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Oberhausen stimmt für Beteiligung an Olympia-Bewerbung

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oberhausen haben sich im Rahmen eines Ratsbürgerentscheids mit 62,66 Prozent Ja-Stimmen mehrheitlich für eine Bewerbung um Olympische Spiele an Rhein und Ruhr ausgesprochen. Somit haben sie die Grundlage geschaffen, dass sich die Stadt an der gemeinsamen Bewerbung der Köln-Rhein-Ruhr-Region um die Olympischen und Paralympischen Spiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044 beteiligt. Bei einer Beteiligung von 29,55 Prozent und 44.786 gültigen Stimmen lautet das Endergebnis für Oberhausen: 62,66 Prozent stimmten mit Ja, 37,34 Prozent mit Nein und 0,42 Prozent der Stimmen sind ungültig. In Oberhausen waren 152.260 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren stimmberechtigt. Das Quorum von zehn Prozent der benötigten Stimmen wurde erreicht, so dass der Bürgerentscheid gültig ist.

20.04.2026

„Ich danke allen Oberhausenerinnen und Oberhausenern, die sich an diesem Bürgerentscheid beteiligt haben. Ihr Ja ist ein starkes Signal für unsere Stadt und unsere Region“, fasst Oberbürgermeister Thorsten Berg das Ergebnis zusammen. „Dieses Votum zeigt auch, dass wir in Oberhausen auf die Stärken unserer Heimatregion vertrauen und diese der Welt präsentieren wollen. Denn die Olympischen Spiele sind ein Event, welches die ganze Welt im friedlichen Wettstreit der Athletinnen und Athleten vereinigt. Gleichzeitig ist dieses Votum für uns Auftrag und Verpflichtung, den weiteren Prozess transparent, verantwortungsvoll und im engen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten.“

Auch Sportdezernent Jürgen Schmidt begrüßt das Ergebnis: „Das positive Votum ist ein wichtiger Schritt für den Sportstandort Oberhausen. Die mögliche Einbindung in ein internationales Großereignis bietet nicht nur eine Bühne für den Spitzensport, sondern kann auch nachhaltige Impulse für den Breiten- und Vereinssport sowie für die Sportinfrastruktur vor Ort setzen. Entscheidend wird sein, die Chancen klug zu nutzen und gleichzeitig die berechtigten Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger im Blick zu behalten.“

Der Bürgerentscheid wurde auf Grundlage eines Ratsbeschlusses vom 15. Dezember 2025 durchgeführt und stellt ein zentrales demokratisches Instrument dar, mit dem die Entscheidung über die Beteiligung Oberhausens bewusst in die Hände der Bürgerschaft gelegt wurde. Im Rahmen des Köln-Rhein-Ruhr-Konzepts ist vorgesehen, dass Oberhausen als Austragungsort für Vorrundenspiele im Volleyball in der Rudolf-Weber-Arena fungieren könnte. Die Bewerbung der Region Rhein-Ruhr setzt dabei überwiegend auf bestehende und regelmäßig genutzte Sportstätten in insgesamt 17 Städten der Region.

Mit dem positiven Ausgang des Bürgerentscheids wird sich die Stadt Oberhausen nun aktiv in den weiteren Bewerbungsprozess der Köln-Rhein-Ruhr-Region einbringen. Dabei stehen insbesondere Fragen der Finanzierung, der infrastrukturellen Entwicklung sowie der nachhaltigen Ausgestaltung der Spiele im Fokus.


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Olympia-Bewerbung: Information der Stadt Oberhausen zum Ratsbürgerentscheid am 19. April 2026

Der Ratsbürgerentscheid findet ausschließlich als Abstimmung per Brief statt. Da keine Antragstellung auf Ausstellung eines Stimmscheins erforderlich ist, werden auch keine Sofortwahlstellen eingerichtet. Mit den Abstimmungsbenachrichtigungen erhalten Sie auch die Briefabstimmungsunterlagen. Diese müssen dem Fachbereich Wahlen bis zum 19. April 2026, 16 Uhr, vorliegen.

 

26.03.2026

Da die Deutsche Post AG dem Fachbereich Wahlen am Sonntag, 19. April 2026, keine Post zustellen wird, sollten die Stimmbriefe spätestens am Mittwoch, 15. April 2026, der Deutschen Post übergeben werden. Am Abstimmungswochenende werden die Briefkästen der einzelnen Rathäuser nicht geleert. Die letzte Leerung findet am Freitagmorgen, 17. April 2026 statt. Es werden entsprechende Hinweise angebracht.

 

Die Stimmbriefe können dann nur noch beim Fachbereich Wahlen, Schwartzstraße 73 (ehemaliges Zinkweißgebäude) bis 16 Uhr eingeworfen werden, wenn Sie sicherstellen wollen, dass Ihre Stimme Berücksichtigung findet. Der Fachbereich Wahlen ist am Abstimmungswochenende wie folgt zu erreichen: Freitag, 17. April 2026 bis 15 Uhr; Samstag, 18. April 2026 von 10 bis 12:30 Uhr und Sonntag, 19. April 2026 ab 11 Uhr bis zum Ende der Abstimmung.


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Olympia ist eine riesige Chance für die Region

„Dafür sein ist alles“. Unter diesem Motto bewirbt sich die Region KölnRheinRuhr um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 und 2044. Warum man dafür sein sollte, erläuterte der Vorstandsvorsitzende des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, Dr. Christoph Niessen, am Dienstag, 3. März 2026, den Mitgliedern des Oberhausener Sportausschusses. Für ihn steht fest, dass „die Spiele ein großer Impuls für unser Land sein können.“

05.03.2026
Dr. Christoph Niessen (3.v.l.), Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes NRW, referierte im Sportausschuss über die Olympia-Bewerbung. Auf dem Foto sind zudem abgebildet, v.l. Manfred Gregorius, Präsident des Stadtsportbundes, Bereichsleiter Andreas Beulshausen, Weltmeister Willi Wülbeck, Sportausschussvorsitzender Robert Babic, Fachbereichsleiter Simon Schauff sowie Sportdezernent Jürgen Schmidt. (Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne)

Kompakt, nachhaltig und spektakulär würden die Spiele, so Niessen. So lägen die allermeisten Wettkampfstätten in einem Umkreis von rund 40 Kilometern. „Das ist auch nicht weiträumiger als bei den kommenden Spielen in Los Angeles. Schon jetzt verfüge die Region KölnRheinRuhr über hervorragende Sportstätten, Arenen und Fußballstadien. Hinzu kämen über 700.000 Quadratmeter Nutzfläche, die die vier großen Messen in Köln, Düsseldorf, Essen und Dortmund böten. Lediglich ein temporärer Neubau sei erforderlich: ein großes Leichtathletik-Olympiastadion im Kölner Norden. Das werde nach Olympia wieder zurückgebaut und integraler Teil eines neuen Stadtteilzentrums. „Eine sehr innovative und attraktive Idee.“ Die Schalker Veltins-Arena, mit Platz für rund 60.000 Zuschauern, werde für Olympia in eine temporäre Schwimmhalle umgebaut. Insgesamt könnten bei Olympia KölnRheinRuhr rund 14 Millionen Tickets angeboten werden. „Das sind drei Millionen mehr als bei den Olympischen Spielen in Paris.“ Angesichts dieses Kartenvolumens sei es denkbar eine Million Tickets kostenlos für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung zu stellen oder auch ein festes Kartenkontingent mit niedrigen Eintrittspreisen anzubieten. Die Olympia-Bewerbung zahle sich jetzt schon aus, so Niessen. So fördere ein vom Land aufgelegtes Programm Sportstätten, Trainer oder die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern. Niessens Fazit: „Olympia ist eine riesige Chance für die gesamte Region.“

Sportdezernent Jürgen Schmidt ist ebenfalls von der Bewerbung überzeugt. „Bei meinen Gesprächen stelle ich eine breite Unterstützung in der gesamten Stadtgesellschaft fest. Diesen Rückenwind gilt es auch für den anstehenden Ratsbürgerentscheid zu nutzen.“ Zu den Befürwortern gehört nicht zuletzt auch Sportlegende Willi Wülbeck. Der Olympiateilnehmer im 800-Meter-Lauf von 1976 und Weltmeister von 1983 sagt: „Olympia ist eine große Chance – für die Region, für die hier lebenden Menschen, für die Vereine, für eine Verbesserung der Infrastruktur. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

17 Städte an Rhein und Ruhr, darunter auch Oberhausen, bewerben sich gemeinsam um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele für das Jahr 2036, 2040 oder 2044. Leading City ist die Stadt Köln. Ob sich KölnRheinRuhr bewirbt, dazu gibt es in den Städten Bürgerentscheide. In Oberhausen erhalten rund 155.000 Bürgerinnen und Bürger ihre Abstimmungsunterlagen. Sie schicken ihr Votum per Brief zurück, die Stimmabgabe endet am Sonntag, 19. April, um 16 Uhr. Die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes entscheidet schließlich am 26. September ob KölnRheinRuhr als deutscher Kandidat ins Rennen geht. Weitere Bewerber sind München – dort gab es bereits ein positives Bürgerreferendum – sowie Berlin und Hamburg.