Stadtgespräch

„Lass mal reden“ – Oberbürgermeister Berg vor Ort in Lirich

Unter dem Motto „Lass mal reden – OB vor Ort“ lädt der Oberbürgermeister alle Bürgerinnen und Bürgerinnen aus Lirich zum Gespräch ein. Am kommenden Mittwoch, den 09. September 2026, steht er von 14 bis 16 Uhr an der Kreuzung Wilmsstraße und Wunderstraße für persönliche Gespräche am Infostand bereit. Ohne Formalitäten oder Terminvereinbarungen können Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen, Ideen und Kritikpunkte direkt ansprechen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Themen aus dem Stadtteil – von der Verkehrssituation über Grünflächen bis hin zur Entwicklung der Nachbarschaft. „Verwaltung und Politik funktionieren am besten, wenn man den Menschen dort zuhört, wo sie leben“, betont der Oberbürgermeister. „Mir ist wichtig, was die Liricherinnen und Liricher im Alltag bewegt und welche Ideen sie für ihren Stadtteil haben.“

Bei schlechtem Wetter wird der Stand durch einen Pavillon geschützt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen vorbeizukommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

03.09.2026
Stadt Oberhausen, Foto: Tom Thöne

Wer am Termin verhindert ist oder sein Anliegen lieber schriftlich formulieren möchte, kann Fragen und Themen auch im Vorfeld per E-Mail buergerbeteiligung@oberhausen.de oder Telefon 0208 / 825-2285 einbringen.

Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter: oberhausen.de/buergerbeteiligung

Stadtgespräch

Oberbürgermeister Thorsten Berg will Arbeitsgericht in Oberhausen erhalten

Oberbürgermeister Thorsten Berg fordert den Erhalt des Arbeitsgerichts Oberhausen und hat seine deutliche Kritik an den Plänen des Landes bekräftigt.

Das nordrhein-westfälische Justizministerium hatte zuvor auf ein Schreiben Bergs geantwortet und mitgeteilt, dass eine Zusammenlegung der Arbeitsgerichte Oberhausen und Essen weiterhin geplant ist. Nach Ostern sollen vermutlich die Beratungen über die Reform im nordrhein-westfälischen Landtag beginnen.

„Das Arbeitsgericht Oberhausen ist ein wichtiger Bestandteil der Justizlandschaft in unserer Stadt. Ich halte es für falsch, diesen Standort aufzugeben“, erklärt Berg. „Gerade beim Arbeitsrecht muss der Zugang zum Recht so niedrigschwellig und einfach wie möglich sein.“

13.03.2026
Foto: Stadt Oberhausen

Für viele Beschäftigte sei der Gang zum Arbeitsgericht ohnehin mit großen persönlichen Hürden verbunden. Wer gegen den eigenen Arbeitgeber vorgehe, zum Beispiel bei einer Kündigung, ausstehenden Löhnen oder Streitigkeiten über Arbeitsbedingungen, müsse häufig zunächst eine hohe Hemmschwelle überwinden. „Wenn der zuständige Standort dann auch noch weiter entfernt liegt, wächst diese Schwelle zusätzlich. Das kann dazu führen, dass Menschen ihre Rechte gar nicht erst wahrnehmen“, befürchtet Berg.

Ein wohnortnahes Arbeitsgericht sei daher ein wichtiger Faktor dafür, dass Beschäftigte ihre Rechte tatsächlich wahrnehmen können. Das gelte insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen, für Alleinerziehende oder für Beschäftigte im Schichtdienst, für die längere Anfahrtswege eine zusätzliche Belastung darstellen. Darüber hinaus sei wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage in den nächsten Jahren mit einem Anstieg der Verfahren an Arbeitsgerichten zu rechnen.

Auch für haupt- und ehrenamtliche Richterinnen und Richter, Justizbeschäftigte, Unternehmen, Gewerkschaften sowie Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sei eine gute Erreichbarkeit der Gerichte wichtig. Arbeitsgerichtsverfahren seien häufig auf persönliche Gespräche und kurzfristige Termine angewiesen. Lange Wege erschwerten diese Abläufe erheblich.

Hinzu komme, dass Arbeitsgerichte eine wichtige Rolle für den sozialen Frieden in der Arbeitswelt spielen. „Wenn Konflikte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern schnell, professionell und gut erreichbar geklärt werden können, stärkt das auch das Vertrauen in unseren Rechtsstaat“, betont Berg.

Zugleich unterstreicht er, dass die Stadt Oberhausen die Modernisierung und Digitalisierung der Justiz ausdrücklich unterstütze. Umso wichtiger sei es jedoch, Reformen transparent und nachvollziehbar zu gestalten. „Bislang ist nicht erkennbar, nach welchen konkreten Kriterien Standorte erhalten, zusammengelegt oder aufgegeben werden sollen. Bei Entscheidungen mit so weitreichenden Folgen für Bürgerinnen und Bürger muss klar sein, welche Gründe dafür ausschlaggebend sind.“ 

Für den Oberbürgermeister steht fest: „Eine moderne Justiz braucht digitale Strukturen, aber sie braucht auch Präsenz vor Ort. Deshalb setze ich mich weiterhin mit Nachdruck für den Erhalt des Arbeitsgerichts Oberhausen ein.“