Stadtgespräch
Landtagspräsident Kuper besucht Gedenkhalle
Die 1962 eröffnete Gedenkhalle Oberhausen ist die erste und damit älteste der 33 NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW. Um mehr über deren Arbeit und aktuelle Herausforderungen zu erfahren, besucht Landtagspräsident André Kuper einige dieser Einrichtungen. Am Mittwoch, 4. November, war er, begleitet von Oberbürgermeister Thorsten Berg, zu Gast in der Gedenkhalle Oberhausen, um sich mit deren Leiter Clemens Heinrichs auszutauschen.
„Die Verbrechen der Nationalsozialisten fanden nicht irgendwo statt – sondern mitten in unseren Städten und Gemeinden“, erklärte Kuper bei seinem Besuch und führte weiter aus: „Hier, wo wir heute leben, wurden Menschen ausgegrenzt, verfolgt und ermordet. Die NS-Gedenkstätten helfen uns, die Geschichte zu verstehen und Fragen zu stellen. Unsere Demokratie steht seit 80 Jahren auf einem Fundament gemeinsamer Werte. Und für diese Werte stehen die Gedenkstätten unseres Landes. Halten wir diese Werte hoch – in einer Zeit, in der wir eine Spaltung der Gesellschaft und die Gefahr der Radikalisierung spüren, zugleich aber auch ein gefährliches Herunterspielen unserer Geschichte; auch in Parlamenten.“
Oberbürgermeister Berg erklärte: „Die Gedenkhalle ist seit mehr als 60 Jahren ein wichtiger Ort der Erinnerung in unserer Stadt. Sie hält die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wach und vermittelt gerade jungen Menschen, wohin Ausgrenzung, Hass und Menschenfeindlichkeit führen können. Diese Arbeit ist heute wichtiger denn je. Deshalb freue ich mich, dass Landtagspräsident André Kuper mit seinem Besuch die Bedeutung der Gedenkstätten und ihrer Arbeit unterstreicht.“
Seit dem 1. Januar dieses Jahres ist die Gedenkstättenförderung und Erinnerungskultur als Aufgabe der Landeszentrale für politische Bildung per Gesetz dem Landtag und damit dem Landtagspräsidenten organisatorisch zugeordnet. Damit soll die Unabhängigkeit der Landeszentrale gestärkt und im Rahmen der Demokratiearbeit eine engere Verzahnung und bessere Kooperation ermöglicht werden.
Die Gedenkhalle Oberhausen arbeitet seit 1962 gegen das Vergessen und für das Miteinander aller Menschen in Oberhausen.