Umwelt

Landschaftspflege am Feuchtbiotop Halde Alstaden

Mitte Dezember haben sich Mitarbeitende der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet e. V. und Ehrenamtliche des NABU Oberhausen zu einer gemeinsamen Landschaftspflegeaktion im Feuchtgebiet Halde Alstaden getroffen. Die Ziele der Aktion: die Offenhaltung der Brutplätze von Eisvögeln und Uferschwalben, die Förderung der Schilfentwicklung durch die Entnahme von einzelnen Gehölzen in den Ufer- und Flachwasserzonen sowie der Erhalt offener Uferabschnitte für rastende Vogelarten wie Bekassine und Waldwasserläufer.

13.01.2025
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Landschaftspflegeaktion im Feuchtgebiet Halde Alstaden (Foto: Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e. V.)

Insgesamt kann die umfangreiche Revitalisierung des Biotops durch die Stadt Oberhausen im Winterhalbjahr 2022/23 bereits jetzt als Erfolg bewertet werden, denn im vergangenen Jahr kam es zur Wiederbesiedlung des Gebietes durch Arten wie Wasserralle, Teich- und Sumpfrohrsänger, die sich in den neu entstandenen Röhrichten offensichtlich wohl fühlen. Um diese positiven Effekte beizubehalten, sind in den kommenden Jahren immer wieder kleinere Pflegearbeiten notwendig, damit sich die unter Naturschutzaspekten betrachtet besonders wertvollen Schilfflächen gegenüber den schnell aufwachsenden jungen Erlen und Robinien langfristig durchsetzen können.

Gutes Leben

Lust auf Ehrenamt? Infos gibt es beim Kaffeeklatsch „beo trifft Ehrenamt“

Nach dem erfolgreichen Start des Ehrenamtscafés im November 2023 geht es nun weiter: Am Mittwoch, 15. Januar 2025, lädt das Netzwerk „beo“ bürgerschaftliches Engagement Oberhausen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und bereits ehrenamtlich Engagierte herzlich ins Café Mary und Joe, Platz der Guten Hoffnung 1, ein. Unter dem Motto „beo trifft Ehrenamt beim Kaffeeklatsch“ haben Teilnehmende von 15 bis 17 Uhr die Gelegenheit, in einer entspannten Atmosphäre mehr über ehrenamtliche Möglichkeiten in Oberhausen zu erfahren. Das Ziel dieser Veranstaltung ist es, die Vielfalt der ehrenamtlichen Möglichkeiten in Oberhausen aufzuzeigen und die Bürgerinnen und Bürger zu ermutigen, sich aktiv zu engagieren.

10.01.2025

Bei Kaffee und Kuchen mehr über Ehrenamt erfahren

Die beo Cafés bieten einen wertvollen Raum für Begegnungen und Gespräche rund um das Thema Ehrenamt. Egal ob jung oder alt, hier sind alle willkommen, um sich über verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten zu informieren, Ideen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen können die Besucherinnen und Besucher mit erfahrenen Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen und herausfinden, welches Ehrenamt am besten zu ihren Interessen und Fähigkeiten passt.

Weitere Informationen für Interessierte

Weiterführende Informationen über das Netzwerk für bürgerschaftliches Engagement Oberhausen (beo) gibt es auf der Website www.oberhausen.de/beo. Darüber hinaus haben Interessierte die Möglichkeit, individuelle Beratungstermine mit Frau Bardenheuer, Frau Dander oder Frau Hoffmann von der Ehrenamtsstelle der Stadt Oberhausen im Bereich Chancengleichheit zu vereinbaren. Die Kontaktdaten gibt es hier: www.oberhausen.de/ehrenamt

Stadtgespräch

Schwerste Angriffe auf Saporischschja seit Kriegsbeginn: Oberhausen trauert mit der Partnerstadt

Oberhausens Partnerstadt Saporischschja durchlebt die bislang tödlichsten Angriffe seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Am Abend des 8. Januar 2025 trafen bei Luftangriffen der russischen Armee zwei Lenkbomben die Stadt. Bei den Angriffen wurden 13 Menschen getötet und 113 weitere verletzt (Stand Donnerstagmittag, 9. Januar 2025): Es ist die höchste Zahl von Toten und Verwundeten bei einem einzelnen Vorfall seit Beginn des Krieges am 24. Februar 2022. Nach Angaben der Stadtverwaltung von Saporischschja werden mehr als 60 Verletzte in Krankenhäusern behandelt; zehn Menschen schweben weiter in Lebensgefahr.

10.01.2025
Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne

Die Angriffe haben zudem weitreichenden materiellen Schaden verursacht, berichtet die Stadt Saporischschja den Partnern in Oberhausen: Mehrere mehrstöckige Wohngebäude, eine Industrieanlage, Verwaltungsgebäude, Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs und mehr als 30 Privatfahrzeuge wurden durch die Lenkbomben schwer beschädigt oder vollständig zerstört.

Als Reaktion auf den tödlichen Angriff hat die Stadt Saporischschja einen Trauertag ausgerufen: Es ist bereits der dritte innerhalb eines Monats. „Dies ist eine Tragödie für die Stadt und die gesamte Ukraine, eine weitere Wunde, die eine tiefe Narbe hinterlassen wird. Wir gedenken der Opfer dieses Terroranschlags und sprechen ihren Familien unser aufrichtiges Beileid aus“, schrieb Rehina Kharchenko, Sekretärin des Stadtrates von Saporischschja; das Amt ist mit dem einer Oberbürgermeisterin zu vergleichen.

Auch in Oberhausen lösen die Ereignisse in der Partnerstadt Entsetzen aus. „Wir sind erschüttert über den erneuten russischen Angriff auf Saporischschja, der am Mittwoch 13 Menschen in unserer Partnerstadt das Leben gekostet hat“, sagt Oberbürgermeister Daniel Schranz: „Mindestens 113 weitere Kinder, Frauen und Männer wurden verletzt, unzählige weitere terrorisiert. Der 8. Januar ist einer der schwärzesten Tage in der bereits seit fast drei Jahren währenden dunklen Zeit des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine. Wir sind weiter in Gedanken bei unseren Freundinnen und Freunden, trauern mit ihnen und unterstützen unsere Partnerstadt nahe der Front nach Kräften.“

Dabei geht es wie seit Beginn der Freundschaft in den 1970er Jahren nicht nur um moralische Unterstützung, sondern auch um dringend benötigte Hilfsgüter. Noch im Januar soll in Zusammenarbeit mit dem Bund ein Großgenerator zur Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur sowie Verbandsmaterial auf den Weg in die Ukraine gebracht werden. Insgesamt hat Oberhausen schon weit über 20 Transporte mit mehr als 200 Tonnen Hilfsgütern sowie zahlreiche Fahrzeuge nach Saporischschja geschickt.

Gutes Leben | Kunst & Kultur

Infoveranstaltung zur MULTI 2025 – Von Oberhausen in die Welt

Nachdem im Sommer 2024 erneut Jugendliche aus aller Welt in Oberhausener Familien zu Gast fahren, werden in diesem Jahr wieder mehr als 100 junge Menschen aus Oberhausen und Umgebung in eines der Multi-Partnerländer reisen können. In vielen Fällen wird es dabei ein Wiedersehen mit den Gästen aus dem letzten Jahr geben, aber auch neue Jugendliche haben die Möglichkeit, an einer der Begegnungen teilzunehmen. Voraussetzung hierfür ist lediglich, dass die Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahre alt sind sowie Interesse und Offenheit für andere Kulturen mitbringen. Die Teilnahmegebühren sind so konzipiert, dass es nahezu jedem ermöglicht wird, dabei sein zu können.

10.01.2025

Die Multis werden in diesem Jahr unter anderem nach China, Estland, Griechenland, Italien, Moldawien, Nordmazedonien, Polen, Rumänien oder in die Türkei reisen. Interessierte können sich am kommenden Montag, 13. Januar 2025, um 18:30 Uhr bei der Auftaktveranstaltung der MULTI 2025 in der Aula des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums (Bismarckstraße 53) informieren. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können sich darüber hinaus über die Homepage (www.multi-online.org) oder beim Büro für Interkultur, Marc Grunenberg, unter 0208 8252967 informieren und anmelden.

Gutes Leben

Emilia und Noah waren 2024 die beliebtesten Vornamen in Oberhausen

Insgesamt 3.028 Kinder sind 2024 in Oberhausen geboren worden. Beliebtester Vorname bei den Mädchen war diesmal Emilia mit 19 Beurkundungen. Der beliebteste Vorname bei den Jungen ist Noah mit 21 Bekundungen.

10.01.2025

Die „Top-Ten“ bei den Mädchen:

Emilia (19), Mia (17), Mila (17), Leni (16), Lia (16), Emma (14), Lina (14), Emily (12), Ayla (11), Ella (10)

Die „Top-Ten“ bei den Jungen:

Noah (21), Paul (20), Milan (17), Leo (16), Lio (16), Luca (16), Ben (15), Adam (14), Emil (13), Felix (13)

 

Übrigens: Mit nur einem Vornamen begnügen sich 2.183 Kinder, 795 Kinder bekamen immerhin zwei Vornamen, 48 Kinder leben mit drei und zwei Kinder mit mindestens vier Vornamen. Die drei beliebtesten Zweitnamen bei den Mädchen waren Sophie (20), Maria (14) und Marie (14), bei den Jungen waren es Alexander (11), Elias (7) und Ali (6).

Stadtgespräch

Grußwort zum Jahreswechsel von Oberbürgermeister Daniel Schranz

Liebe Oberhausenerinnen, liebe Oberhausener,

ein weiteres ereignisreiches Jahr liegt hinter uns – und sicher auch vor uns. Die Kriege in der Ukraine und in Nahost werden die Welt weiter beschäftigen, am 20. Januar wird Donald Trump wieder als US-Präsident vereidigt, und am 23. Februar wählen wir bei vorgezogenen Bundestagswahlen ein neues Parlament.

02.01.2025
Foto: Stadt Oberhausen

Die welt- und bundespolitische, aber auch die wirtschaftliche Lage sind jedoch nicht nur ereignisreich, sie führen auch zu Besorgnis und Verunsicherung. Anschläge wie in Solingen im August oder in Magdeburg kurz vor Weihnachten verstärken die Besorgnis – gleich, aus welcher Motivation die Täter sie verüben. Die vergangenen Jahre, der Blick auf Entwicklungen in der Welt und in Europa, haben uns sehr deutlich gemacht, dass Freiheit, Frieden und die Demokratie nicht unerschütterlich sind. Das muss uns ein Ansporn sein, diese hohen Güter zu schützen: Mit der Bundestagswahl und der Kommunalwahl im Herbst haben wir 2025 zwei gute Gelegenheiten dazu.

Dass Demokratie eben nicht selbstverständlich ist, zeigt nicht zuletzt die deutsche Geschichte. Gelegenheit, auf unsere Geschichte zurückzublicken, hat uns 2024 aber auch das 150-jährige Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte an Oberhausen gegeben. Dieser Blick zurück hat mir einmal mehr gezeigt, dass nichts Oberhausen so sehr ausmacht wie der Wandel.

Aus ein paar Gehöften in einer Heidelandschaft in der Nachbarschaft eines armen Landstädtchens, eines Klösterchens und eines kleinen Dorfes hat die industrielle Revolution innerhalb weniger Jahrzehnte eine rasant wachsende Großstadt gemacht – über die der Niedergang der Montanindustrie und der damit einhergehende Verlust von rund 60.000 Arbeitsplätzen einen brachialen Strukturwandel gebracht hat.

Damals hätte sich sicher niemand träumen lassen, dass Oberhausen einmal 20 Millionen Besucherinnen und Besucher im Jahr zählen würde, die zu uns kommen, um hier ihre Freizeit zu verbringen, um Ausstellungen, Konzerte oder Musicals zu besuchen, einzukaufen, auszugehen und mit Familie oder Freunden Spaß zu haben. In sehr wenigen Städten war der Wandel so epochal wie hier bei uns in Oberhausen.

Wir können uns also zu Recht als die Stadt des Wandels bezeichnen, als eine Stadt, die Wandel meistert, wenn sie sich ihn nicht ausgesucht hat, und als eine Stadt, die Wandel gestaltet. Beispielhaft zeigen das drei Highlights aus dem hinter uns liegenden Jahr:

  1. Unser größtes Wahrzeichen steht wie wenige andere Landmarken für erfolgreichen Strukturwandel: Die aktuelle Schau „Planet Ozean“ im Gasometer haben in knapp neun Monaten mehr als 850.000 Menschen besucht. In einer Reihe von sehr erfolgreichen Ausstellungen in den vergangenen 25 Jahren ist das die bislang erfolgreichste. Die Tatsache, dass die wenigsten Besucherinnen und Besucher tatsächlich aus Oberhausen kommen, zeigt, wie attraktiv unsere Stadt mit der Neuen Mitte für Gäste von außerhalb ist. Und diese Attraktivität bekommt mit dem vor wenigen Wochen wiedereröffneten Metronom Theater einen weiteren Schub.
  2. Auch im Strukturwandel ist Oberhausen noch ein Industriestandort, einer, an dem sich Unternehmen mit Wandel beschäftigen. Mit Unterstützung des Bundes und des Landes investiert Air Liquide 45 Millionen Euro in eine Zukunftsindustrie: die Herstellung von klimaneutral produziertem Wasserstoff. Der Elektrolyseur „Trailblazer“ auf dem Gelände der Ruhrchemie ist die zurzeit größte Anlage ihrer Art in Deutschland.
  3. Wir haben eine neue Schule gegründet: Das war notwendig, und es war ermutigend. Zunächst wird im ehemaligen Niederrheinkolleg gelernt, bis die neue Gesamtschule an der Knappenstraße steht. Es wird der erste Neubau einer Schule seit fast 50 Jahren in Oberhausen sein, und die Kinder und Jugendlichen werden dort nach modernen Standards lernen und sich entwickeln können – eine der vielen Investitionen in unsere Bildungslandschaft und damit in die Zukunft unserer Kinder und unserer Stadt.

Dass wir den Wandel in Oberhausen erfolgreich meistern, und dass wir das auch im Jahr 2025 tun werden, zeigen die Projekte, mit denen wir die Entwicklung unserer Stadtteile vorantreiben, weil sie die Identität der Menschen, die hier leben, so stark prägen:

  1. Wir werden in wenigen Monaten das neu errichtete Stadtteilzentrum Osterfeld an der Westfälischen Straße in Betrieb nehmen – mit der Stadtteilbibliothek, dem Jugendzentrum und dem Veranstaltungssaal, der der Gesamtschule Osterfeld als Aula dienen wird, aber auch für andere offenstehen soll: Damit bekommt Osterfeld neue, schöne Orte für Bildung und Gemeinschaft.
  2. In Alt-Oberhausen gehen nach der Eröffnung des eindrucksvollen neuen Lehrerseminars mitten auf der Markstraße die Planungen für die Umgestaltung der Marktstraße weiter. In Alstaden werden wir zudem in wenigen Tagen die neue Rettungswache Süd in Betrieb nehmen, damit die Menschen im Süden der Stadt im Notfall schneller Hilfe bekommen.
  3. In Sterkrade machen wir aus Geschichte Zukunft und gehen in die Detailplanung für den Umbau des historischen Sterkrader Rathauses zum neuen Heim unserer Musikschule. Und es laufen die Vorarbeiten für den blau-grünen Umbau der Bahnhofstraße, der die Sterkrader Mitte mit mehr Wasser und Grün aufwerten wird. Wie in Osterfeld und in Alt-Oberhausen können wir diese Projekte zum großen Teil aus Fördermitteln finanzieren.

Oberhausen hat in nur 150 Jahren als Stadt grundstürzenden Wandel durchgemacht – und das mit Erfolg. Die Stadt und ihre Menschen haben große Anpassungsfähigkeit bewiesen, und sie tun es immer noch. Genau das macht uns aus – ein guter Grund für Zuversicht, wie ich finde.

Zuversicht und einen guten Start in ein möglichst friedvolles und erfolgreiches Jahr 2025 wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie!

Herzlichst,

Ihr Daniel Schranz