Stadtgespräch

Stadt will Baustellenkoordination personell stärken

Zwei zusätzliche Stellen sollen Baumaßnahmen besser aufeinander abstimmen und Verkehrsbelastungen reduzieren

Baustellen sind notwendig, um Straßen, Kanäle, Versorgungsleitungen und weitere Teile der städtischen Infrastruktur zu erhalten und zu modernisieren. Gleichzeitig führen parallellaufende Baumaßnahmen immer wieder zu Staus, Umleitungen und Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen. Die Stadt Oberhausen will deshalb ihre Baustellenkoordination personell und organisatorisch stärken.

Die Verwaltung hat hierzu einen Vorschlag vorbereitet, der zwei zusätzliche Stellen vorsieht. Vorgesehen sind eine Stelle für die übergeordnete Baustellenkoordination sowie eine weitere Stelle für das operative Baustellenmanagement. Über die Einrichtung der Stellen entscheidet der Rat der Stadt.

26.06.2026

„Wir müssen unsere Infrastruktur erhalten und weiterentwickeln. Deshalb werden sich Baustellen auch künftig nicht vermeiden lassen. Unser Anspruch muss aber sein, die damit verbundenen Belastungen so gering wie möglich zu halten“, erklärt Oberbürgermeister Thorsten Berg. „Dafür brauchen wir eine frühzeitige Abstimmung, klare Zuständigkeiten und einen besseren Gesamtüberblick über die geplanten Maßnahmen im Stadtgebiet.“

Ziel der geplanten personellen Verstärkung ist es, Baumaßnahmen im Stadtgebiet noch besser aufeinander abzustimmen, mögliche Konflikte frühzeitiger zu erkennen und Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst zu reduzieren. Dabei geht es vorrangig um die Baumaßnahmen übergeordneter Vorhabenträger wie die Autobahn GmbH, Deutsche Bahn, Wasser- und Schifffahrtsamt, bei denen ein erheblicher Investitionsbedarf besteht. Darüber hinaus belasten der Fernwärmeausbau und die Digitalisierung der Versorgungsträger den städtischen Straßenraum mit nahezu 3.000 Baustellen pro Jahr erheblich. Daraus resultiert ein Koordinationsbedarf, der über die reine Erteilung verkehrsrechtlicher Anordnungen hinausgeht. Die städtischen Baumaßnahmen, wie z.B. Kanal- und Straßenerneuerungen, müssen mit diesen Maßnahmen synchronisiert werden.

„Nicht jede Baustelle liegt in der unmittelbaren Verantwortung der Stadt. Aber dort, wo wir koordinieren, abstimmen und informieren können, müssen wir unsere Möglichkeiten konsequent nutzen. Eine bessere Abstimmung hilft am Ende allen: den Menschen, die täglich unterwegs sind, den Betrieben, die erreichbar bleiben müssen, und denjenigen, die wichtige Infrastrukturmaßnahmen umsetzen“, so Berg weiter.

Auch Rückmeldungen aus Bürgerschaft, Wirtschaft und Politik zeigen, dass Verkehrsbelastungen im Zusammenhang mit Baustellen eine hohe Bedeutung haben. Gerade für Unternehmen sind Erreichbarkeit, Planbarkeit und verlässliche Informationen wichtige Standortfaktoren.

Die zusätzlichen Beschäftigten sollen deshalb die Abstimmung zwischen den beteiligten Fachbereichen, Unternehmen und weiteren Vorhabenträgern intensivieren. Größere und verkehrlich besonders relevante Maßnahmen sollen dadurch noch frühzeitiger begleitet und ihre Auswirkungen auf das umliegende Verkehrsnetz stärker in den Blick genommen werden.

Bereits heute informiert die Stadt Oberhausen über größere Baustellen im Stadtgebiet, unter anderem über das Baustellenportal. Dort können Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen zu aktuellen Maßnahmen abrufen. Mit der geplanten personellen Verstärkung soll die Arbeit rund um die Koordination von Baustellen nun auch organisatorisch weiterentwickelt werden. Zugleich sollen die Qualität, Aktualität und Verlässlichkeit der bereitgestellten Informationen weiter verbessert werden.

Nach einer Zustimmung des Rates werden die weiteren organisatorischen Schritte zur Einrichtung und Besetzung der Stellen vorbereitet.

Gutes Leben | Stadtgespräch

Betreten der Baustelle erlaubt: Aktionen zum Tag der Städtebauförderung

Rund um den bundesweiten Tag der Städtebauförderung am 4. Mai können sich Bürgerinnen und Bürger Projekte der Stadterneuerung in Sterkrade, Osterfeld und Alt-Oberhausen anschauen, die von Bund, Land und Kommunen gefördert werden.

Die erste Präsentation ist in Oberhausen-Sterkrade am Mittwoch, 24. April 2024. Interessierte sind von 17 bis 18.30 Uhr eingeladen, gemeinsam mit Projektleiter Markus Pohl von der Emschergenossenschaft die Route des oberirdischen Elpenbachs sowie die zukünftige Trasse des neuen Reinwasserkanals unter der Bahnhofstraße zu begehen. Die Strecke ist rund 2,2 Kilometer lang. Treffpunkt: LVR-Industriemuseum an der St. Antony-Hütte, Antoniestraße 32-34. Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl auf 30 Personen beschränkt ist. Nähere Infos und Anmeldung auf www.bit.ly/elpenbach.

22.04.2024
Blick auf die Poststraße (Visualisierung: Planergruppe GmbH)

Unter dem Motto „Betreten der Baustelle erlaubt!“ lässt sich in Oberhausen-Osterfeld am Samstag, 4. Mai 2024, von 10 bis 14 Uhr die Baustelle des Multifunktionskomplexes besichtigen. Der Zugang erfolgt über die Seite an der Westfälischen Straße. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kinder dürfen sich auf Bücher rund um die Themen Baustellen und Baumaschinen freuen. Erwachsene können – unter anderem mit Hilfe von 3D-Brillen – die Baustelle und das neue Gebäude virtuell erforschen. Zudem gibt es ein Baustellenfrühstück, eine Baustellenandacht und eine Baustellenlounge mit Essen und Getränken. Außerdem kann man sich vor Ort über Ausbildungsmöglichkeiten in Bauberufen informieren. Weitere Informationen auf www.stadtteilmanagement-osterfeld.de.

In Alt-Oberhausen auf der Marktstraße ist am Samstag, 4. Mai 2024, von 11 bis 18 Uhr eine lange Tafel in der Höhe Marktstraße 43/50, nahe dem Eduard-Berg-Platz, aufgebaut. Hier können sich Oberhausenerinnen und Oberhausener bei gemeinschaftlichem Essen und Trinken – Speisen und Getränke können auch gerne mitgebracht werden – über die laufenden Aktivitäten rund um die Innenstadtprojekte Brückenschlag und Creative City informieren. Der Fokus liegt auf den Entwicklungsperspektiven der Marktstraße und dem Altmarkt. Zudem gibt es Informationen zu Fördermöglichkeiten für Projekte von Bürgerinnen und Bürgern. Ein Rahmenprogramm mit Musik und Bewegung begleitet die Aktion, die in Kooperation von Stadterneuerung Brückenschlag (www.brueckenschlag-ob.de) mit dem Projekt Creative City (www.creative-city-ob.de) stattfindet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen unter www.tag-der-staedtebaufoerderung.de/programm-2024.

Hintergrund

Die Städtebauförderung ist als gemeinschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen eines der wichtigsten und erfolgreichsten Instrumente der Stadtentwicklung. Der bundesweite Aktionstag, den es seit dem Jahr 2015 gibt, ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Ziel ist es, die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei Vorhaben der Städtebauförderung zu stärken.