2026, lädt die Zentralbibliothek Oberhausen gemeinsam mit den Expertinnen und Experten von Sepisight zu einem KI-Dialog ein. Von 17 bis 18:30 Uhr haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich zum Thema Künstliche Intelligenz und Desinformation zu informieren und auszutauschen.

 

12.03.2026

Durch die rasanten Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz ist es heute einfacher denn je, Falschinformationen zu erstellen und zu verbreiten. Doch lassen sich Fake und Fakten überhaupt noch voneinander unterscheiden? Einen praxisnahen Einblick in das Thema gibt Kassandra Kienitz, Mitbegründerin von Sepisight, in einem kurzen Vortrag. Im Anschluss sind die Teilnehmenden eingeladen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Die Veranstaltung findet am 24. März von 17 bis 18:30 Uhr im Erdgeschoss der Zentralbibliothek im Bert-Brecht-Haus statt (Langemarkstraße 19–21). Das Angebot ist kostenfrei und kann ohne vorherige Anmeldung besucht werden. Weitere Fragen zur Veranstaltung beantwortet das Team der Stadtbibliothek gerne per E-Mail an stadtbibliothek@oberhausen.de

Stadtgespräch

Kostenlose Mitmach-Aktion in der VHS: Umgang mit Künstlicher Intelligenz erlernen

Anlässlich des bundesweiten Digitaltags 2025 lädt die Volkshochschule Oberhausen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer interaktiven Veranstaltung ein, bei der sie die spannende Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) auf praxisnahe Weise kennenlernen können. Am Freitag, 27. Juni 2025, von 16 bis 18:30 Uhr, können Interessierte im Foyer des Bert-Brecht-Hauses, Langemarkstraße 21, im Rahmen einer Mitmach-Aktion ihr persönliches „KI-Seepferdchen“ erwerben.

14.05.2025

Die einzelnen Stationen bieten praxisnahe Einblicke und ermöglichen es, die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz selbst auszuprobieren:

Station 1: Prompts gezielt formulieren

Station 2: Einsatzszenarien von KI im Alltag

Station 3: Kreative Bildgestaltung mit KI

Station 4: Grenzen von KI sicher erkennen

Nach dem Durchlaufen aller Stationen (jeweils ca. 30 Minuten pro Station) ist eine gemeinsame Austauschrunde im Plenum vorgesehen, bei der die Teilnehmenden ihre Eindrücke und Erfahrungen teilen können. Wer alle Stationen erfolgreich absolviert, erhält als Nachweis eine Urkunde in Form eines persönlichen „KI-Seepferdchens“. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium und der Stabsstelle Neue Medien durchgeführt.

Anmeldung ab sofort, Plätze begrenzt

Interessierte können sich ab sofort hier einen Platz für die Veranstaltung sichern. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Plätze sind jedoch begrenzt.