Stadtgespräch

Pionier der Industriekultur zu Gast in der Lichtburg: Roland Günter spricht über den Kampf um Eisenheim

Im Rahmen der Filmreihe „Weg zum Nachbarn – Stadt.Geschichte.Film“ laden der FC Oberhausen e.V. , die VHS Oberhausen und der Lichtburg-Filmpalast Oberhausen am Mittwoch, 25. März 2026, 18 Uhr, zu einem ganz besonderen Filmabend ein. Gezeigt werden die Dokumentarfilme „Schichten unter der Dunstglocke“ (1959) und „Rettet Eisenheim“ (1972/73) – zwei eindrucksvolle Zeugnisse der Oberhausener Stadt- und Industriegeschichte. Im Mittelpunkt des Abends steht der Besuch von Roland Günter, einem der bedeutendsten Wegbereiter der Industriekultur im Ruhrgebiet.

24.03.2026
Quelle: Jörg Boström

Als Architekturkritiker, Fotograf, Autor und Aktivist setzte er sich seit den 1970er Jahren frühzeitig für den Erhalt von Industrieanlagen und Arbeitersiedlungen ein zu einer Zeit, als Abriss und Neubau vielerorts als alternativlos galten. Besondere Bekanntheit erlangte Günter durch sein Engagement für die Arbeitersiedlung Eisenheim in Oberhausen-Osterfeld. Die 1844 errichtete Siedlung gilt als älteste erhaltene Arbeitersiedlung Deutschlands und war Anfang der 1970er Jahre akut vom Abriss bedroht. Gemeinsam mit Studierenden, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie weiteren Mitstreitern initiierte Günter eine breit angelegte Protest- und Aufklärungskampagne. Der Film „Rettet Eisenheim“, an dem er beteiligt war, wurde dabei zu einem wichtigen Instrument des Widerstands. Der Einsatz zeigte Wirkung: Eisenheim konnte erhalten werden und steht heute unter Denkmalschutz. Darüber hinaus prägte Roland Günter maßgeblich das Verständnis von Industriekultur im Ruhrgebiet. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Fotodokumentationen und trug entscheidend dazu bei, industrielle Orte als kulturelles Erbe sichtbar und wertschätzbar zu machen. Sein Engagement wirkt bis heute in Initiativen, Museen und Denkmalprojekten der Region fort. Im April dieses Jahres wird Roland Günter 90 Jahre alt. In der Lichtburg Oberhausen berichtet er aus erster Hand von den Auseinandersetzungen um Eisenheim und ordnet die damaligen Ereignisse in die Entwicklung der Industriekultur im Ruhrgebiet ein. Der Film „Schichten unter der Dunstglocke“ führt zurück in die 1950er Jahre und zeigt den Alltag in einer Stadt, die vollständig von Kohle und Stahl geprägt war. „Rettet Eisenheim“ dokumentiert dagegen einen Wendepunkt: den Moment, in dem Bürgerinnen und Bürger begannen, sich aktiv für den Erhalt ihrer gebauten Geschichte einzusetzen. Im Anschluss an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit Roland Günter statt. Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet am 25. März 2026 um 18 Uhr im Lichtburg-Filmpalast Oberhausen, Elsässer Straße 26, 46045 Oberhausen, statt. Um vorherige Anmeldung per E-Mail (E-Mail: info@lichtburg-ob.de) wird gebeten. fasse mir diesen text in einem kurzen satz zusammen

Stadtgespräch

Gemeinsam ins Kino mit „Gesellschaft leben“

Bei einem gemeinsamen Kinovormittag in der Lichtburg haben sich am Dienstag, 10. März 2026, rund 60 Ehrenamtliche und Teilnehmende des Oberhausener Projekts „Gesellschaft leben“ den Film „Ein fast perfekter Antrag“ angeschaut. Die romantische Komödie kam bei den Gästen sehr gut an und bot anschließend viel Gesprächsstoff. Ermöglicht wurde der Ausflug durch die Unterstützung des Seniorenbeirats der Stadt Oberhausen.

12.03.2026
Foto: Stadt Oberhausen

Organisiert hatte den Besuch das Projekt „Gesellschaft leben“. Der ehrenamtliche Besuchsdienst bringt Menschen, die sich mehr Gesellschaft wünschen, mit Menschen zusammen, die gerne Zeit schenken und Begegnungen ermöglichen möchten. Neben Besuchen sind auch gemeinsame Spaziergänge, Einkäufe oder regelmäßige Telefonate möglich.

„Solche gemeinsamen Erlebnisse sind für viele unserer Teilnehmenden etwas ganz Besonderes. Sie schaffen Begegnungen, stärken Beziehungen und bringen einfach Freude in den Alltag“, sagt Andreas Bechert, Koordinator von „Gesellschaft leben“ in Oberhausen-Osterfeld.

Das Projekt sucht weiterhin Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Gleichzeitig richtet sich das Angebot auch an Menschen, die sich mehr Gesellschaft im Alltag wünschen. Informationen finden Interessierte unter www.gesellschaft-leben.de.

Kunst & Kultur | Stadtgespräch

Sondervorführung von Charlie Chaplins „Der große Diktator“ in der Lichtburg Oberhausen

Zum Jahresabschluss der Reihe „Weg zum Nachbarn“, eine Kooperation des Filmclubs Oberhausen e.V. und der Volkshochschule Oberhausen, lädt die Lichtburg Oberhausen (Elsässer Straße 26) am Mittwoch, 26. November 2025, um 18 Uhr zu einer besonderen Sondervorführung von Charlie Chaplins Meisterwerk „Der große Diktator“ ein.

25.11.2025

Der Film aus dem Jahr 1940 ist weit mehr als eine Komödie. Chaplin verbindet scharfsinnige Satire mit einem eindringlichen Plädoyer für Menschlichkeit, Toleranz und Zusammenhalt. Seine Botschaft gegen Ausgrenzung und Machtmissbrauch wirkt auch heute noch überraschend aktuell – und erinnert daran, wie wichtig Mitgefühl und Zivilcourage in unserer Zeit sind.

 

Die Vorführung markiert den Abschluss eines sehr erfolgreichen Jahres der Reihe „Weg zum Nachbarn“ und bietet dem Publikum die Gelegenheit, gemeinsam einen Film zu erleben, der Humor, Mut und Hoffnung vereint. Die Veranstaltungsreihe wird im Januar 2026 fortgesetzt.

 

Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Anmeldung per E-Mail unter fc@lichtburg-ob.de wird gebeten.


Kunst & Kultur | Stadtgespräch

Filmreihe „Weg zum Nachbarn“ vom FC Oberhausen, VHS Oberhausen und dem Lichtburg Filmpalast: Schornstein Nr. 4 aus dem Jahre 1966 mit Romy Schneider

Am Mittwoch, 24. September 2025, lädt die Filmreihe des Filmclubs Oberhausen im Rahmen der Filmreihe „Weg zum Nachbarn“ um 18 Uhrzu einem besonderen Filmabend in den frisch renovierten Lichtburg Filmpalast ein. Gezeigt wird der Film „Schornstein Nr. 4“, in dem Romy Schneider in einer ihrer bemerkenswerten frühen Hauptrollen zu sehen ist. Es war ihr Versuch, sich von dem Sissy-Klischee zu lösen. Ein Teil des Films wurde in Oberhausen gedreht – legendär ist insbesondere die Szene im Sterkrader Hallenbad, die bis heute einen besonderen Platz in der Erinnerung vieler Zuschauer hat.

19.09.2025

Vor Beginn des Hauptfilms wird ein kurzer Dokumentarfilm gezeigt, der den großen Menschenauflauf während der Dreharbeiten vor der eindrucksvollen Industriekulisse der Hüttenwerke Oberhausen festhält. Wir freuen uns besonders aus Menschen aus Oberhausen, die sich noch an die Dreharbeiten erinnern können.

Die Einführung zum Film hält Paul Hoffmann von der Kinemathek im Ruhrgebiet, der spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte und die Bedeutung des Films geben wird.

Beginn:18 Uhr

Ort: Lichtburg Filmpalast (nach Renovierung wiedereröffnet!)

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter fc@lichtburg-ob.de wird gebeten.

Ein cineastischer Abend, der Filmgeschichte, Industriekultur und die Magie des Ruhrgebiets vereint – wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Volkshochschule Oberhausen und des FC Oberhausen e.V. (Filmclub Oberhausen), in Zusammenarbeit mit dem Lichtburg Filmpalast. Gemeinsam möchten die Partner kulturelle Schätze neu zugänglich machen und Raum für Erinnerung, Begegnung und gemeinsames Lachen schaffen.

Kunst & Kultur | Stadtgespräch

„Die Missfits auf der großen Leinwand“: Serienmarathon in der Lichtburg Oberhausen mit Gerburg Jahnke live vor Ort

Ein ganz besonderer Kinoabend erwartet die Oberhausener Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch, 25. Juni 2025, 17 Uhr, im Lichtburg Filmpalast Oberhausen: In einer einmaligen Vorstellung werden alle sechs Folgen der WDR-Serie der Missfits gezeigt – frech, scharfzüngig und pointiert wie eh und je.

16.06.2025

Besonderes Highlight des Abends: Gerburg Jahnke, eine der beiden Missfits, wird persönlich anwesend sein und den Abend begleiten.

Die legendären Kabarettistinnen Gerburg Jahnke und Stephanie Überall prägten mit den Missfits über Jahre hinweg die deutsche Kleinkunstszene. Die WDR-Serie, die heute Kultstatus genießt, bringt ihre einzigartigen Figuren, ihren feinen Humor und ihren bissigen Blick auf die Welt nun geballt zurück – auf der großen Leinwand und in bester Gesellschaft.

Nach drei Folgen (90 Minuten) gibt es eine Pause, in der Zeit für Austausch, Gespräche und eine kleine Erfrischung bleibt.

„Der Tod ist kein Beinbruch – und gleich alle Folgen am Stück! Im Kino! Das ist wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten, und ich freue mich riesig auf das Publikum in Oberhausen.“ – Gerburg Jahnke

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Volkshochschule Oberhausen und des FC Oberhausen e.V. (Filmclub Oberhausen), in Zusammenarbeit mit dem Lichtburg Filmpalast. Gemeinsam möchten die Partner kulturelle Schätze neu zugänglich machen und Raum für Erinnerung, Begegnung und gemeinsames Lachen schaffen.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung per E-Mail bis zum Dienstag, 24. Juni 2025, unter info@lichtburg-oberhausen.de oder unter fc@lichtburg-oberhausen.dewird gebeten.