Kunst & Kultur | Stadtgespräch

Filmreihe „Weg zum Nachbarn Stadt.Geschichte.Film.“ zeigt „Der Herrscher“ mit Filmeinführung

Mit „Der Herrscher“ (1937) zeigt die Filmreihe „Weg zum Nachbarn. Stadt.Geschichte.Film.“ des FC Oberhausen e.V. und der VHS Oberhausen am Mittwoch, 30. September 2026, 18 Uhr, in der Lichtburg Oberhausen einen historisch besonders bemerkenswerten Film. Regie führte Veit Harlan, der später vor allem durch den antisemitischen NS-Propagandafilm „Jud Süß“ bekannt wurde. „Der Herrscher“ gilt als nationalsozialistischer Propagandafilm und ist heute ein sogenannter Vorbehaltsfilm, der nur in einem entsprechend kontextualisierten Rahmen gezeigt werden darf. Die Einführung zum Film wird Paul Hofmann von der Kinemathek im Ruhrgebiet halten. Der Eintritt ist frei ab 18 Jahren. Um eine vorherige Anmeldung per E-Mail (info@lichtburg-ob.de) wird gebeten.

28.09.2026
Bildrechte: Friedrich Murnau Stiftung

Ein Stahlbaron als Führer

Im Mittelpunkt des Films steht der mächtige Industrielle Matthias Clausen, gespielt von Emil Jannings. Nach dem Tod seiner Frau gerät er mit seiner Familie und den Direktoren seines Unternehmens in Konflikt. Während seine Angehörigen vor allem um das Erbe kämpfen, besteht Clausen darauf, sein Stahlwerk selbst zu führen. Der Film erzählt von Macht, Familie, Eigentum und wirtschaftlicher Verantwortung – und formt daraus zugleich das politische Ideal des starken, allein entscheidenden Führers. Am Ende vermacht Clausen sein Werk dem Staat und stellt seine Verantwortung gegenüber der sogenannten Volksgemeinschaft über persönliche Interessen. Die ursprüngliche literarische Vorlage, Gerhart Hauptmanns „Vor Sonnenuntergang“, wurde für den Film jedoch grundlegend verändert. Aus dem eher liberal gezeichneten Unternehmer der Vorlage wurde eine Figur, die das nationalsozialistische Führerprinzip verkörpert. Damit ist „Der Herrscher“ ein aufschlussreiches Beispiel dafür, wie das NS-Regime bekannte Stoffe und populäre Filmstars für seine politische Weltanschauung nutzte.

 

„Der Herrscher“ und Oberhausen

Für Oberhausen ist der Film besonders interessant: Ein wesentlicher Teil der Außenaufnahmen entstand 1936/37 auf dem Gelände der Gutehoffnungshütte (GHH). Die industrielle Landschaft Oberhausens wird damit selbst Teil der filmischen Inszenierung. Das macht „Der Herrscher“ zu einem besonderen Stück Oberhausener Film- und Industriegeschichte. Die Stadt, die damals stark von Bergbau, Stahl und Industrie geprägt war, erscheint im Film nicht einfach als Kulisse. Die gewaltigen Anlagen der GHH verleihen der Geschichte über den mächtigen Stahlunternehmer eine besondere Authentizität und Größe. Gerade deshalb lohnt sich heute der Blick zurück: An den Orten, an denen einst Stahl produziert wurde, befinden sich inzwischen neue Stadtquartiere, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Die industrielle Vergangenheit Oberhausens ist damit nicht verschwunden – sie wird immer wieder neu erzählt, interpretiert und auch kritisch hinterfragt.

 

Was hat uns der Film heute noch zu sagen?

„Der Herrscher“ ist kein Film, den man heute einfach als historisches Drama anschauen kann. Interessant ist vielmehr, wie der Film funktioniert: Wie werden Macht und Autorität inszeniert? Wie wird ein einzelner Mensch zum scheinbar überlegenen Entscheider stilisiert? Welche Bilder von Gemeinschaft, Führung und wirtschaftlicher Verantwortung werden vermittelt? Diese Fragen sind auch für die Gegenwart relevant – nicht, weil die historischen Verhältnisse von 1937 mit heutigen politischen oder gesellschaftlichen Verhältnissen gleichzusetzen wären, sondern weil der Film sichtbar macht, wie stark Medien politische Vorstellungen prägen und normalisieren können. „Der Herrscher“ bietet damit die Möglichkeit, nicht nur auf die Geschichte des Nationalsozialismus zu schauen, sondern auch über die Wirkung politischer Bilder, über Macht und Medien und über den verantwortungsvollen Umgang mit historischen Filmen nachzudenken.

 

„Weg zum Nachbarn. Stadt.Geschichte.Film.“ lädt damit erneut dazu ein, Oberhausen über seine Filmgeschichte zu entdecken und historische Bilder mit dem Wissen von heute neu zu betrachten. Die kostenfreien Termine finden jeweils am letzten Mittwoch des Monats im Lichtburg-Filmpalast Oberhausen, Elsässer Straße 26, 46045 Oberhausen, statt.

Stadtgespräch

Bus, Rollator und zugeparkte Haltestellen: Senioren sagen, was sie bewegt Erste Bürgersprechstunden von Seniorenbeiratsvorsitzendem Helmut Brodrick – weitere Termine in Oberhausen geplant

Zu hohe Fahrpreise, zugeparkte Bushaltestellen, fehlende Barrierefreiheit und zu schnelle Autos: Bei den ersten Bürgersprechstunden des Vorsitzenden des Seniorenbeirates, Helmut Brodrick, kamen zahlreiche Themen auf den Tisch, die ältere Menschen in ihrem Alltag beschäftigen.

28.09.2026
Sprechstunde im Quartiersbüro Mitte/Styrum (Foto: Stadt Oberhausen)

Am Mittwoch, 16. September, lud Brodrick erstmals ins Quartiersbüro Sterkrade-Nord ein, einen Tag später folgte die Sprechstunde im Quartiersbüro Mitte/Styrum. Jeweils rund zehn Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen persönlich vorzutragen. „Ich wollte nicht nur über die Belange älterer Menschen sprechen, sondern mit ihnen“, erklärt Brodrick. Die Gespräche hätten gezeigt, wie unterschiedlich die Probleme vor Ort seien – aber auch, welche Themen viele Seniorinnen und Senioren miteinander verbinden. Ganz oben auf der Liste stand der öffentliche Nahverkehr. Die STOAG wurde gleich mehrfach zum Gesprächsthema. Die Bürgerinnen und Bürger sprachen über die Fahrpreise, aber auch über die Fahrgastanzeigen in den Bussen. Besonders beschäftigt die Seniorinnen und Senioren die Situation an den Haltestellen. Wenn Autos unmittelbar an oder vor einer Haltestelle parken, kann der Bus häufig nicht direkt am Hochbord halten. Für Fahrgäste, die gut zu Fuß sind, mag das nur eine Unannehmlichkeit sein. Für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl kann es dagegen zum erheblichen Hindernis werden. Auch Eltern mit Kinderwagen sind auf einen möglichst sicheren und barrierearmen Ein- und Ausstieg angewiesen.

Im Julius-Brecht-Anger kamen weitere Verkehrsprobleme zur Sprache. Dort berichteten Seniorinnen und Senioren insbesondere von zu hohen Geschwindigkeiten in ihrem Wohngebiet. Auch das Abstellen von E-Rollern wurde angesprochen.

Für Brodrick sind solche Hinweise ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit. „Die Bürgersprechstunde gibt den Menschen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen unmittelbar weiterzugeben. Genau diese Hinweise aus dem Alltag brauchen wir, wenn wir die Interessen der Seniorinnen und Senioren ernsthaft vertreten wollen.“

Weil das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen wurde, sind weitere Sprechstunden auch in den anderen Oberhausener Quartiersbüros geplant.

Die Quartiersbüros sind dabei wichtige Anlaufstellen in den Stadtteilen. Die Stadt Oberhausen betreibt sie gemeinsam mit verschiedenen Trägern. Insgesamt gibt es sechs Quartiersbüros – jeweils eines in jedem der sechs Sozialräume der Stadt. Ziel ist es, als erste Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren aber auch für die Angehörigen zu agieren, die Menschen vor Ort zu erreichen, den Austausch zu fördern und gemeinsam Themen aus dem jeweiligen Quartier aufzugreifen.

Für den Seniorenbeirat bietet sich damit eine gute Möglichkeit, näher an den Menschen und ihren alltäglichen Problemen zu sein. Denn ob ein Bus tatsächlich barrierefrei erreichbar ist, ein E-Roller einen Gehweg versperrt oder Autos zu schnell durch ein Wohngebiet fahren, zeigt sich dort, wo die Menschen leben.


Stadtgespräch | Tourismus & Wirtschaft

Wettbewerb Unternehmenswert:Familie 2026/2027 gestartet

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist heute ein entscheidender Faktor für die Attraktivität von Arbeitgebern. Unternehmen, die ihre Beschäftigten in unterschiedlichen Lebensphasen unterstützen, leisten einen wichtigen Beitrag zu einer modernen und nachhaltigen Arbeitswelt. Auch in diesem Jahr zeichnet die Stadt Oberhausen wieder engagierte Unternehmen aus, die mit kreativen und verlässlichen Angeboten die Balance zwischen beruflichen Anforderungen und familiären Bedürfnissen fördern.

28.09.2026

Gemeinsam mit der Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung (OWT) sowie weiteren Netzwerkpartnerinnen und -partnern richtet die Stadt Oberhausen den Wettbewerb Unternehmenswert:Familie aus. Ziel ist es, das Engagement familienfreundlicher Unternehmen sichtbar zu machen, gute Beispiele aus der Praxis zu würdigen und den Austausch zwischen Wirtschaft, Verwaltung und weiteren Akteurinnen und Akteuren zu fördern.

Der Wettbewerb geht in seine 19. Runde

Alle Unternehmen, unabhängig von Größe und Branche, sind eingeladen, sich zu beteiligen, zu zeigen, wie familienfreundlich sie aufgestellt sind, und Teil eines starken Netzwerks familienfreundlicher Unternehmen in Oberhausen zu werden. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 13. November 2026.

Mit der Auszeichnung profitieren die teilnehmenden Unternehmen nicht nur von öffentlicher Anerkennung, sondern stärken auch ihr Image als attraktive Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Gleichzeitig bietet der Wettbewerb Raum für Austausch, Inspiration und neue Impulse. Familienfreundlichkeit ist längst ein wichtiger Wettbewerbsfaktor im Fachkräftewettbewerb und trägt maßgeblich dazu bei, qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen und langfristig zu binden.

Weitere Informationen zur Bewerbung und zum Wettbewerb finden Interessierte unter www.oberhausen.de/unternehmenswertfamilie.

Die neue Oh! | Titelthema

WIEDERSEHEN MIT PIPPI UND MICHEL

Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Karlsson vom Dach oder Ronja Räubertochter: Die Figuren von Astrid Lindgren gehören für viele Generationen zum eigenen Kindheitserinnerungsschatz. In der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen lässt sich diese Welt jetzt neu entdecken. Die Ausstellung „Pustekuchen, Schabernack und Plutimikation – Astrid Lindgrens Welt in Bildern“ richtet den Blick nicht auf Lindgrens Geschichten selbst, sondern auf diejenigen, die ihnen ein Gesicht gegeben haben: die Illustratorinnen und Illustratoren.

25.09.2026

Mehr als 300 originale Zeichnungen und Illustrationen sind bis zum 17. Januar 2027 zu sehen. Die Schau vereint erstmals die wichtigsten Künstlerinnen und Künstler, die im deutschsprachigen Raum das Bild von Pippi, Michel, Lotta und Co. geprägt haben. Zu ihnen zählen unter anderem Jutta Bauer, Björn Berg, Katrin Engelking, Eva Eriksson, Horst Lemke, Rolf Rettich, Maria Nilsson Thore, Marit Törnqvist und Ilon Wikland. Die Originale stammen unter anderem aus Schweden und Estland sowie aus Sammlungen der Silke-Weitendorf-Stiftung, des Bilderbuchmuseums Troisdorf und aus privaten Beständen. „Wir wollen die Menschen mit dem abholen, was sie kennen“, erklärt Dr. Sarah Hülsewig. Gemeinsam mit Linda Schmitz-Kleinreesink hat sie die Ausstellung kuratiert. Die Werke sind nicht chronologisch angeordnet, sondern nach den einzelnen Büchern und Figurenwelten gegliedert. So können Besucherinnen und Besucher zu ihren persönlichen Favoriten aufbrechen – nach Bullerbü, Lönneberga, Birkenlund oder in die Villa Kunterbunt.

EIGENE ZUGÄNGE ZU DEN GESCHICHTEN

Die Ausstellung macht sichtbar, wie stark Illustrationen unsere Vorstellung von literarischen Figuren prägen. Mit Tusche, Aquarell, Acryl oder Collage haben die Künstlerinnen und Künstler ihre eigenen Zugänge zu den Geschichten gefunden. Besonders spannend ist der Blick auf die Veränderungen über die Jahrzehnte. Pippi Langstrumpf etwa erschien bislang in drei deutschen Ausgaben mit Illustrationen von Ingrid Vang Nyman, Rolf Rettich und Walter Scharnweber. Das schwedische Original zeigte Pippi noch so exotisch, dass der Oetinger Verlag zunächst eine andere Darstellung für die erste deutsche Ausgabe von 1949 bevorzugte. Die Ausstellung gibt Einblicke in diese Entwicklung und zeigt, wie sich das Bild der bekannten Figuren gewandelt hat. Ein Beispiel: Bei Horst Lemkes Illustrationen zu „Rasmus und der Landstreicher“ wird die Bildebene an das Deutschland der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs angepasst. Polizisten tragen dort etwa eine Pickelhaube. Das Buch selbst spielt im Schweden der 1920er-Jahre.

Astrid Lindgren ließ ihren Illustratorinnen und Illustratoren grundsätzlich viel Freiheit. Nur selten griff sie selbst in deren Arbeit ein. Von Ilon Wikland sind zwei Fälle bekannt, in denen Lindgren konkrete Vorstellungen hatte – beim Aussehen von Karlsson vom Dach und Ronja Räubertochter. Wikland war eine enge Freundin der Autorin und prägte mit ihren Bildern viele Lindgren-Geschichten. Auch die Entstehung einzelner Illustrationen steckt voller Geschichten. Marit Törnqvist kam über ihre Mutter, die Lindgrens Werke ins Niederländische übersetzte, früh mit der Autorin in Kontakt. Für die Illustrationen zu „Im Land der Dämmerung“ gingen Lindgren und Törnqvist gemeinsam auf Inspirationssuche – im Heißluftballon über Stockholm. Dass die ausgestellten Originale häufig kleinformatig sind, hat einen historischen Grund: In der Nachkriegszeit herrschte Papiermangel, entsprechend besaßen viele Bücher nur wenige Illustrationen. Die Ausstellung zeigt zudem, wie aus Romanen teilweise Bilderbücher wurden und wie neuere Illustratorinnen und Illustratoren die Geschichten mit zeitgemäßen Bildsprachen interpretieren. Die neuesten Arbeiten stammen aus dem Jahr 2025 und illustrieren Neuauflagen der Bullerbü-Bücher.

IM NOVEMBER AUF DER THEATERBÜHNE ZU SEHEN

Puppen des Düsseldorfer Marionetten-Theaters, die ursprünglich im Zusammenhang mit einer Bühnenfassung von „Ronja Räubertochter“ entstanden sind, ergänzen die Originalzeichnungen und erinnern daran, wie Lindgrens Geschichten für die Bühne adaptiert wurden. Die Verbindung reicht bis nach Oberhausen: Am 21. November feiert am Theater Oberhausen „Pippi Langstrumpf“ Premiere. Für die LUDWIGGALERIE ist die Ausstellung zugleich wissenschaftliches Neuland. „Wir leisten Pionierarbeit. Über Lindgren wurde viel geschrieben und geforscht, aber nicht über die Illustrationen“, sagt Kuratorin Hülsewig. Im November widmet sich ein Symposium einem Fachpublikum und vertieft die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Astrid Lindgrens Bilderwelt. Auch jüngere Besucherinnen und Besucher werden angesprochen. Zwei Audioguides begleiten die Ausstellung, einer davon richtet sich speziell an Kinder. Ein Mitmachzettel lädt dazu ein, die Ausstellung spielerisch zu erkunden. Begleitend erscheint im Hirmer Verlag ein Katalog. Darin geht es unter anderem um Lindgrens Gesamtwerk, die Rezeption ihrer Bücher in der DDR oder aktuelle Debatten über historische Bezeichnungen in den Büchern. Hierzu äußert sich die langjährige Verlegerin der Werke im Oetinger Verlag Silke Weitendorf in einem Interview.

„Pustekuchen, Schabernack und Plutimikation – Astrid Lindgrens Welt in Bildern“ ist bis zum 17. Januar 2027 in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, zu sehen. Geöffnet ist die Schau dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Öffentliche Führungen finden jeden Sonn- und Feiertag um 11.30 Uhr statt.

Weitere Informationen und das begleitende Programm gibt es unter www.ludwiggalerie.de.

Die neue Oh! | Gutes Leben

UNTERSTÜTZUNG FÜR EIN SELBSTBESTIMMTES LEBEN

Viele Menschen wünschen sich, trotz zunehmenden Alters oder gesundheitlicher Einschränkungen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können. Silke Paslat unterstützt diesen Wunsch bereits seit 2021 durch ihre Beratung zur „24-Stunden-Betreuung“ über ihre Niederlassung PROMEDICA PLUS in Oberhausen. Nun erweitert sie ihr Angebot mit HOMECARE – die Alltagshelfer. Der Schwerpunkt hier: stundenweise Unterstützung, mit der sowohl Seniorinnen und Senioren, pflegebedürftige Menschen als auch pflegende Angehörige und Familien spürbar entlastet werden. Zudem können Frauen während und nach der Schwangerschaft die Leistungen in Anspruch nehmen.

 

25.09.2026

INDIVIDUELLE HILFE STATT ZEITDRUCK

Im Mittelpunkt steht die persönliche Betreuung. Anders als viele ambulante Angebote richtet sich HOMECARE konsequent nach den individuellen Bedürfnissen der Menschen. Die Unterstützung umfasst u.a. Hilfe bei der Grundpflege, im Haushalt, beim Einkaufen oder Kochen sowie die Begleitung zu Arztterminen. Auch Menschen mit Demenz werden betreut. Darüber hinaus nehmen sich die Alltagshelfer Zeit für Gespräche, gemeinsame Spaziergänge oder Gesellschaftsspiele. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der betreuten Personen möglichst lange zu erhalten und sie dort zu unterstützen, wo Hilfe tatsächlich benötigt wird. Silke Paslat sieht das Angebot als sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Pflege- und Betreuungsleistungen: „Alles, was gemeinsam möglich ist, machen wir gemeinsam. Unser Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, ihren Alltag möglichst lange selbstbestimmt, sicher und mit Lebensfreude in den eigenen vier Wänden zu gestalten.“

FACHLICHE QUALITÄT HAT OBERSTE PRIORITÄT

Ein wichtiger Baustein des HOMECARE-Konzepts ist die fachliche Qualität der angebotenen Leistungen. Die Pflegedienstleiterin Irina Miller und ihre Stellvertretung begleiten das Team, sorgen für regelmäßige Qualitätskontrollen und unterstützen die Mitarbeiterinnen mit individuellen Fallbesprechungen. Alle Alltagshelfer werden umfassend geschult und auf ihre Aufgaben vorbereitet. Ebenfalls nicht die Regel: Jede Betreuungskraft kümmert sich nur um wenige Klienten. Dadurch entstehen langfristige Beziehungen und ein vertrauensvoller Kontakt. Neben Fachkräften können sich auch Quereinsteiger engagieren, die Freude am Umgang mit Menschen mitbringen und kontinuierlich weiterqualifiziert werden.

ENTLASTUNG WÄHREND DER PFLEGE-AUSZEIT

Auch in der Urlaubszeit bzw. wenn pflegende Angehörige vorübergehend verhindert sind, bietet HOMECARE verlässliche Unterstützung und hilft dabei, eine vorübergehende individuelle Betreuung zu organisieren. Gut zu wissen: Ab Pflegegrad 2 übernimmt die Pflegekasse die Kosten für die Vertretung im Urlaub bis zu 3.539 Euro im Jahr.

SLP – Pflege und Betreuung GmbH Silke Paslat Bahnhofstraße 62, 46145 Oberhausen Tel.: 0208 3888599-0 oberhausen@homecare-alltagshelfer.de

www.homecare-alltagshelfer.de/oberhausen

Die neue Oh! | Tourismus & Wirtschaft

DECATHLON SCHAFFT MODERNE ERLEBNISWELT

In Oberhausens Neuer Mitte setzt Decathlon neue Maßstäbe für den Sporthandel: Am Brammenring eröffnet Mitte Oktober ein Flagshipstore der neuesten Generation, der weit über ein klassisches Einkaufszentrum hinausgeht. Auf einer Verkaufsfläche von 4.500 Quadratmetern – inklusive einer 500 Quadratmeter großen Outdoor-Expo-Zone – und einem eigenen Sportpark stehen das aktive Ausprobieren und Erleben von Sportausrüstung für Einsteiger bis Profis im Mittelpunkt.

25.09.2026

ANSPRUCHSVOLLE ARCHITEKTUR UND MODERNES GEBÄUDEKONZEPT

Der Neubau prägt das Areal am Brammenring nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine ökologische Bauweise. Eine großflächige Photovoltaik-Anlage, ein Gründach und eine umfangreiche Bepflanzung der Außenanlagen zur Förderung der Biodiversität, Holz als konstruktives Bauelement sowie eine teilweise Fassadenbegrünung und E-Ladesäulen gehören fest zum Gebäudekonzept. „Ein Bauprojekt dieser Größenordnung ist immer ein echtes Herzensprojekt. Am Brammenring haben wir von Anfang an darauf gesetzt, höchste Ansprüche an moderne Architektur, Funktionalität und Biodiversität miteinander zu verbinden. Mit Elementen wie der Holzverkleidung, der Fassadenbegrünung und der Photovoltaik-Anlage ist ein Gebäude entstanden, das sich nicht nur optisch hervorragend in Oberhausen einfügt, sondern auch energetisch durchdacht ist. Es ist beeindruckend zu sehen, wie aus den Entwürfen eine so hochwertige Sport-Erlebniswelt für die Region geworden ist“, sagt Sandra Reinartz, Bauprojektleiterin bei Decathlon Deutschland.

TESTZONEN UND MULTISPORT-AUSWAHL

Das Herzstück des neuen Stores bildet das direkte Testen vor Ort: Kundinnen und Kunden können Equipment vor dem Kauf auf großzügigen Testflächen im Innen- und Außenbereich auf Herz und Nieren prüfen. „Auf 4.500 Quadratmetern Verkaufsfläche schaffen wir einen echten Erlebnis-Marktplatz für die Menschen in Oberhausen und der gesamten Region. Das Highlight ist unser eigener Sportpark sowie die großzügigen Testzonen, auf denen Ausrüstung direkt ausprobiert werden kann – vom Fahrrad über das Campingzelt bis zum Fitnessgerät. Wir verbinden hier eine breite Multisport-Auswahl mit hoher Beratungsqualität an einem großen und modernen Standort“, sagt Annika Foster, Filialleiterin des Decathlon Stores Oberhausen. Der neue Flagshipstore fügt sich zudem nahtlos in die bundesweite Strategie von Decathlon ein, das Filialnetz bis Ende 2027 auf mindestens 150 Standorte auszubauen. Dem Ruhrgebiet als bevölkerungsreichster Region Deutschlands kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Decathlon: Brammenring 2, 46047 Oberhausen

Die neue Oh! | Umwelt

KLEIDUNG WERTSCHÄTZEN – RESSOURCEN SCHONEN

Ob Lieblingsjeans, Winterjacke oder T-Shirt: Kleidung begleitet uns täglich. Doch was viele nicht wissen: Die Herstellung und die Logistik rund um Textilien verbrauchen enorme Mengen an Wasser, Energie und Rohstoffen. Gleichzeitig bleiben viele Kleidungsstücke im Schrank ungetragen oder werden entsorgt, obwohl sie noch lange genutzt werden könnten. Die Europäische Woche der Abfallvermeidung 2026 stellt deshalb das Thema „Ressourcenschonung“ in den Mittelpunkt – und die städtische Abfallberatung zeigt, wie jede und jeder mit einfachen Maßnahmen einen Beitrag zum Schutz von Ressourcen leisten kann.

25.09.2026

BEWUSST STATT IMPULSIV EINKAUFEN

Der wirksamste Beitrag zur Abfallvermeidung beginnt bereits vor dem Kauf. Wer Kleidung ganz bewusst auswählt, auf Qualität achtet und sich vor dem Kauf fragt: „Brauche ich das wirklich?“, ist auf dem richtigen Weg, um Ressourcen zu sparen. Hochwertige Kleidungsstücke halten oft deutlich länger und lassen sich besser reparieren. Auch zeitlose Mode statt kurzlebiger Trends trägt dazu bei, den eigenen Kleiderschrank nachhaltiger zu gestalten. Ein guter Anlass für einen „Kleiderschrank-Check“: Welche Kleidungsstücke werden regelmäßig getragen? Was ist doppelt vorhanden? Oft wird deutlich, dass weniger manchmal mehr ist.

WEITERGEBEN STATT WEGWERFEN

Viele Kleidungsstücke sind noch gut erhalten, passen oder gefallen aber nicht mehr. Bevor sie ungenutzt im Schrank liegen, können sie anderen Menschen noch Freude bereiten. Kleiderbörsen, Tauschpartys oder Trödelmärkte bieten eine einfache Möglichkeit, Kleidung weiterzugeben und gleichzeitig selbst Neues zu entdecken. Auch Secondhand-Läden und gemeinnützige Einrichtungen freuen sich über gut erhaltene Kleidung. So bleiben Textilien möglichst lange im Umlauf – und neue Produkte müssen seltener hergestellt werden.

REPARIEREN, ÄNDERN UND KREATIV WEITERVERWENDEN

Ein loser Knopf oder eine aufgegangene Naht sind keine Gründe, um Kleidungsstücke auszusortieren. Viele kleinere Schäden lassen sich mit wenigen Handgriffen selbst beheben oder in einer Änderungsschneiderei oder einem lokalen Nähcafé reparieren. Auch Upcycling eröffnet neue Möglichkeiten: Aus einer alten Jeans wird eine Tasche, aus Stoffresten entstehen Einkaufsbeutel oder Kissenbezüge. Kreative Ideen verlängern die Lebensdauer von Textilien und machen aus vermeintlich Ausgedientem etwas Neues.

VERANTWORTUNGSVOLLES TEXTIL-RECYCLING

Wenn Kleidung oder Haushaltstextilien weder verschenkt noch verkauft werden können, gehören sie in die Alttextilsammlung, um ein fachgerechtes Textil-Recycling zu ermöglichen. Die WBO bietet im Auftrag der Stadt Oberhausen dafür einen kostenlosen Abholservice an. Alttextilien können bequem von zuhause abgeholt werden – nach vorheriger Terminvereinbarung, online oder telefonisch.

Mehr Infos hierzu auf www.oberhausen.de/alttextilien

 

Stadtgespräch

Anmeldung der Schulneulinge für die Grundschulen

Ende September 2026 ist es so weit: Von Montag, 28. September, bis Freitag, 2. Oktober 2026, sind Erziehungsberechtigte dazu aufgefordert, ihre im nächsten Jahr schulpflichtig werdenden Kinder in den Grundschulen anzumelden. Möglich ist dies täglich in der Zeit von 8 bis 18 Uhr. Voraussetzung hierfür ist ein dauerhafter Wohnsitz in Oberhausen sowie die Geburt des Kindes im Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021, womit es bis zum 30. September 2027 das sechste Lebensjahr vollendet. Kinder, die ab dem 1. Oktober 2021 geboren wurden, erhalten auf Antrag ggf. ebenfalls die Möglichkeit zur Anmeldung. Ein Informationsschreiben über das Anmeldeverfahren wurde den Erziehungsberechtigten schulpflichtiger Kinder bereits Anfang September 2026 übersandt. Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf können an allen Oberhausener Grundschulen angemeldet werden. Ein separates Verfahren (AO-SF) regelt die Entscheidung über den Förderort.

16.09.2026

Für die Kinder im Einzugsbereich Barmingholten ergibt sich die Möglichkeit, eine Anmeldung an der Moltkeschule Dinslaken, Tackenstraße 53, 46539 Dinslaken, am Montag, 5. Oktober 2026, sowie am Dienstag, 6. Oktober 2026, jeweils in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr durchzuführen. Telefonisch erreichbar ist die Schule unter der Nummer 02064 93085. Eine Anmeldung für den „Gemeinsamen Unterricht“ ist auch hier möglich.

Die Anmeldung erfolgt persönlich mit dem anzumeldenden Kind in der gewählten Grundschule. Dabei legen die Sorgeberechtigten das Familienstammbuch und den Impfausweis bzw. eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes über den Masernschutz vor. Bei ausländischen Kindern sind die Geburtsurkunde, die Heiratsurkunde der Eltern sowie der Pass erforderlich.

Im Anschluss an die Anmeldung des Kindes erhalten die Erziehungsberechtigten auf dem Postweg eine Einladung zur Untersuchung durch den Kindergesundheitsdienst. Hierbei untersucht eine Ärztin oder ein Arzt das Kind auf die erforderliche körperliche, geistige und emotionale Entwicklung.

Für weitere Fragen steht Herr Bieler vom Bereich Schule montags bis donnerstags in der Zeit von 8 Uhr bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr unter der Rufnummer 0208 825-2908 zur Verfügung.

Für Grundschulkinder besteht die Möglichkeit, nach dem Unterricht gegen einen Elternbeitrag am Offenen Ganztag (OGS) teilzunehmen. Die Offene Ganztagsschule bietet Kindern im Anschluss an den regulären Vormittagsunterricht eine verlässliche Betreuung, Förderung und Freizeitgestaltung am Nachmittag. Ansprechpartnerinnen zu diesem Thema sind im Bereich Schule Frau Thomas und Frau Wollek. Sie sind erreichbar unter der E-Mail-Adresse ganztag@oberhausen.de oder telefonisch unter der Nummer 0208 825-3613. Auskünfte zu Schülerfahrkosten erteilt Frau Geldermann montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 13 Uhr unter der Rufnummer 0208 825-2063.

Kunst & Kultur | Stadtgespräch

BuT-Team informiert beim Siedlungsfest an der Kampstraße über die MyCard

Beim Fest der Siedlung Kampstraße und des dortigen AWO-Projekts war am Samstag, 12. September 2026, auch das städtische Team Bildung und Teilhabe (BuT) vertreten. Im Mittelpunkt stand die Information über die vielfältigen Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche und deren unkomplizierte Nutzung über die MyCard Oberhausen.

16.09.2026
Foto: Das Team Bildung und Teilhabe der Stadt Oberhausen informierte beim Siedlungsfest an der Kampstraße über die Leistungen der MyCard. Mit dabei war auch die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Nicole Kopp-Czech (vorne). Quelle: Stadt Oberhausen.

Mit einem eigenen Informationsstand und dem beliebten BuT-Glücksrad kam das Team schnell mit Kindern, Eltern und Familien ins Gespräch. Neben verschiedenen kleinen Preisen gab es dabei vor allem Informationen darüber, welche Leistungen über Bildung und Teilhabe in Anspruch genommen werden können. Das Angebot reicht von Ausflügen und mehrtägigen Klassen- und Kitafahrten über gemeinsames Mittagessen und Lernförderung bis hin zu Kultur-, Freizeit- und Vereinsangeboten. Mit der MyCard können viele dieser Leistungen in Oberhausen einfach und direkt genutzt werden. Damit soll Kindern und Jugendlichen unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familie eine möglichst unkomplizierte Teilhabe ermöglicht werden.

Das Siedlungsfest bot hierfür einen passenden Rahmen: Die Angebote konnten unmittelbar dort vorgestellt werden, wo Kinder und Familien erreicht werden. Neben zahlreichen Besucherinnen und Besuchern informierte sich auch die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Nicole Kopp-Czech am Stand über die Arbeit des BuT-Teams und die Möglichkeiten der MyCard.

Für das Team Bildung und Teilhabe war der Nachmittag eine gelungene Gelegenheit, das Angebot bekannter zu machen, Fragen direkt zu beantworten und mit den Familien vor Ort ins Gespräch zu kommen.