Stadtgespräch

Ärzte in Oberhausen sollen Parkinson-Patienten über Berufserkrankung aufklären Wer „grüne Jobs“ in Oberhausen macht, muss wissen: Dahinter kann ein Parkinson-Risiko stecken

Die „Jobs im Grünen“ stehen nicht immer nur für frische Luft. „Wer in Oberhausen auf den Feldern oder in Gewächshäusern arbeitet, den kann es treffen: Ein erhöhtes Risiko, Parkinson zu bekommen. Und zwar immer dann, wenn er über Jahre häufig mit Pflanzenschutzmitteln zu tun hatte“, sagt Tobias Umbreit von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

05.05.2026

Das Parkinson-Syndrom durch Pestizide sei als Berufskrankheit anerkannt. Betroffene müssten allerdings nachweisen, dass sie in ihrem Berufsleben mindestens 100 Tage mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gearbeitet hätten – also jeweils entweder mit Fungiziden (zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten), Insektiziden (zur Bekämpfung von Insekten) oder Herbiziden (zur Bekämpfung von Unkraut), so die IG BAU Mülheim-Essen-Oberhausen.

„Dann bekommen Beschäftigte, die an Schüttellähmung erkrankt sind, Unterstützung von der gesetzlichen Unfallversicherung: Die Hilfe der Berufsgenossenschaft reicht von guter medizinischer Versorgung bis zu Geldleistungen“, so Tobias Umbreit. Das gelte neben Menschen, die in der Landwirtschaft gearbeitet haben, beispielsweise auch für Beschäftigte im Gartenbau und im Forst.

Gefahren lauerten allerdings auch in der Floristik. Und sogar auf dem Bau: „Denn auch bei Sanierungsarbeiten wird mit Pestiziden gearbeitet. Vielen ist gar nicht bewusst, wo überall Pestizide zu finden sind. Gerade im Sanitärbereich kommen häufig Baustoffe mit Anti-Schimmelmitteln zum Einsatz. Und die enthalten oft Pestizide“, erklärt Tobias Umbreit von der IG BAU Mülheim-Essen-Oberhausen.

An die niedergelassenen Ärzte in Oberhausen appelliert die Agrar-Gewerkschaft, Parkinson-Patienten gezielt anzusprechen, um abzuklären, ob es sich um eine Berufskrankheit handele. Die gesetzlichen Krankenversicherungen fordert die IG BAU Mülheim-Essen-Oberhausen auf, Parkinson-Patienten anzuschreiben und zu informieren. „Immerhin haben Patienten, wenn es um eine Berufserkrankung geht, die Chance auf eine intensive Betreuung und gute medizinische Versorgung, für die die Berufsgenossenschaft steht“, so Tobias Umbreit.

Der IG BAU-Bezirkschef kündigt außerdem an, dass sich die Agrar-Gewerkschaft auch dafür einsetzen werde, dass mehr Betroffene die Anerkennung als Berufskrankheit bekommen: „Es geht vor allem um die, die nicht selbst Pflanzenschutzmittel gespritzt haben, die aber zum Beispiel in Gewächshäusern den Pestiziden ausgesetzt waren“, so Umbreit.

Der Gewerkschafter rät Menschen, die in gefährdeten Branchen arbeiten, sich bei Fragen an ihre jeweilige Berufsgenossenschaft zu wenden. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) habe extra eine „Parkinson-Hotline“ geschaltet: 0561 / 785 – 10350. Außerdem gebe die Berufsgenossenschaft Hinweise auf ihrer Homepage: https://www.svlfg.de/fa-parkinson-durch-pflanzenschutzmittel


Stadtgespräch

Familienzentren stellen sich und ihre Angebote vor

Anlässlich des Internationalen Tags der Familie am Freitag, 15. Mai 2026, präsentieren sich zahlreiche Familienzentren und Familiengrundschulzentren rund um dieses Datum mit Informations- und Mitmachangeboten. Eine Übersicht der Familienzentren und Familiengrundschulzentren steht auf der Webseite www.oberhausen.de/familien-stark-machen.

05.05.2026

Bereits im Jahr 2007 wurden die ersten Familienzentren in Nordrhein-Westfalen und auch in Oberhausen zertifiziert. Jedes dieser Zentren bietet individuelle Programme an oder hat sich auf bestimmte Bereiche spezialisiert, was die Vielfalt der Familienzentren in unterschiedlichen Trägerschaften ausmacht. Familienzentren sind Kindertageseinrichtungen, die nicht nur die Betreuung von Kindern im Blick haben, sondern auch die gesamte Familie unterstützen. Seit 2020 gibt es zudem an sechs Grundschulen im Oberhausener Stadtgebiet das Angebot der Familiengrundschulzentren.

Die Oberhausener Familienzentren und Familiengrundschulzentren sind für Eltern und Kinder in der Nachbarschaft gut erreichbar. Hier werden zahlreiche Hilfsangebote organisiert, die das Wohlergehen von Familien fördern. Dazu gehören offene Sprechstunden für Erziehungs- und Familienberatung sowie die Vermittlung und Begleitung in weiterführende Beratungen. Elterncafés, Veranstaltungen zu pädagogischen Themen und Kurse zur Stärkung der Erziehungskompetenz tragen ebenso zur frühen Förderung bei wie kreative, bewegungsorientierte und ernährungsbezogene Angebote. Familienzentren bieten somit eine breite Palette an Dienstleistungen und Unterstützungsleistungen an. Jedes Zentrum hat das Ziel, die Bedürfnisse der Familien im Stadtteil zu erkennen und flexibel darauf zu reagieren. Flexibilität und Niedrigschwelligkeit sind dabei die zentralen Leitlinien.

Stadtgespräch

Tag der Städtebauförderung: Programm in Osterfeld lädt zum Mitmachen ein

Am Samstag, 9. Mai 2026, beteiligen sich die Stadtbibliothek Osterfeld und das Stadtteilbüro Osterfeld am bundesweiten Tag der Städtebauförderung. In der Gildenstraße 20, aktuell Standort der Pop-Up-Bibliothek Osterfeld, erwartet Besucherinnen und Besucher von 11 bis 16 Uhr ein abwechslungsreiches Programm.

05.05.2026

Im Mittelpunkt stehen offene Angebote für unterschiedliche Altersgruppen. Geplant sind unter anderem Mitmachaktionen wie Torwandschießen und Tischtennis sowie kreative Angebote, darunter eine Bastelaktion. Darüber hinaus erhalten Interessierte einen Einblick in den aktuellen Stand des Neubaus der Stadtbibliothek. Ein besonderer Programmpunkt ist eine Lesung mit dem Kinderbuchautor Joachim Friedrich. Um 14:30 Uhr stellt er sein Buch „Die furchtlosen zwei vom Bahnsteig 3“ vor.

 

Zudem bildet der Tag den Auftakt für einen Fotowettbewerb. Teilnehmen können Einzelpersonen ebenso wie Gruppen, beispielsweise Schulklassen. Die Anmeldung ist am Veranstaltungstag vor Ort möglich, Einsendeschluss ist der 18. Mai. Für die Teilnehmenden sind verschiedene Preise vorgesehen.

 

Der Aktionstag bietet die Gelegenheit, sich über die Entwicklung im Stadtteil zu informieren und die Angebote rund um die Stadtbibliothek kennenzulernen.

Stadtgespräch

53 Bewerbungen für die Wahl zum nächsten Jugendparlament

Dank des großen Einsatzes der Oberhausener Schulen haben sich 53 Schülerinnen und Schüler für einen Sitz im nächsten Jugendparlament beworben. Sie wollen die Interessen junger Menschen in der Stadt vertreten und in der Politik mitreden. Die Wahl findet vom 13. Mai bis zum 1. Juli an den weiterführenden Schulen statt.

Oberbürgermeister Thorsten Berg freut sich sehr über die große Resonanz und betont: „Dies ist die höchste Bewerberzahl seit über zehn Jahren. Junge Menschen wollen mitreden, Verantwortung übernehmen und die Zukunft unserer Stadt aktiv mitgestalten. Das ist ein starkes Zeichen für unsere Demokratie und für Oberhausen.“

Insgesamt werden dreizehn weiterführende Schulen im Jugendparlament vertreten sein, unter anderem alle Gymnasien, zwei Realschulen und vier Gesamtschulen. Weiterhin sind Schülerinnen und Schüler von einem Berufskolleg sowie einer Förderschule in Oberhausen dabei.

05.05.2026

Am 23. September 2026 wird sich das 8. Jugendparlament konstituieren. Seine Amtszeit reicht bis in das Jahr 2028. Wer sich ein Bild von der Arbeit des Jugendparlamentes machen möchte, ist als Gast bei der Abschlusssitzung am 8. Juli 2026 willkommen. Das Gremium tagt ab 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses Oberhausen, Schwartzstraße 72.

Weitere Informationen zum Jugendparlament finden Sie hier.

Stadtgespräch

Fachaustausch: Delegation aus Mersin zu Besuch in Oberhausen

Gemeinsam mit dem Umweltbereich der Stadt Oberhausen organisierte das Büro für Interkultur einen Fachaustausch mit Oberhausens türkischer Partnerstadt Mersin. Experten aus beiden Städten diskutierten am Dienstag, 28. April 2026, auf der Feuerwache 1 an der Brücktorstraße Lösungen für Starkregen-Ereignisse.

 

05.05.2026

Im Rahmen eines Fachgesprächs erläuterte Maik Ballmann, stellvertretender Bereichsleiter Umwelt, das Oberhausener Konzept für Starkregen-Ereignisse. Der Beigeordnete Michael Jehn (10.v.r.) und Martin Götzke (l.) von der Oberhausener Feuerwehr stellten das Krisenmanagement und den Katastrophenschutz der Stadt Oberhausen vor. „Der interkommunale Austausch funktioniert auch über Ländergrenzen hinweg. Mersin und Oberhausen haben bei der Bewältigung von Klimafolgen gleichgelagerte Herausforderungen. Gerne geben wir unsere Herangehensweisen weiter und sind interessiert an den Methoden unserer türkischen Kolleginnen und Kollegen“, so Beigeordneter Jehn.

 

Im Herbst wird die Stadt Oberhausen die entsprechenden Konzepte in Mersin kennenlernen. Der Wissensaustausch dient der Optimierung des Katastrophenschutzes beider Städte.


Gutes Leben | Stadtgespräch

Gemeinsame Aktion zur Schlaganfall-Prävention: Londonbus „Herzenssache Lebenszeit“ macht Halt in Oberhausen-Sterkrade

Gesundheitsrisiken kennen, Symptome deuten, schnell reagieren – gesundheitliche Aufklärung kann Leben retten. Der Bereich Gesundheit der Stadt Oberhausen, die AMEOS Einrichtungen Oberhausen und die Helios Klinik Oberhausen engagieren sich aktiv, um gefährlichen Volkskrankheiten mit wissenswerten Informationen vorzubeugen. In einer gemeinsamen Aktion mit der Initiative „Herzenssache Lebenszeit“ laden sie alle Bürgerinnen und Bürger ein, am Mittwoch, 6. Mai 2026, 10 bis 12:30 Uhr, in Sterkrade vor dem Technischen Rathaus, Kleiner Markt, kostenfreie Gesundheitsangebote zu nutzen.

 

05.05.2026

Um das persönliche Risiko für Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu testen, werden vor Ort kostenlos Blutzuckerwerte und Blutdruck gemessen. Interessierte haben die Möglichkeit, mit fachärztlichen Expertinnen und Experten der Klinik für Neurologie, Kardiologie und Innere Medizin am AMEOS Klinikum St. Clemens Oberhausen ins Gespräch zu kommen. Es stehen Ärztinnen und Ärzte für persönliche Gespräche, Beratung und individuelle Fragen rund um Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfallprävention zur Verfügung.

 

Expertinnen und Experten des Adipositaszentrums der Helios Klinik klären über die Folgen von Übergewicht und Adipositas auf und erläutern den Zusammenhang mit Schlaganfällen.

Zusätzlich führt der Stadtsportbund Oberhausen e.V. einen Alltags-Fitness-Test durch und gibt Tipps zur Steigerung der persönlichen Fitness. Darüber hinaus steht die Diabetes-Selbsthilfegruppe für Fragen rund ums Thema Diabetes zur Verfügung. Die AOK Rheinland/Hamburg berät über den Umgang mit schweren Erkrankungen.

 

„Volkskrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes frühzeitig zu behandeln, vermeidet schwerwiegende Folgeerkrankungen“, erklärt Prof. Dr. Anke Lührs, Chefärztin der Klinik für Neurologie und Stroke Unit am AMEOS Klinikum St. Clemens Oberhausen. Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, das Bewusstsein für gesundheitliche Risiken zu stärken und frühzeitig über Prävention und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Stadtgespräch

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (5. Mai) lädt der Arbeitskreis Inklusion am Donnerstag, 7. Mai 2026, ab 16 Uhr zu einer Mitmach- und Informationsaktion auf den Feierabendmarkt am Saporishje-Platz ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die Inklusion im Alltag erleben und unterstützen möchten. Das Motto des Protesttags lautet: Menschenrechte sind nicht verhandelbar.

05.05.2026
Foto: Flyer.

Zahlreiche Institutionen beteiligen sich und machen das Thema Inklusion auf vielfältige Weise erlebbar. Mit dabei ist unter anderem die Caritas Oberhausen, die mit mehreren Angeboten vertreten ist. Das Bistro Jederman der Caritas sorgt für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher. Für Unterhaltung und Information zugleich sorgt ein Glücksrad mit Quiz rund um das Thema Inklusion. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom inklusiven Sonnenchor der Caritas Oberhausen.

Wer selbst aktiv werden möchte, kann einen kurzen Rollstuhlparcours ausprobieren und so nachempfinden, welchen Herausforderungen sich Menschen mit Mobilitätseinschränkungen im Alltag stellen müssen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit Simulationsbrillen für Augenkrankheiten Tischkicker zu spielen und die Auswirkungen von Sehbeeinträchtigungen unmittelbar zu erleben.

Die Aktionen sollen zum Mitmachen, Nachdenken und zum Austausch einladen. Ziel ist es, Barrieren sichtbar zu machen, Verständnis zu fördern und ein Zeichen für eine inklusive Gesellschaft zu setzen.

Der Arbeitskreis Inklusion hofft auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher beim Feierabendmarkt auf dem Saporishje-Platz.

Stadtgespräch

Neue Leitung für die Stadtbibliothek Oberhausen

Susanne Grimberg hat zum 1. April 2026 die Position als Leitung der Stadtbibliothek Oberhausen übernommen. Den Bereich Bert-Brecht-Bildungszentrum führt sie nun gemeinsam mit Frau Dr. Gesa Reisz im Rahmen einer kooperativen Bereichsleitung. Sie folgt auf Diana Bengel, die in den Ruhestand verabschiedet wurde.

05.05.2026
Quelle: Stadt Oberhausen

Mit Susanne Grimberg gewinnt die Stadt Oberhausen eine erfahrene Bibliotheksfachfrau mit langjähriger Expertise im öffentlichen Bibliothekswesen. Sie war über zwei Jahrzehnte bei der Stadtbücherei Bochum tätig und verfügt über umfassende Leitungserfahrung. In Bochum verantwortete sie unter anderem die Koordination der Zweigstellen, zuletzt war sie Leiterin der Zentralbücherei.

 

Mit ihrem Wechsel nach Oberhausen übernimmt Susanne Grimberg die Verantwortung für die Weiterentwicklung der Stadtbibliothek als modernen Bildungs- und Begegnungsort innerhalb des Bert-Brecht-Bildungszentrums. Gemeinsam mit Dr. Gesa Reisz, Bereichsleiterin und Leiterin der Volkshochschule, wird sie die strategische Weiterentwicklung des Hauses als vernetztes Bildungszentrum vorantreiben und die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche weiter stärken.

 

Oberbürgermeister Thorsten Berg und Finanz- und Kulturdezernent Apostolos Tsalastras begrüßten Susanne Grimberg offiziell in ihrer neuen Funktion und wünschen ihr viel Erfolg für die anstehenden Aufgaben.